Miss Schweiz

18. Juni 2009 06:04; Akt: 18.06.2009 09:58 Print

«Eine waschechte 1291-Schweizerin»«Eine waschechte 1291-Schweizerin»

von Yvonne Zurbrügg - Marion Stutz will Miss Schweiz werden. Um sich von der Multikulti-Konkurrenz zu unterscheiden, setzt die Luzernerin voll auf Swissness – und sich damit in die rechte Ecke. Ist ihr das bewusst?

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Marion Stutz aus Hochdorf LU nennt sich auf ihrer Website eine «waschechte 1291-Schweizerin». Sie hält ihren Wohnkanton für das «Herz dieser wunderbaren Erde» und «würde nie auswandern». Mit dieser Masche empfiehlt sich die professionelle Imagebe­raterin für die Nachfolge von Whitney Toyloy. Wie die amtierende Miss haben rund die Hälfte der 16 neuen Kandidatinnen ihre Wurzeln im Ausland – in Asien, Amerika, Afrika. Stutz glaubt aber, das Land wünsche sich wieder eine echte Schweizer Miss, ein Pendant zum aktuellen Mister aus dem Glarnerland.

Die rechtsextreme Partei Pnos schoss letztes Jahr scharf gegen Toyloy: Anführer Do­minic Lüthard nannte sie ein «braunes Geschwür». Diverse weitere nationalistische Gruppierungen haben das Gründungsjahr der Eidgenossenschaft 1291 in ihren Slogan verpackt. Trotzdem will sich Stutz als «Miss 1291» verkaufen und sagt: «Ich bin in keiner politischen Partei.» Dass sie sich auf heiklem Terrain bewegt, glaubt sie nicht: «Ich nenne mich 1291-Schweizerin, weil ich oft für eine Russin gehalten werde.»

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