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28. Dezember 2006 11:29; Akt: 28.12.2006 12:04 Print
Stars feiern im Schweizer Winter
Sind es Geld- und Steuerfragen oder vor allem Schnee, Ruhe und Luxus, die Prominente zum Jahreswechsel in Schweizer Wintersportorte locken?
In Gstaad und St. Moritz trifft man sie auf offener Strasse - beziehungsweise Piste. In Zermatt geniessen Wirtschafts- und Politgrössen vor allem die Ruhe.
Er auch: Bond-Darsteller Roger Moore besitzt Ferienhäuser in Gstaad und Crans Montana.(Bild: Keystone)
Johnny Hallyday am Zügeln, Hallyday im Hubschrauber, Hallyday auf dem Sessellift, Hallydays Familie am Einkaufen - Gstaad ist mit seinem prominenten Zuzug in allen Medien. Tourismusdirektor Roger Seifritz sieht aber nicht nur Positives. Etwas störend sei der Ruf, eine Oase für Steuerflüchtlinge zu sein. Seifritz: «Und das im Kanton Bern.» Positiv sei dafür, dass nun die ganze Welt wissen wolle, was das Geheimnis von Gstaad sei. «Die Vielfältigkeit», beginnt der Tourismusmann dann jeweils und fährt mit «der Echtheit» fort. In Gstaad gebe es eben noch das Ursprüngliche, Bauern, Kühe.
Paris Hilton in Gstaad?
Vielleicht verbringen gerade deshalb Prominente wie Roman Polanski, Formel-1-Guru Bernie Ecclestone, Günter Netzer und Gunter Sachs ihre freien Tage immer wieder in Gstaad. Sind sie den schon da? Seifritz sagt nur: «Die sind in Gstaad auch schon gesehen worden.» Und Paris Hilton? Sie hat doch auch schon für ziemlichen Wirbel gesorgt. «Wir werden sehen», sagt Seifritz. Sicher zu Besuch sind Prinz Vittorio Emanuele von Savoyen und seine Frau Marina. Auch der Modedesigner Valentino und Ursula Andress wurden auf einem Gstaad-Bummel von Fotografen abgelichtet.
Von den Parties würde man eh kaum etwas mitbekommen, sagt der Tourismusdirektor. «Die finden privat statt, in eigenen Chalets mit eigenem Catering-Service», sagt Seifritz. «Das ist nicht mehr wie früher.»
St. Moritz: Schneesicher
Ganz anders in St. Moritz. Dort trifft sich die Prominenz auf der Piste, bei den Juwelieren und natürlich im Palace. Wer an St. Moritz im Winter denkt, denkt an die Flick, die von Opel, die Burda, die Onassis und die Niarchos. Und auch an den Kokain-Konsum, der im Nobel-Skiort Rekordwerte erreicht (20minuten.ch berichtete). Hauptsache, gut fürs Geschäft - einige Luxusläden seien gar schon das erste Mal leer gekauft gewesen, sagt Hanspeter Danuser. «In meinen 29 Jahren hier habe ich noch nie so etwas erlebt», sagt der Kurdirektor. Alle seien sie da, aus Politik und Wirtschaft und Showbiz. Nur Namen, die will er partout nicht Preis geben. Sind es denn Liz Hurley, Willy Bogner, Klaus Jacobs, Jürg Marquard und Ivana Trump? «Ach, die finden sie ja in unserem Telefonbuch», sagt Danuser und lacht. «Nein, mehr sage ich nicht.» Nur so viel: Einige europäische Königshäuser seien gut vertreten. Und aus Russland kommen Industrielle und Banker.
Schauspieler Hugh Grant ist derweil schon auf den Pisten von Verbier unterwegs gewesen.
Pragmatisch gibt man sich auch am Fusse des Matterhorns. «Es hat Schnee und es hat Prominenz», sagt der Zermatter Tourismusdirektor Roland Imboden und nicht mehr. Robbie Williams war schon einmal da, früher, jedenfalls. «Das sind jeweils Nacht- und Nebel-Aktionen», sagt Imboden. Jeder Ort brauche doch etwas Spezielles - in Zermatt sei es die Ruhe, auch für die Promis. «Und Schnee», sagt Imboden.
(dapd)

























