Leiche im Keller

10. März 2009 10:19; Akt: 10.03.2009 10:29 Print

Roger Moore bereut Vogel-MordRoger Moore bereut Vogel-Mord

Gewissen bizarr: Sir Roger Moore fühlte sich wie ein «Mörder», nachdem er eine Schwalbe tötete. Der tödliche Vorfall ereignete sich in seiner Kindheit ...

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Roger Moore wurde am 14. Oktober 1927 in Stockwell, London geboren. Kurz hatte der junge Moore noch am Zweiten Weltkrieg teilgenommen, dann wandte er sich einer Bühnenkarriere zu. Ausserdem verkaufte sich Moore in den Nachkriegsjahren als Dressman und Model. Hier ein Bild aus dem Jahr 1950. 1953 ging Moore nach Hollywood, wo er in einigen Nebenrollen zu sehen war. Hier mit Hollywood-Star Lana Turner in "Diane" 1956. Zu dieser Zeit war Roger Moore mit der englischen Sängerin Dorothy Squires verheiratet. Die Ehe dauerte 16 Jahre. Berühmt und schwerreich machten Roger Moore aber die populären TV-Serien: "Maverick" 1960 - 1961... ...Der schöne Ritter auf dem weissen Pferd: "Ivanhoe" 1958 - 1959. Ebenfalls in guter Erinnerung blieben die - bis 1969 insgesamt 120 - Folgen als Superheld "The Saint - Simon Templar". Die "Saint"-Shows gelten heute als Kult. Simon Templar bekämpfte Bösewichte, fuhr einen Volvo-Sportswagen und beschäftigte sich mit schönen Frauen. Alles mit einer gehörigen Portion Selbstironie- versteht sich. Dabei kam erstmals Moores späteres berühmt-berüchtigtes Bond-Markenzeichen zum Zug: Bei Erstaunen Augenbrauen hoch! Roger Moore wurde mit der Simon-Templar-Rolle sozusagen auf James Bond getrimmt. Eine der witzigsten Gangster-Serien überhaupt folgte 1971-1972 mit "The Persuaders" (Deutsch: "Die Zwei"). Roger Moore und Tony Curtis spielten die wohlhabenden Playboys Lord Brett Sinclair und Danny Wilde, die von einem Richter dazu angehalten werden, Fälle abzuschliessen, die die Polizei nicht lösen kann. Obwohl die beiden absolut gegensätzliche Wesen sind, entwickelt sich während ihrer Abenteuer eine dicke Freundschaft zwischen den beiden. 1973 war es dann soweit. In "Live And Let Die" spielte Roger Moore erstmals James Bond. Er drehte in der Folge mehr Bond-Filme als sein Vorgänger Sean Connery und wurde für eine ganze Generation "der" Bond schlechthin. Hier klettert Bond die Felsen von Meteora hoch in "For Your Eyes Only" (1981). Roger Moore mit den Bond-Girls aus "The Man With The Golden Gun" (1974): Brit Eklund und Maud Adams. Der schwer zu überwindende Gegner "Jaws", dargestellt von Richard Kiel, tauchte gleich in zwei Bond-Filmen auf: "The Spy Who Loved Me" (1977) und "Moonraker" (1979). Die Bond-Girls aus "The Spy Who Loved Me": Caroline Munro und Barbara Bach. Roger Moore mit Brit Eklund. Bond als Kampfsportler in "The Man With The Golden Gun". Letzmals spielte Moore die Bond-Rolle 1985 an der Seite von Grace Jones in "A View To A Kill". Roger Moore war fast 60 Jahre alt. Neben der Bond-Figur spielte Moore während den Siebzigern in einer Reihe weiterer Filme mit. Der bekannteste Streifen ist wohl "The Wild Geese" (Deutsch: "Die Wildgänse kommen!") 1978. Seit dem Ende seiner Bond-Zeit hat sich Roger Moore weitgehend aus dem Film-Geschäft zurückgezogen. Er widmet sich sehr intensiv seiner Aufgabe als Unicef-Goodwill-Botschafter (hier mit Botschafter-Kollegin Angelina Jolie). Moore lebt heute mit seiner vierten Ehefrau Kristina zusammen... ... und verbringt seine Winterferien regelmässig in seinem Ferienhaus in Gstaad.

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Im Kindesalter beendete der britische Altstar das Leben einer nistenden Schwalbe, indem er einen Stein nach ihr warf. Der Vorfall weckte jedoch Schuldgefühle in ihm und seitdem hat er eine Abneigung gegen den Jagdsport.

Der 81- Jährige berichtete der britischen Zeitschrift «Country Living»: «Ich war in einer Scheune mit einigen anderen Jungs und wir sahen eine Schwalbe, die in den Dachsparren nistete. Ich war sehr dumm, wie Jungen es oft sind, und in einem Moment des Wahnsinns warf ich einen Stein nach ihr und der Vogel fiel tot zu Boden. Ich fühlte mich schrecklich, wie ein Mörder. Der Vorfall liess mich all diese Jahre nicht los und hatte eine solche grundlegende Wirkung auf mich, dass ich absolut gegen jegliche Art von Jagdsport bin, ich verabscheue die Jagd und das Schiessen.»

Aus seiner Abneigung gegen jegliche Art von Gewalt hat der Schauspieler, der für die Rolle des James Bonds Schusswaffen und Martial Arts anwenden musste, nie ein Geheimnis gemacht. Erst letztes Jahr verriet er, dass er schockiert darüber war, dass er als Bond in «The Man With The Golden Gun» der Schauspielerin Maud Adams androhen musste, ihr den Arm zu brechen. Dazu erklärt er: «Mit dieser Art von Charakterisierung stimmte ich nicht überein, aber der Regisseur Guy Hamilton wollte Bond rücksichtsloser machen. Ich schlug vor, dass mein Bond die Information aus ihr herausbekommen hätte, indem er sie erst ins Bett bekommt. Mein Bond war ein Liebhaber und eine Kichererbse, aber ich schloss mich Guy an.»

(Bang)