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15. Mai 2008 14:26; Akt: 15.05.2008 15:08 Print
Keith: «Pathologen wollen meine Leiche»
Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards hat keine Angst mehr vor dem Alter.
«Als ich jünger war, dachte ich: Falls ich jemals 30 werden sollte, erschiesse ich mich», sagte der 64-Jährige der Zeitschrift «GQ» und fügte an: «Dann wird man 30 und legt die Knarre weg. Älter zu werden ist faszinierend.»
Dass die Jahre auch einen Stone nicht unbeschadet lassen, zeigen die gesundheitlichen Probleme, mit denen Richards in letzter Zeit zu kämpfen hatte. «Jetzt ist nichts mehr übrig, was ich mir noch kaputtmachen kann», sagte er. «Weltweit reissen sich die Pathologen darum, meine Leiche obduzieren zu dürfen, sobald ich abgekratzt bin», sagte er. Den Vorschlag, seine Leiche bei eBay zu versteigern, begrüsst er: «Gute Idee! Scheinbar habe ich ein unglaublich gutes Immunsystem. Ich hatte mal Hepatitis C und habe sie selbst auskuriert.»
Allerdings sei vieles, was man sich über das wilde Leben der Stones erzählt, weit übertrieben. «Im Grunde sind wir die ehrlichsten und anständigsten Kerle, die man sich vorstellen kann», sagte Richards. «Wir haben die Sache nie so ausgereizt, wie wir gekonnt hätten.»
Es sei nur alles immer so naheliegend gewesen. «Hier und da mal ein Groupie. Die waren für uns eher so wie ... Rastplätze. Nach dem Motto: 'Jetzt sind wir in Cincinnati, also müssen wir mal wieder ein bisschen auftanken.'» Doch eigentlich hätten sich die Stones und ihr damaliger Manager Andrew Oldham immer einen Scherz daraus gemacht, die Presse mit falschen Geschichten hinters Licht zu führen. «Schliesslich waren wir ganz normale Typen», findet Richards. «Man muss ein bisschen zur eigenen Legendenbildung beitragen.»
(dapd)

























