05. November 2007 23:48; Akt: 05.11.2007 23:48 Print

Eurovision: Gunvor ist zurückEurovision: Gunvor ist zurück

Unglaublich, aber wahr: Gunvor wagt nach ihrer Nullnummer vor neun Jahren einen zweiten Anlauf beim Eurovision Song Contest.

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Ob es die Lovebus besser können? Paolo Meneguzzi trat 2008 in Belgrad für die Schweiz an und versagte. Er qualifizierte sich nicht fürs Final. 2007 DJ Bobo scheitert mit «Vampires Are Alive» in der Vorausscheidung. Schuld am Fiasko ist nicht der Song oder der Sänger, sondern die Allianz der osteuropäischen Mitbewerber um die letzten Finalplätze. 2006 landeten six4one mit «If We All Give a Little» auf Platz 17. Hätte schlimmer kommen können, aber nicht viel. 2005 Ein Platz in den Top Ten dank Estland-Pop-Import Vanilla Ninja. Das Trio landet mit «Cool Vibes» auf Platz acht. 2004 «NoGo» für Piero Esteriore & The Musicstars mit «Celebrate». Der Frisör scheitert im Halbfinale. Vielleicht war der Auftritt zu wenig energisch. Wittert jemand eine verpasste Chance? Immerhin hätten alle in einem Mercedes Platz gehabt... 2002 Francine Jordi macht aus der Welt einen besseren Ort mit «Dans le jardin de mon ame». Leider haben die anderen Nationen das nicht honoriert: 22. Platz und wieder ein Jahr aussetzen. 2000: Jane Bogaert verzaubert die Welt mit «La vita cos'é». Die Welt entzaubert Jane Bogaert mit mikrigen 14 Punkten: 20. Platz von 24 Teilnehmenden. Und wieder eine Runde aussetzen. 1998: Der Tiefstpunkt der Schweizer Concours-Geschichte. La Suisse zéro points. Gunvor Guggisberg bekommt für ihr Liedchen «Lass ihn» nicht einen Punkt: 25. und letzter Platz. Wir müssen 1999 draussen bleiben. 1997 ersingt Barbara Berta mit «Dentro di me» nur gerade 5 Punkte. Platz 22 1996 erreicht Kathy Leander mit «Mon coeur l'aime» den 16. Platz. Die Qualifikation für das Folgejahr war trotz magerer 22 Punkte gesichert. 1994 produziert Duilio mit seinem Lied «Sto pregando» den ersten Aussetzer für die Schweiz: Die sieben letztklassierten müssen im Folgejahr aussetzen Duilio erreicht mit 15 Punkten den 19. von 25 Plätzen. 1993 Die Schweiz ist Top! Annie Cotton singt «Moi, tout simplement» und die Welt schenkt Punkte. 148 insgesamt. Platz 3 für die Schweizerin hinter Irland und Grossbritannien. 1992 Daisy Auvray kassiert für «Mister Music Man» 32 Punkte. In der Schweiz ist man zufrieden, weil der 15. Platz um einen Rang besser ist als der des deutschen Teilnehmers. 1991 Sandra Wer? Yep, das ist Sandra Studer. Simo ist der Ledigname ihrer Mutter. Den benutzt sie auf internationalen Bühnen wie zum Beispiel dem Cinecittà Studio 15 in Rom, wo sie für ihren «Canzone per te» 118 Punkte einheimste: Platz 5. 1990 holt Egon Egemann 51 Punkte mit «Musik klingt in die Welt hinaus» Platz 11. 1989 stehen Furbaz für die Schweiz am Start. Mit «Viver senza tei» ersingen sie sich mit dem ersten und bisher einzigen rätoromanisch gesungenen Lied immerhin den 13. Platz. 1988: In einem Hitchcock-Finale und mit einem Punkt Vorsprung gewinnt die Schweiz, die mit einem kanadischen Talent namens Céline Dion und dem Titel «Ne partez pas sans moi» (Musik: Atilla Sereftug, Text: Nella Martinetti) antrat.

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Wir erinnern uns alle daran, wie Gunvor Guggisberg am Eurovision Song Contest 1998 Schiffbruch erlitt. Keinen müden Punkt ersang sie für die Schweiz; ihr Song «Lass ihn» floppte auf der ganzen Linie.

Trotzdem hat die Bernerin nicht aufgegeben und will es jetzt noch einmal wissen: «Ja, es ist wahr, ich habe mich für die Teilnahme am nächsten Eurovision Song Contest beworben», bestätigt die 33-Jährige ihr ESC-Comeback. «Ich habe meinen Song bei verschiedenen Ländern eingereicht», erzählt die KV-Angestellte weiter. Bei welchen, will sie nicht sagen, aber: Die Schweiz gehöre nicht dazu – weil die ohnehin keine Chance habe.

Zudem gehe es ihr nicht darum, irgendjemandem etwas zu beweisen, betont Gunvor. «Ich finde den Contest einfach eine tolle Plattform und träume von einer zweiten Chance», sagt sie. Grosse Hoffnungen macht sie sich aber nicht: «Es wird schwierig werden, in den jeweiligen Final zu kommen, aber man kann es ja mal versuchen», meint sie.

Marlies Seifert