60. Berlinale

12. Februar 2010 15:15; Akt: 14.02.2010 10:40 Print

Ewan McGregor und Pierce Brosnan treffen einEwan McGregor und Pierce Brosnan treffen ein

von Holger Mehlig - Um ihren gemeinsamen neuen Film «The Ghost Writer» zu promoten, sind die beiden Hollywood-Stars Pierce Brosnan und Ewan McGregor in Berlin eingetroffen. Das Filmfestival kommt langsam in Schwung.

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20. Februar: Für seinen Politthriller «Der Ghostwriter» ist Roman Polanski an der 60. Berlinale mit dem Silbernen Bären für die beste Regie ausgezeichnet worden. Der Goldene Bär geht an den türkischen Film «Honig». ury-Präsident Werner Herzog überreichte am Samstagabend den Hauptpreis der 60. Berlinale an Regisseur Semih Kaplanoglu. Das Schaulaufen auf dem roten Teppich. 17. Februar: Grosser Bahnhof für ... ... Julianne Moore. Der Hollywoodstar war mit Regisseurin Lisa Cholodenko gekommen, um ihren neuen Film «The Kids Are All Right» zu präsentieren. Julianne am Nachmittag zuvor mit Fans. Der russische Schauspieler Grigoriy Dobrygin beim Pressetermin zum Film «How I Ended this Summer». Autor Wolfgang Kohlhaase und Schauspielerin Hanna Schygulla bekamen den Goldenen Bären für ihr Lebenswerk. Schauspielerin Lin Peng bei der Premiere ihres Films «Little Big Soldier» ... ... bei dem Kung-Fu-Legende Jackie Chan die Hauptrolle spielt. Freundensprung: Die Schauspieler Jeremias Acheampong, Maryam Zaree, Regisseur Burhan Qurbani und Schauspieler Carlo Ljubek (v.l.) beim Pressetermin zu «Shahada». Vor allem Regisseur Qurbani weiss sich in Szene zu setzen ... ... was er beim Screening am Abend erneut beiwes. Maryam Zaree bei der «Shahada»-Premiere. 16. Februar: Die schwangere US-Schauspielerin Amanda Peet ... ... und ihre englische Kollegin Rebecca Hall präsentierten ihren neusten Streifen «Please Give». Der iranische Regisseur Rafi Pitts mit Hauptdarstellerin Mitra Hajjar beim Photocall für ihren Film «The Hunter». Der wohl jüngste Schauspieler der diesjährigen Berlinale: Bora Atlas aus der Türkei, Hauptdarsteller des Films «Honey». Die ersten Bären der 60. Berlinale werden vergeben: Der französische Kulturminister Frederic Mitterrand vergab die Shooting-Star-Awards für Newcomer der Filmbranche ... ... unter anderem an die holländische Schauspielerin Lotte Verbeek ... ... und an Dragos Bucur aus Rumänien, sowei Anders Baasmo Christiansen aus Schweden (im Bild mit Jury-Mitglied Ana Geislerova; v.l.). 15. Februar: Leonardo DiCaprio durfte an der diesjährigen Berlinale gleich mit zwei Frauen flirten: Mit seiner Model-Freundin ... ... Bar Refaeli und ... ... seiner in Deutschland geborenen Mutter Imelin (rechts im Bild). Seiner Freundin soll der Schauspieler sogar einen Antrag gemacht haben. Zurück zur Veranstaltung: Mit dabei war auch Christopher Lee, der einen «Cinema for Peace»-Award absahnte. Eine strahlende Sonya Kraus. Bob Geldof. Ex-Blümchen Jasmin Wagner. 14. Februar: Greta Gerwig präsentierte sich erst auf dem roten Teppich, dann stellte sie ihren neuen Film «Greenberg» vor. Währenddessen unterschrieb Schauspielkollege Ben Stiller fleissig Autogramme. Was auffiel, ist, .... ... dass sich Ben Stiller sehr verändert hat. Liegt es an der Brille oder doch an seinem grauen Bart? 13. Februar: US- Meisterregisseur Martin Scorsese stellt den verstörenden Psychothriller «Shutter Island» ... ... gemeinsam mit seinem brillanten Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio ... ... vor. Auch Ben Kingsely ... ... Michelle Williams ... ... und Mark Ruffalo sind mit von der Partie. Schon am Nachmittag ist das Medieninteresse am US-Superstar riesig. Am Abend auf dem roten Teppich ... ... steigert es sich noch einmal. DiCaprio hat alle Hände voll zu tun. Nimmt sich aber kurz Zeit für seine Fans. Derweil Scorsese mit seiner Begleitung ungestört über den roten Teppich spaziert. 12. Februar: Für viel Aufsehen sorgt die Uraufführung ... .... der fast komplett frisch restaurierten Originalfassung von «Metropolis». Shah Rukh Khan stellt den Film «My Name is Khan» vor. Unter riesigem Medieninteresse treffen die Schauspieler Ewan McGregor ... ... und Pierce Brosnan zur Fotosession ein. Sie sind hier, um ihren neuen Film «The Ghost Writer» zu promoten ... ... und machen dabei eine gewohnt gute Figur. Hier posieren die beiden mit ihrer Kollegin Olivia Williams. Am Abend ist die Stimmung auf dem roten Teppich ausgelassen ... ... und das Medieninteresse riesig. 11. Februar: Renee Zellweger trotzte wie manch andere der klirrenden Kälte und harrte tapfer auf dem roten Berlinale-Teppich aus. Martina Gedeck. Schauspielerin und Jurymitglied Yu Nan. Tilda Swinton Iris Berben und Jürgen Vogel. Heike Makatsch. Festivaldirektor Dieter Kosslick mit Anke Engelke. Sunnyi Melles. Peter Lohmeyer und seine Frau Sarah Wiener. Regisseur Christoph Schlingensief mit seiner Frau Aino Laberenz. Mario Adorf. Vicky Leandros. Ben Foster und Janet Montgomery. Jürgen Prochnow mit Freundin Birgit Stein.

