Die Antwoord

06. Februar 2012 19:25; Akt: 06.02.2012 19:35 Print

Wie von einem anderen PlanetenWie von einem anderen Planeten

von Marlies Seifert - «I Fink U Freeky» – welche Sprache sprechen die denn? Englisch mit Afrikaans-Akzent. Damit wurde die südafrikanische Rap-Truppe Die Antwoord 2010 völlig überraschend zum Hype der Stunde.

Trailer zu TEN$ION von Die Antwoord. (YouTube)
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«In Zhe Overseas They Think I Am the Shizzle» – bringt es Rapperin Yo-Landi auf den Punkt. Die internationale Kreativ-Szene empfing das skurrile Trio von der Südspitze Afrikas in seinen Reihen, drängte sich in engen Clubs, um zu billigen Jahrmarkt-Rhythmen zu tanzen und lauthals Texte zu skandieren, die man bestenfalls halbwegs versteht. Ob das Ganze ein aus dem Ruder gelaufener Witz oder doch bitterer Ernst war, wusste keiner so genau. Die Scheusslichkeit der Musik übte eine seltsame Anziehungskraft aus.

Inzwischen sind zwei Jahre vergangen und Yo-Landi, Ninja und DJ Hi-Tek legen ihr zweites Album «Ten$ion» vor. Darauf hat sich das Trio vom Kuriositätenkabinett für Ach-so-Coole zum massentauglichen Rap-Rave-Act gemausert. Der Trash-Faktor ist deutlich niedriger als auf dem Debüt «$O$» und die Rap-Parts sind ausgefeilter.

Ungewohnte Ohren brauchen noch immer Zeit, um sich an den Clash zwischen harten Elektro-Beats und ultraschnellem Sprechgesang zu gewöhnen. Die Truppe selbst nennt ihren Stil Zef. Das Gemisch klingt wie von einem anderen Stern. Ob es direkt aus den Ghettos von Kapstadt kommt oder Die Antwoord doch nur ein Kunstprojekt sind, spielt dabei gar keine Rolle mehr. Die Songs machen so oder so Laune.

Die Antwoord, «Ten$ion», Interscope/Universal.

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  • gast am 07.02.2012 07:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    omg 

    Das macht einem ja angst... und das soll musik sein?