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08. Mai 2008 10:45; Akt: 08.05.2008 11:01 Print
Der Millionenwitz – und diese Promis fielen darauf rein
Was hat es mit der ominösen TV-Serie «Scarlet» auf sich? Die Premierenfeiern in Hollywood und London brachten die Wahrheit ans Licht: Nichts ist, wie es scheint. Und die Promis fielen drauf rein…
Wochenlang geisterte der Trailer von «Scarlet durch den englischsprachigen Raum (20 Minuten Online berichtete): Aufwändige Stunts wiesen auf eine Action-Serie mit der schönen Natassia Malthe hin. Mit Spannung war deshalb die Premiere von «Scarlet» am 28. April in Hollywood erwartet worden: 500 Gäste hatten sich eingefunden, um zu erfahren, was da jetzt eigentlich gedreht wurde.
Der «Scarlet»-Trailer. Quelle: You Tube
Dann der Coup: «Scarlet» ist nicht etwa eine Fernsehserie, sondern eine neue Fernseher-Produktlinie der Elektronikfirma «LG». Der koreanische Konzern hat sie alle genarrt: Plötzlich machte auch der letzte Satz im Trailer - «Nichts ist, wie es scheint» - einen Sinn. Auch zur Londoner Premiere zwei Tage später erschienen Promis, die gewiss nicht damit gerechnet haben, auf einer Werbeveranstaltung zu landen.
Medien fielen herein
Branchendienste wie die seriöse «Internet Movie Database» sind auf den PR-Scherz hereingefallen. Nachdem öffentlich wurde, worum es bei «Scarlet» wirklich ging, löschte IMDB den angelegten Datensatz sofort. Die kuwaitische «City Times» brachte eine Geschichte unter der Überschrift: «Sexy Natssia Malthe übernimmt Hauptrolle im neuen Projekt des bekannten Hollywood-Regisseurs David Nutter mit dem Namen `Scarlet´».
Reingefallen: Ein Bericht vom roten Teppich der Hollywood-Premiere der «neuen TV-Serie». Quelle: You Tube
Kwan-Sup Lee, Marketing-Verantwortlicher bei «LG», sagte, die grössten Widerstände habe er intern überwinden müssen, weil der Konzern eher ein traditioneller ist. Etwas so Aussergewöhnliches zu probieren «war nicht Teil seiner DNA». Es handelte sich um die bisher grösste Kampagne für ein «LG»-Produkt. Für den Dreh des Trailers und Werbung sollen rund 100 Millionen Franken ausgegeben worden sein.
(phi)

























