«Hugo (3-D)»

08. Februar 2012 19:48; Akt: 08.02.2012 19:54 Print

Liebeserklärung an die Magie des KinosLiebeserklärung an die Magie des Kinos

Martin Scorsese inszenierte eine Zuckerbäckergeschichte mit 3-D-Effekten, die sich zur Abwechslung mal wieder lohnen.

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Paris im Jahre 1931: Der 12-jährige Waisenjunge Hugo (Asa Butterfield) lebt alleine in den Gemäuern eines gigantischen Pariser Bahnhofs. Seitdem sein Vater (Jude Law), ein talentierter Uhrmacher, bei einem Brand ums Leben gekommen ist, versteckt sich Hugo auf dem Dachboden hinter einer grossen Bahnhofsuhr. Statt zur Schule zu gehen, muss er die Arbeit seines Onkels übernehmen: Täglich macht er einen Kontrollgang durch die grossen Hallen, um alle Bahnhofsuhren in Schuss zu halten und aufzuziehen.

Dabei muss er sich vor dem strengen Stationsvorsteher (für einmal nicht Borat: Sacha Baron Cohen) in Acht nehmen, der keine Chance auslässt, seinem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Hugos einzige Erinnerungsstücke an seinen Vater sind ein rätselhaftes Notizbuch und ein kaputter Roboter – eine Art Aufziehfigur –, die Hugos Vater vor seinem Tod in seiner Uhrmacherwerkstatt zu reparieren versuchte.

So lebt Hugo zwischen tickenden Uhren und mysteriösen Notizen, bis er eines Tages die neugierige Isabelle (Chloë Grace Moretz) trifft, die sein Leben auf sensationelle Weise verändern wird: Denn sie besitzt einen Schlüssel, der den Roboter zum Leben erweckt. Mit Hilfe von Isabelle und ihrem mysteriösen Onkel, dem legendären Filmpionier Georges Méliès (Ben Kingsley), kommt Hugo einem Geheimnis auf die Spur.

Nur schon der Filmbeginn ist atemberaubend: Da fährt Robert Richardsons 3-D-Kamera durch die verschneite Stadt Paris, zoomt in den Bahnhof, zielt auf die Stationsuhr und landet auf Hugos Augen. Diese unbändige Spielfreude mit der Magie des modernen Erzählkinos zelebriert Martin Scorsese von Anfang bis Schluss.

Einerseits erzählt er in seinem ersten Familienfilm ein erstaunlich erwachsenes Kindermärchen, anderseits ist seine Adaption eines Kinderbuches von Brian Selznick eine Verneigung vor dem französischen Illusionisten Georges Méliès, der zu den Pionieren der Filmgeschichte zählt. Abgesehen von wenigen inhaltlichen Längen ergibt sich eine wunderbare Hommage an die Geburtsstunde des Kinos.

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  • Magen Fox am 09.02.2012 09:33 Report Diesen Beitrag melden

    Total süss

    Seine Augen sind so schön 3