Kastration entgangen

23. Oktober 2009 10:35; Akt: 23.10.2009 14:06 Print

Glück gehabt, Herr Polanski!Glück gehabt, Herr Polanski!

Am 22. Oktober verabschiedete Polen ein drakonisches Gesetz. Kinderschänder sollen nach Verbüssen der Haft mit der chemischen Zwangskastration ruhig gestellt werden. Roman Polanski dürfte aber auch bei einer Polenreise mit einem blauen Auge, beziehungsweise intakten Genitalien davonkommen.

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Kinderschänder in Polen müssen sich künftig nach dem Abbüssen ihrer Haftstrafe einer chemischen Zwangsbehandlung unterziehen (20 Minuten Online berichtete). Diese dämpft den Sexualtrieb massiv. Die Gerichte sind verpflichtet, Straftäter, die Minderjährige unter 15 Jahren vergewaltigt haben oder Inzest mit Kindern begangen haben, für eine obligatorische Behandlung einzuweisen.

Obwohl Roman Polanski nie als Vergewaltiger verurteilt wurde, bekannte er sich der Unzucht mit einer 13-Jährigen für schuldig - und müsste sich deshalb zumindest mit der Möglichkeit einer solchen Bestrafung auseinandersetzen. Umso seltsamer mutet es da an, dass eben das offizielle Polen die USA um Gnade für Polanski bitten will. Die polnische Botschaft in Bern bot dem Regisseur darüber hinaus auch Konsularhilfe an. Gelten hier also doch verschiedene Massstäbe der Behandlung von Künstlern?

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  • Frank Steiner am 18.11.2009 14:54 Report Diesen Beitrag melden

    Hans Gross

    Wer gibt hier unqualifizierte Kommentare von sich? Wohl eher Sie. Polanski hatte Sex mit einem minderjährigen Groupie (nichts anderes war die Kleine). Dies war eine einmalige Sache (und sicherlich nicht sonderlich clever). Aber deswegen ist der Mann noch lange kein Pädophiler! Ausserdem ist die Sache 30 Jahre her und das sogenannte "Opfer" hat ihm längst verziehen. Also was soll all der Hass gegen diesen genialen Regisseur bzw. einen Menschen, der schon so vieles durchgemacht hat (Stichworte: Warschauer Ghetto & die Ermordung seiner schwangeren Frau durch die Manson-Family)??

  • Der Korrespondent am 23.10.2009 21:40 Report Diesen Beitrag melden

    Richtigstellung

    1. Es handelt sich um eine Gesetzesvorlage, die erst die erste Hürde im polnischen Parlament genommen hat. 2. Es ist nicht von Kastration die Rede sondern von medikamentöser Ruhigstellung. Vergleichbar mit einer Therapie, wie sie in der Schweiz bereits durchgeführt wird.

  • Hans Gross am 23.10.2009 15:59 Report Diesen Beitrag melden

    edi mueller

    edi mueller's Halbwissen ist gemein gefährlich und führt zu solch unqualifizierten Kommentaren! Leute, die Pädophilie herunterspielen setze ich auf eine Stufe mit Kinderschändern!