David Kross

03. Februar 2010 23:10; Akt: 04.02.2010 14:00 Print

«Respekt vor der wahren Story»«Respekt vor der wahren Story»

von Philipp Portmann - «Same Same But Different» ist eine autobiographische Geschichte über eine ungewöhnliche Liebe in Kambodscha, verfilmt von Detlev Buck. Die Hauptrolle wird von David Kross gespielt, bekannt aus «Der Vorleser» an der Seite von Kate Winslet. 20 Minuten traf ihn zum Interview.

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«Same Same But Different»: der Trailer. Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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David, was macht deiner Meinung nach den Film «Same Same But Different» so besonders?
Die verschiedenen Kulturen von Deutschland und Kambodscha. Das westliche Denken und die asiatische Kultur. Im Film verlieben sich Ben und Sreykeo, sie zeigt ihm ihre Welt und er versucht auch, ihr seine Welt zu zeigen. Ich hatte wahnsinnig grossen Respekt vor der echten Geschichte. Es gibt ja wirklich eine Sreykeo und einen Benjamin und darauf basiert ja der autobiographische Roman. Ich hatte grossen Respekt, auch als ich an den echten Orten war, dass er es wirklich durchgezogen hat, für seine Liebe auch manchmal hart zu arbeiten, und das alles durchzuziehen.

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Wie hast du dich eigentlich mit deiner Filmpartnerin (Video) unterhalten, die aus Thailand kommt und nur englisch spricht?
Ich erinnere mich noch daran, dass es am Anfang immer ein bisschen schwierig war. Ich glaube, es war auch sehr schwierig, überhaupt jemanden zu finden, der die Kambodschanerin spielen kann. Sie haben an ganz vielen verschiedenen Orten gesucht, auch in Amerika, Paris und Deutschland. Dann wurde glücklicherweise Apinya gefunden. Die musste jetzt aber Kambodschanisch lernen, weil sie ja eine Kambodschanerin spielt. Es war auch komisch für sie, weil zu dieser Zeit die Thailänder und die Kambodschaner Streit hatten wegen diesem Tempel an der Grenze, und das war ein mulmiges Gefühl für sie, nach Kambodscha zu kommen. Aber sie hat das wirklich sehr gut gemeistert.

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Musstet ihr viel Proben oder wurde gleich direkt Ernst gemacht?
Nein, wir haben schon zwei Wochen vorher angefangen zu probten. Das half mir total. Ich weiss noch, am Anfang war es schon ein bisschen schwierig zu kommunizieren, aber ich bin glücklich, dass es jetzt geklappt hat. Das ist halt das wichtigste an dem Film, dass man zwischen den beiden Hauptdarstellern eine gute Chemie hat.

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Das Thema Tourismus wird im Film kritisch dargestellt. Wie ist dein Verhältnis dazu?
Es kommt immer darauf an, was man für Tourismus macht. Es gibt da zum Beispiel diese Müllhalde, das ist ein grosser Müllberg, auf dem Kambodschaner drauf leben und an Stände ihre Sachen verkaufen. Wir haben da gedreht, und das war wirklich ein krasses Erlebnis. Da kamen dann auch Japaner und andere Touristen an, ganz sauber gekleidet und mit Mundschutz, und die fotografierten dann diese Stände und die Wohnungen auf der Müllhalde. Das ist für mich ekliger Tourismus.

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Was war denn für dich der stärkste Eindrück, den du aus Kambodscha (Video) mitgenommen hast?
Das sind ganz viele Eindrücke. Wenn man da ankommt und vorher noch nie in Asien gewesen ist, dann läuft man da wirklich mit offenem Mund rum und staunt über alles, weil einfach alles anders ist. Es hat nichts damit zu tun, wo man herkommt.

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