Désirée aus Basel

21. August 2009 12:58; Akt: 23.08.2009 11:57 Print

Gräfin gesucht, Öffentlichkeit gefundenGräfin gesucht, Öffentlichkeit gefunden

Désirée Scherrmesser will bei der TV-Kuppelshow «Gräfin gesucht» einen reichen Blaublüter bezirzen. Es ist aber beileibe nicht der erste Versuch der Baslerin, ins Rampenlicht zu kommen.

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«Meine Mutter hat mich bei ‹Gräfin gesucht› angemeldet», erklärte Désirée Scherrmesser gegenüber 20 Minuten. Und ihre Chancen stehen gut: Christoph Graf von Preysin hat Gefallen an der blonden Baslerin gefunden, auch wenn er noch weitere Kandidatinnen sichten wird. Angst zu verlieren habe sie nicht, sagt die 23-Jährige.

Nicht nur auf Sat.1 steht sie im Fokus: Aktuell bewirbt sie sich etwa um den Titel «Traumfrau des Jahres 2009», die von den Lesern des deutschen FHM-Magazins gekürt wird. Hier posiert sie in rosa Unterwäsche und gibt ihre Masse, 90-65-85 preis. Mit einer Durchschnittsnote von 4,56 liegt sie jedoch abgeschlagen im Mittelfeld und hat kaum Aussichten, die Wahl noch zu gewinnen.

«SonntagsGirl» bringt «Sex Appeal»

Ins Blatt geschafft hat es Désirée dagegen beim «Sonntags-Blick» - und auch einen Titel gewonnen. Sie ist das «SonntagsGirl» der Konkurrenz gewesen und verriet dem Blatt anno dazumal: «Ich möchte gerne beim Fernsehen so richtig Karriere machen!» Bewegtbilder von ihr sah man daraufhin jedoch nur, als sie Teil einer gefilmten EM-WG während des Fussballturniers 2008 war. «Ich bringe Sex-Appeal in die WG», kündigte sie damals an.

Einen erneuten Anlauf, ins Fernsehbusiness einzusteigen, unternahm die Dame dann im vergangenen Winter, als eine neue Moderatorin für die «Tele Züri»-Sendung «Swissdate» gesucht wurde. Auch hier klappte es nicht mit der grossen TV-Karriere. Gabriela Ursprung ergatterte den Job und Désirée beklagte sich: «Wegen meines Dialekts» sei sie ausgeschieden, erklärte sie gegenüber 20 Minuten. «Die haben von Anfang an nur dumme Sprüche über mich gerissen. Ich hatte nie eine Chance.»

«Tele Züri» dementierte, dass es an der Sprache gelegen habe. «Beim Probeinterview mit Patricia Boser hat sie suggestive statt direkte Fragen gestellt. Sie war auch offensichtlich nervös und hat sich in ihren Sätzen verheddert», sagte etwa das damalige Jurymitglied Joël Gilgen, der vor Ursprung die Show moderierte.

«Ich will mir keinen reichen Mann angeln»

Als «Rampensau» will sich Désirée aber nicht hinstellen lassen. Gegenüber 20 Minuten Online stellt sie klar: «Ich will mir keinen reichen Mann angeln. Finanziell bin ich eigenständig und auch abgesichert», sagt sie mit Blick auf «Gräfin gesucht». Und mit Bezug auf ihre Bewerbung bei «Tele Züri»: «Das mit SwissDate ist wirklich doof gelaufen.»

Über ihr Foto bei der Wahl zur «Traumfrau des Jahres 2009» kann sie selbst bloss lachen. «Das ist wirklich schlecht! Die Idee mit FHM ist ohnehin aus dem Spass heraus entstanden.» Dass sie die Öffentlichkeit sucht, gibt die 23-Jährige aber selber zu. «Wie gesagt, ich will ja auch mal etwas in Richtung Moderation machen. Meine Familie sagt, ich bin für das Rampenlicht geboren.»


(phi/20 Minuten)