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«Lila, Lila»
17. Dezember 2009 15:05; Akt: 17.12.2009 19:20 Print
«Ich lüge so viel, ständig und leidenschaftlich»
von Lina Selmani, Berlin - Turbulent, witzig und charmant: Die romantische Komödie «Lila, Lila» mit Daniel Brühl feierte zwei Tage vor dem Schweizer Kinostart am 17. Dezember in Berlin Europa-Premiere. 20 Minuten Online war vor Ort, krallte sich die Film-Crew direkt am lila Teppich und hakte nach, wie viel Schweiz eigentlich in der deutschen Produktion steckt.
Mit den Hauptdarstellern Daniel Brühl, Hannah Herzsprung und Henry Hübchen finden wir zwar keine Schweizer Besetzung vor der Kamera, dahinter sieht es jedoch schon ganz anders aus. Die Geschichte des Hochstaplers David Kern (Daniel Brühl), der mit einem gefunden Roman die Bestsellerliste stürmt und genauso stürmisch das Herz der Literaturstudentin Marie (Hannah Herzsprung) erobert, bis der vermeintliche Autor der Geschichte (Henry Hübchen) auftaucht, beruht auf Martin Suters gleichnamigem Bestseller «Lila, Lila».
Obwohl Film und Roman unterschiedlich enden, zeigt sich Martin Suter mit dem Resultat zufrieden: «Ein Film ist halt etwas anderes als ein Buch» meint der Schweizer Schriftsteller gelassen und fügt hinzu: «Ich finde ihn aber wunderschön und hab mich darin wiedererkannt. Obwohl ich am Anfang ein wenig Bedenken hatte, weil das Film-Team so jung ist.»
«Lila, Lila» feierte Ur-Premiere in Zürich
Jung ist vor allem der erst 33-Jährige Schweizer Alain Gsponer, der Regie bei «Lila, Lila» führte. Der mehrfach ausgezeichneten Filmemacher war am selben Tag noch mit Dreharbeiten zu «Der letzte Weynfeldt», einem weiteren Suter-Roman, in Zürich beschäftigt.
Der Wahlberliner erhofft sich eine genauso schöne Premiere wie am 5. Zurich Film Festival, an welchem der Streifen bereits Ende September als Eröffnungsfilm das erste Mal vor Publikum gezeigt wurde. «Es war mir sehr wichtig, dass 'Lila, Lila' am Zurich Film Festival gespielt wird - dafür haben wir sogar ein grösseres Festival abgesagt – aber im Nachhinein hätten wir wohl besser das grosse Festival wahrgenommen...» so Gsponer.
«In Lila, Lila steckt ein gewaltiges Stück Schweiz»
Obwohl er sich dafür einsetzte, dass der Film in Zürich die Weltpremiere erlebte, kam die Limmatstadt als Drehort nicht in Frage: «Martin Suter schreibt deutschsprachige Romane, darum war es klar, dass wir eine Grossstadt auswählen werden, die deutschsprachig sein wird - wie Berlin.»
Neben Autor und Regisseur steht ein weiterer Schweizer hinter dem Film: Karl Spoerri, Koproduzent und Managing Director von Millbrook Pictures AG setzte sich dafür ein, dass Lila, Lila den Urauftritt in Zürich erleben konnte. «In Lila, Lila steckt schon ein gewaltiges Stück Schweiz - nicht nur wegen der Romanvorlage von Martin Suter und der Regie von Alain Gsponer, sondern auch wegen unsere Unterstützung», so Spoerri.
«Ich lüge so viel, ständig und leidenschaftlich»
Die Wahl des Drehortes kam Hauptdarsteller Daniel Brühl nicht ungelegen: «Ich habe die Zeit in Zürich (am 5. Zurich Film Festival) sehr genossen und habe mich sehr wohl gefühlt. Ich bin aber schon ein grosser Berlin-Fan - obwohl ich in Köln aufgewachsen bin. Und obwohl ich im angelbichen Spiesserviertel wohne, kann ich mit Fug und Recht behaupten: Ich bin kein Spiesser.» so der Hauptdarsteller.
Wie auch die Hauptfigur David Kern in «Lila, Lila», gibt Daniel Brühl lachend zu, seinen Mitmenschen im letzten Jahr nicht nur eine Lüge aufgetischt zu haben: «Ich lüge so viel, ständig und leidenschaftlich, dass ich nicht weiss welche die Grösste war - aber es waren ganz bestimmt viele dabei».
Den Trailer zum Film sehen Sie hier:

























