Roger Moore

26. Juni 2009 15:43; Akt: 26.06.2009 16:16 Print

«Deutsche lachen über Furzgeschichten»«Deutsche lachen über Furzgeschichten»

«Der Fäkalwitz wird hochgeschätzt»: Der ehemalige Bond-Darsteller Sir Roger Moore hat offenbar einen ganz besonderen Humor.

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Roger Moore wurde am 14. Oktober 1927 in Stockwell, London geboren. Kurz hatte der junge Moore noch am Zweiten Weltkrieg teilgenommen, dann wandte er sich einer Bühnenkarriere zu. Ausserdem verkaufte sich Moore in den Nachkriegsjahren als Dressman und Model. Hier ein Bild aus dem Jahr 1950. 1953 ging Moore nach Hollywood, wo er in einigen Nebenrollen zu sehen war. Hier mit Hollywood-Star Lana Turner in "Diane" 1956. Zu dieser Zeit war Roger Moore mit der englischen Sängerin Dorothy Squires verheiratet. Die Ehe dauerte 16 Jahre. Berühmt und schwerreich machten Roger Moore aber die populären TV-Serien: "Maverick" 1960 - 1961... ...Der schöne Ritter auf dem weissen Pferd: "Ivanhoe" 1958 - 1959. Ebenfalls in guter Erinnerung blieben die - bis 1969 insgesamt 120 - Folgen als Superheld "The Saint - Simon Templar". Die "Saint"-Shows gelten heute als Kult. Simon Templar bekämpfte Bösewichte, fuhr einen Volvo-Sportswagen und beschäftigte sich mit schönen Frauen. Alles mit einer gehörigen Portion Selbstironie- versteht sich. Dabei kam erstmals Moores späteres berühmt-berüchtigtes Bond-Markenzeichen zum Zug: Bei Erstaunen Augenbrauen hoch! Roger Moore wurde mit der Simon-Templar-Rolle sozusagen auf James Bond getrimmt. Eine der witzigsten Gangster-Serien überhaupt folgte 1971-1972 mit "The Persuaders" (Deutsch: "Die Zwei"). Roger Moore und Tony Curtis spielten die wohlhabenden Playboys Lord Brett Sinclair und Danny Wilde, die von einem Richter dazu angehalten werden, Fälle abzuschliessen, die die Polizei nicht lösen kann. Obwohl die beiden absolut gegensätzliche Wesen sind, entwickelt sich während ihrer Abenteuer eine dicke Freundschaft zwischen den beiden. 1973 war es dann soweit. In "Live And Let Die" spielte Roger Moore erstmals James Bond. Er drehte in der Folge mehr Bond-Filme als sein Vorgänger Sean Connery und wurde für eine ganze Generation "der" Bond schlechthin. Hier klettert Bond die Felsen von Meteora hoch in "For Your Eyes Only" (1981). Roger Moore mit den Bond-Girls aus "The Man With The Golden Gun" (1974): Brit Eklund und Maud Adams. Der schwer zu überwindende Gegner "Jaws", dargestellt von Richard Kiel, tauchte gleich in zwei Bond-Filmen auf: "The Spy Who Loved Me" (1977) und "Moonraker" (1979). Die Bond-Girls aus "The Spy Who Loved Me": Caroline Munro und Barbara Bach. Roger Moore mit Brit Eklund. Bond als Kampfsportler in "The Man With The Golden Gun". Letzmals spielte Moore die Bond-Rolle 1985 an der Seite von Grace Jones in "A View To A Kill". Roger Moore war fast 60 Jahre alt. Neben der Bond-Figur spielte Moore während den Siebzigern in einer Reihe weiterer Filme mit. Der bekannteste Streifen ist wohl "The Wild Geese" (Deutsch: "Die Wildgänse kommen!") 1978. Seit dem Ende seiner Bond-Zeit hat sich Roger Moore weitgehend aus dem Film-Geschäft zurückgezogen. Er widmet sich sehr intensiv seiner Aufgabe als Unicef-Goodwill-Botschafter (hier mit Botschafter-Kollegin Angelina Jolie). Moore lebt heute mit seiner vierten Ehefrau Kristina zusammen... ... und verbringt seine Winterferien regelmässig in seinem Ferienhaus in Gstaad.

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«In England lieben wir schmutzigen Pennälerhumor,» sagte der 80-Jährige der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Samstagausgabe). «Der Fäkalwitz wird hochgeschätzt; man spricht von skatologischem Humor.» Er ist davon überzeugt, dass auch die Deutschen diesen Humor schätzen: «Deutsche lachen über Furzgeschichten.»

Den letzten James-Bond-Film fand Moore, der den Geheimagenten insgesamt siebenmal darstellte, nicht so amüsant. «Ich mochte Daniel Craig in 'Casino Royale'. Er ist ein wirklich guter Bond», sagte er zwar. Aber beim letzten Film habe ihn der Regisseur «ein bisschen irritiert. Nun war der letzte Film der allererfolgreichste. Ich hoffe also, dass sie jetzt nicht auf den Publikumsgeschmack zurückschliessen, sondern wieder mehr zum alten Stil zurückfinden».

Schafsaugen zum Dinner

Privat musste der Engländer einmal eine Szene erleben, die er als James Bond gespielt hatte. Bei einem Dinner, zu dem ihn Scheichs in Kairo eingeladen hatten, habe er als Ehrengast tatsächlich Schafsaugen serviert bekommen, erzählte er. «Mein erster Gedanke war es, schnellstens das Kamel zu satteln und mich davonzumachen. Weil das nicht geduldet wurde, war meine zweiter Plan: ganz schnell schlucken.» Am nächsten Tag musste er dann wegen Unterleibsschmerzen zum Arzt. «Der hat mich dann gebeten, mich vornüberzubeugen. Da sagt der Arzt von hinten: Ich sehe nicht, was das Problem ist. Darauf ich: Aber das Problem sieht sie; es ist nämlich ein Auge»,» scherzte Moore.

(dapd)