Sadomaso

13. Oktober 2009 22:15; Akt: 22.02.2010 12:15 Print

«Unfreiwilliges Coming-out hat mir geholfen»«Unfreiwilliges Coming-out hat mir geholfen»

In der gestrigen «Sex nach 9»-Sendung drehte sich alles rund um Dominanz, Unterwerfung und Fesselndes. Fünf Zuschauer berichteten von ihrem Einstieg in das Fessel- und Lustschmerz-Erlebnis und ihre Probleme mit der BDSM-Neigung. Die Aufzeichnung der Live-Sendung «Sex nach 9» gibt es hier.

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Aufzeichnung der Live-Sendung vom 13. Oktober. Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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«Sadomasochismus ist heutzutage immer noch ein Tabuthema. Die SM-Szene befindet sich im Moment etwa da, wo die Schwulenszene vor etwa 20 Jahren war», sagt Studiogast Michel Wiederkehr, Vizepräsident der BDSM-Community Schweiz. Vor allem junge Menschen haben bei dem Thema grössere Berührungsängste.

Start in die BDSM-Welt

Obwohl die Eintrittsbarrieren nicht unbedingt niedrig sind, wie sich im Verlauf des Gesprächs herausstellt, finden einzelne dennoch früh Zugang. So wie Julliet: «Ich habe mich bereits mit 15 Jahren für Sadomasochismus interessiert», verrät sie im Gespräch. Doch zu ihrer Neigung zu stehen und diese wirklich auszuleben, hat ihr ein ganz anderes Erlebnis verholfen: «Ich hatte ein unfreiwilliges Coming-out. Meine Mutter hat zufällig mein Handy in die Hände bekommen, auf dem eindeutige SMS waren.» Inzwischen hat ihr Umfeld keine Probleme mehr mit ihren Neigungen. Und schon bald fand sie für sich heraus: «Mich reizt vor allem der devote Part beim SM-Spiel.»

Partner als Bremse und Motivator

Recht früh gewisse Vorlieben entdeckt hat auch Ravena (37): «Ich habe SM-Tendenzen, seit ich denken kann.» Doch sie kam irgendwann wieder davon ab, weil sie nicht den richtigen Partner fand. Einen Partner hingegen hat Kevin, der seit drei Jahren mit seiner Freundin zusammen ist. Dafür hat er ein ganz anderes Problem: «Sie steht auf SM, ich aber überhaupt nicht.» Er fragt sich, wie er damit umgehen und wie weit er gehen soll, ihr zuliebe. Wiederkehr rät ihm: «Man soll entsprechend seinen Bedürfnissen den richtigen Weg finden.» Alle weiteren Fragen und Antworten, und wie S/M-Spiele abgesichert werden können, sodass beide Partner wirklich vollen Lustgewinn erleben, erfahren Sie in der Aufzeichnung der Sendung oben.

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(oku/hes)

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  • jan camenzind am 28.01.2010 15:52 Report Diesen Beitrag melden

    was ist denn so falsch daran

    ich frage mich was gegen solche spiele auzusetzen ist ich selbst bin erst 15 und stehe auf leichten masuchismus(rückenaufkratzen, beissen ect) wegen dem bin ich doch noch langen kein anderer mensch solange es den partner nicht abturnt spricht doch überhaupt nichts dagegen.

  • Carlo am 20.10.2009 17:48 Report Diesen Beitrag melden

    hoffe bald kann man darüber reden

    Es wäre schön wenn man bald über S/M reden kann. Daass ich schwul bin ist kein geheimniss, aber dass ich auf harte Zucht stehe, weiss fast niemand. Und das ich auf extreme Spiele stehe überhaupt niemand, ausser der Partner.

  • Bondagelover am 15.10.2009 21:08 Report Diesen Beitrag melden

    Das Thema gehört in den Sexualunterricht

    Ich stellte bei mir schon als Kind fest, dass Fesselspiele oder Bilder von gefesselten Personen bei mir eine sexuelle Erregung auslösen. Leider wurde ich damals nicht über BDSM aufgeklärt und so glaubte ich lange Zeit, nicht normal zu sein. Erst der Zugang zum Internet hat das verändert.