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«The Girl with the Dragon Tattoo»
11. Januar 2012 20:04; Akt: 11.01.2012 20:09 Print
Die Punkerin und der Journalist
Daniel Craig und Rooney Mara in David Finchers gekonntem US-Remake des Stieg-Larsson-Thrillers «Verblendung».
Nicht schon wieder ein US-Remake eines europäischen Kinohits, please: Doch im Gegensatz zu vielen überflüssigen Neuverfilmungen jüngeren Datums lohnt sich David Finchers Adaption von Stieg Larssons Bestseller-Roman unbedingt: Mikael Blomkvist (Daniel Craig) ist ein investigativer Wirtschaftsjournalist, der fest entschlossen ist, seine Ehre wiederherzustellen, nachdem er wegen übler Nachrede verurteilt wurde. Er wird von einem der reichsten Industriellen Schwedens angeheuert, Henrik Vanger (Christopher Plummer): Blomkvist soll herausfinden, was hinter dem Verschwinden von Vangers geliebter Nichte Harriet steckt – Vanger vermutet, dass sie von einem anderen Familienmitglied ermordet wurde.
Mikael Blomkvist (Daniel Craig) lässt sich von Lisbeth Salander (Rooney Mara) verarzten.
Der Enthüllungsjournalist gerät mal wieder mächtig unter Druck.
Der Journalist reist zum Familiensitz auf einer unwegsamen Insel an der in Eis getauchten schwedischen Küste, unsicher, was ihn dort erwarten wird. Gleichzeitig wird Lisbeth Salander (Rooney Mara), eine ungewöhnliche, aber geniale Detektivin der Sicherheitsfirma Milton Security, angeheuert, um in Blomkvists Leben herumzuschnüffeln, was letztlich dazu führt, dass sie Blomkvist dabei hilft herauszufinden, wer verantwortlich für den Mord an Harriet Vanger ist.
Nach vergleichsweise leichter Kost wie etwa «The Curious Case of Benjamin Button» oder «The Social Network» findet David Fincher nun zu seinen knallharten «Se7en»- und «Fight Club»-Zeiten zurück. Nur schon der verzerrte Titelvorspann zu Trent-Reznor-Beats gibt gleich zu Beginn den Tarif bekannt. Auch die Folterszenen wurden für den US-Markt nicht entschärft.
Im Gegenteil. So zoomt die Kamera in einer besonders krassen Gewaltszene weg, um gleich in der nächsten Sequenz eine Vergewaltigung aus nächster Nähe zu zeigen. Während Daniel Craig da und dort etwas lustlos agiert, punktet die Newcomerin Rooney Mara auf der ganzen Linie. Und wenn sich das Punkgirl kurz vor Schluss gar nach Zürich aufmacht, um Weichen für die zwei Fortsetzungen zu stellen, dann schlägt das Filmherz von Schweizer Kinofans sogleich höher.
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Geldverschwendung
Ich finde das Remake des schwedischen Melancholie-Thrillers ist nicht nur "veramerikanisiert" worden, die Besetzung ist ebenfalls schwach und kommt nicht an das Original ran. Die amerikanische Lisbeth- Schauspielerin wirkt unauthentisch, übertrieben, gezwungen. Daniel Craig hat vielleicht in Amerika viel Erfolg, ist aber nicht für einen guten Film gemacht. Kinoeintritt Geldverschwendung.
Schlechter Remake
Finde der Film kommt nicht an das Original ran. Er ist für den amerikanischen Markt gemacht. Die Hauptdarsteller sind eher schwach und zum teil unglaubwürdig.