07. April 2008 11:04; Akt: 07.04.2008 15:12 Print

Massenmörder macht MusikMassenmörder macht Musik

Wie klingt die Musik eines Serienkillers? Wer seine morbide Neugier befriedigen möchte, kann dies neuerdings online tun: Der 1971 zum Tod und danach zu lebenslanger Haft verurteilte Charles Manson hat ein Musikalbum ins Internet gestellt.

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Charles Manson, verurteilter Mehrfach-Mörder, Anführer der berüchtigten «Family», der den Mord an Hollywoodstar Sharon Tate und sieben weitere Personen anordnete ... tja ebendieser Charles Manson ... ... hat das Musikalbum «One Mind» veröffentlicht. Der Soundtrack des Massenmords, gewissermassen. Doch Kenner mag das nicht weiter erstaunen, denn bevor Manson zweifelhaften Weltruhm als Mehrfach-Mörder erlangte ... ... versuchte er sich als Songschreiber. Das Album «Lie: The Love And Terror Cult» wurde während dem Prozess zum Sharon-Tate-Mord veröffentlicht, um Mansons Anwaltskosten zu decken. Charles Manson betätigt sich aber auch als Kunstmaler. «Night Drawing» heisst dieses Werk. Und hier haben wir ein Manson-Porträt, gemalt von John Wayne Gacy ... ... auch bekannt als der «Killer Clown». Gacy hat 33 Morde auf dem Gewissen. John F. Kennedy, gemalt von Gacy. «Sex Skull» von John Wayne Gacy. «Greta Garbo» von Kevin Haley (acht Morde). Ein Werk von Richard Ramirez Alias «The Night Stalker» (mindestens 16 Morde). Ottis Toole, verurteilt wegen Mord und Kannibalismus, malt Monsterbilder ... ... ebenso sein Komplize Henry Lee Lucas ... Doch Henry Lee Lucas kann auch anders, wie dieses Bild hier beweist. So malt Gerald Stano, 1998 wegen 41-fachem Mord hingerichtet. Ein Werk von Charles Ng ... ... auf sein Konto sollen 25 Morde gehen. Ein Landschaftsbild von Angelo Buono ... ... auch bekannt als der «Hillside Strangler». «Hallo Entchen» von Carol M. Bundy, eine Hälfte der «Sunset Strip Killers».

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Das Internet ermöglicht es jedermann, mit den Massen zu kommunizieren - auch Serienkillern. Nicht genug, dass bereits ein bizarrer Kult um Killer-Kunst besteht, nun hat Charles Manson, überführter Mörder und Führer der berüchtigten Sekte «The Family», das Album «One Mind» im Web veröffentlicht. Manson, der die Morde an Hollywoodstar Sharon Tate und sieben weiteren Personen anordnete, veröffentlichte das Album jüngst unter der «Creative Commons»-Lizenz, eine Lizensierungsform, welche es den Hörern erlaubt, die Musik legal runterzuladen und zu kopieren, so lange dies nicht für kommerzielle Zwecke erfolgt. «One Mind» wird nun auf Limewire zum Download angeboten.

Vom Songwriter zum Massenmörder

Bevor Manson zweifelhaften Weltruhm als Mehrfach-Mörder erlangte, versuchte er sich als Songschreiber. Einer seiner Songs, «Cease to Exist», wurde als «Never Learn Not to Love» von den Beach Boys aufgenommen. Diversen Quellen zufolge war die Ablehnung seiner Demotapes durch den Musikproduzenten Terry Melcher einer der Gründe, die zu Mansons mörderischem Verhalten führten.

Manson, der eine lebenslängliche Haftstrafe absitzt, hatte wohl genug Freizeit, das neue Album Stück für Stück aufzunehmen. In der Vergangenheit betätigte er sich auch als Maler. Für seine Bilder bezahlen Kunstsammler inzwischen hohe Preise.

Video: Charles Manson singt - und erklärt, weshalb er lieber auf eine Musikkarriere verzichtete.

Charles Manson: «Home is Where You're Happy»