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Stars wie Pierce Brosnan, Ewen McGregor und Shah Rukh Khan haben der Berlinale internationalen Glanz beschert. Während Brosnan und McGregor am 12. Februar den Politikkrimi «The Ghost Writer» von Roman Polanski präsentierten, stellte der Bollywoodstar den Film «My Name is Khan» vor. Mit der Uraufführung des frisch restaurierten Stummfilmklassikers «Metropolis» von Fritz Lang feierten die Festspiele einen ersten Höhepunkt.

Die 60. Berlinale war am Donnerstagabend mit der chinesischen Tragikkomödie «Apart Together» ruhig gestartet. Polanski musste der Berlinale fern bleiben, weil er wegen Missbrauchsvorwürfen in der Schweiz unter Hausarrest steht. Der polnische Regisseur, der 1977 aus den USA geflohen war, um einer Inhaftierung zu entgehen, wurde im September 2009 in der Schweiz wegen Vergewaltigungsvorwürfen inhaftiert, die 33 Jahre zurückliegen.

Die neue Produktion handelt von einem Mann, der die USA nicht verlassen kann, weil er seine Vorladung vor den Gerichtshof in Den Haag fürchtet. Auch sonst imitiert in dem Politkrimi die Fiktion die Realität: Die Romanvorlage des britischen Bestsellerautors Robert Harris ist auf den britischen Ex-Premier Tony Blair und dessen Verstrickungen in den Irakkrieg gemünzt.

Auf Polanski angesprochen reagierten Brosnan und McGregor zurückhaltend. «Ich war schockiert, sehr enttäuscht und traurig über seine Verhaftung», sagte Brosnan. Er habe sich um Polanskis Familie Sorgen gemacht. McGregor sagte, es sei schade, dass Polanksi nicht da sei.


Ein Inder in den USA

Khans neuer Film handelt von der Reise eines Inders in die USA und seinen Erlebnissen vor Ort. «Die Geschichte ist naiv und unschuldig, aber gerade deshalb so schön», sagte Khan. Ziel seiner Filme sei nicht die Vermittlung politischer Standpunkte, sondern dem Publikum ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern.

Metropolis

Für viel Aufsehen sorgte auch die Uraufführung der fast komplett frisch restaurierten Originalfassung von «Metropolis». Der Film ist eine glänzende Kapitalismuskritik - und damit aktuell wie vor 83 Jahren. Damals, am 10. Januar 1927, feierte Fritz Langs Stummfilmklassiker «Metropolis» im Berliner Ufa-Palast am Zoo Premiere. Das Werk floppte. Mehrfach schnitt die UFA Material heraus, um den Film zu retten - was aber nichts brachte. Über Jahrzehnte galten entscheidende Teile des Films als verschollen. Durch den sensationellen Fund eines 16-mm-Negativs in Buenos Aires 2008 konnte der Film ein weiteres Mal restauriert werden.

Der nun um 30 Minuten auf 147 Minuten verlängerte Film wurde am Abend des 13. Februar im Friedrichstadtpalast gezeigt werden, begleitet vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Das Ereignis wurde auf eine Leinwand am Brandenburger Tor übertragen.