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Wenn Kinski kochte
18. Oktober 2011 12:55; Akt: 18.10.2011 23:39 Print
Der grösste aller Choleriker hat Geburtstag
Heute wäre Klaus Kinski 85 Jahre alt geworden. Er bleibt nicht für seine grandiosen Schauspielkünste in Erinnerung, sondern auch für seine legendären Ausraster. Ein Best-of.
Er gilt als einer der herausragendsten deutschsprachigen Schauspieler aller Zeiten. Oft spielte er psyhopathisch angehauchte Charaktere. Doch Klaus Kinski hat sich nicht nur auf der Leinwand ein Denkmal gesetzt: Seine Ausbrüche an Filmsets, bei Pressekonferenzen und in Talkshows sind legendär. In Zeiten von sauberen Hollywoodstars und öden Talkshows fehlt ein Charakter wie Klaus Kinski. Deshalb hat 20 Minuten Online zum 85. Geburtstag Kinskis seine explosivsten Ausraster zusammengetragen.
Besonders gereizt reagierte Kinski auf Journalisten, die ihm – aus seiner Sicht unangemessen – Fragen stellten. Hier etwa in einem deutschen TV-Interview.
(Quelle: YouTube)
Auch bei dieser Pressekonferenz zu «Nosferatu» im Jahr 1979 kanzelte er einen Journalisten ab. Weil dieser sich traute, Fragen zu stellen. Die Bildqualität ist schlecht, der Ausraster einer seiner unterhaltsamsten.
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Dabei war es Kinski egal, ob die Fragen auf Deutsch oder auf Französisch kamen. Wie bei einer Pressekonferenz in Cannes. Hier bewies er, dass er auf Französisch hervorragend fluchen konnte.
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Noch einmal Frankreich: Selbst in den frühen Neunzigerjahren rastete Kinski noch gerne aus. Und wirft dem französischen Moderator ein beherztes «Fuck You» an den Kopf.
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Bis zum ersten «Fuck You» konnte es aber auch nur einige Sekunden dauern. Wie hier bei einer Talkshow auf Sat.1.
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Besonders aufregen konnte sich Kinski über Menschen im Publikum. Wie hier 1971 bei einem Auftritt seines Bühnenstücks «Jesus Christus Erlöser».
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Derselbe Mann – dieses Mal mit Bart – sechs Jahre später: In einer WDR-Talkshow wird Kinski erneut unterbrochen. Und regt sich darüber köstlich auf.
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Doch Kinski konnte auch charmant, herzlich und witzig sein. Wie hier in der Spielshow «Am laufenden Band» mit Rudi Carell.
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Auch ein Schweizer Moderator machte Bekanntschaft mit dem Schauspieler: 1985 war er bei Kurt Aeschbacher zu Gast. Kinski war entspannt – was ihn nicht von dem einen oder anderen zynischen Kommentar abhielt.
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(nik)
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Alle 28 Kommentare































Was hat die Nachwelt von ihm?
Was hat Kinski denn der Nachwelt wirklich hinterlassen? Wirre Filme, wirre Auftritte, wirres Gedankengut, cholerische Auftritte und ein grandioses Beispiel an Egozentrismus, Selbstverliebtheit und Selbstüberschätzung. Künstler sind oft schwierig, aber die meisten hinterlassen wertvolle und grossartige Werke. Und Kinski???
Kinski der König
Ein Schauspieler wie es ihn in unserer verschleimten öden Filmwelt nie mehr geben wird. Heute ist der Schauspieler das Instrument des Filmgeschäfts. Klaus Kinski instrumentalisierte aber alles um sich herum, er war der Mittelpunkt, einfach phantastisch!
Choleriker?
Choleriker? Klaus Kinski? Ich durfte den grossen Schauspieler 1986, anlässlich der Premiere von Kommando Leopard, dank Hausi Leutenegger, in Wil live erleben. Und das von einer ganz anderen Seite, wie er sich üblich zu zeigen pflegte. Während die meisten Journalisten sich um Hausi Leutenegger scharrten, stand Klaus Kinski nur still lächelnd da. ZU KEINER Zeit sah oder hörte ich ihn ausfällig werden. Das Highlight für mich war aber, als Klaus Kinski auf mich zukam, Fotograf im Schleptau, mir den Arm um die Schulter legte und zum Fotografen sagte: "Mit ihm will ich auch ein Foto". Das Foto ist heute immer noch mein Lieblingsfoto und Klaus Kinski eines meiner grössten Idole. Eine solche Leinwandpräsenz schafften/schaffen die wenigsten!