Geoffrey Gurrumul Yunupingu - «Gurrumul»

10. August 2009 21:41; Akt: 10.08.2009 19:43 Print

Von der australischen Steppe auf den Pop-OlympVon der australischen Steppe auf den Pop-Olymp

von Maja Hornik - Seine Geschichte liest sich wie der amerikanische Traum: vom Tellerwäscher zum Millionär. Nur stammt Geoffrey Gurrumul Yunupingu nicht aus den USA, sondern aus dem nordöstlichen Teil Australiens.

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Als erster Aborigine schaffte der von Geburt an blinde Sänger den Sprung auf den internationalen Pop-Olymp. Down under erhielt sein Debütalbum «Gurrumul» in kurzer Zeit Doppelplatin, weltweit sprang es prompt an die ­Spitze der Amazon- und iTunes-Charts.

Zu seiner Fangemeinde zählt nicht nur ein breites Mainstream-Publikum – auch Weltstar Elton John zeigte sich begeistert und lud ihn prompt persönlich dazu ein, sein Konzert im australischen Darwin zu eröffnen.

Das Erfolgskonzept ist nichts Neues und trotzdem trifft der ungewöhnliche Musiker den Nerv der Zeit: «Gurrumul» ist schlichtes Songwriting begleitet von ­Gitarre und Bass, wie es schon Surferboy Jack Johnson vorgemacht hat. Mit seiner glasklaren und ergreifenden Stimme erzählt der 39-Jährige überwiegend im Yolngu-Dialekt die Geschichte seines Volksstammes. Zugegeben, «Gurrumul» ist nicht jedermanns Sache, wer sich aber dennoch auf das Album einlässt, für den kann es zu einem einzigartigen Hörerlebnis werden.