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Valentinstag
06. Februar 2012 18:59; Akt: 06.02.2012 19:26 Print
Liebe, Eifersucht und Umsatz
von Nina Ladina Kurz - Herzchen, wo man hinsieht. Dabei basiert der Valentinstag auf einer Enthauptung. Fett Kasse macht heute der Handel. Vor allem Floristen reiben sich die Hände.

Der Valentinstag gehört tendenziell eher der jüngeren Generation.
Tag der Verliebten und Tag der Herzchen und Geschenke oder doch eher Tag der Floristen und der Kommerzialisierung? Einige Paare werden streiten, weil der Mann den Tag (wieder) gekonnt ignoriert hat. Andere Paare werden sich einig sein, den geballten Valentinstag-Liebelei-Kitsch lieber in erträglichen Häppchen über das ganze Jahr zu verteilen.
Swatch Love Collection, je 60 Franken.
Macarons von Ladurée, Box 25 Franken.
T-Shirt bei New Yorker, 16.95 Franken.
Geschenk-Set von The Body Shop, 59 Franken.
Auch wenn es so anmutet, der Valentinstag ist keine reine Erfindung der Floristen und Chocolatiers. Es ranken sich verschiedene Legenden um den Tag. Eine davon erzählt die Geschichte des Heiligen Valentin. Der italienische Bischof traute im dritten Jahrhundert trotz Verbot des Kaisers Verliebte nach christlichem Glauben. Die Trauung fand im Geheimen statt. Zur Vermählung schenkte der Bischof Blumen aus seinem Garten. Das unromantische Ende kam bald: Der Kaiser liess den fehlbaren Bischof köpfen.
Solcher Romantik gegenüber stehen die wirtschaftlichen Fakten: Rund 45 Millionen Franken Umsatz macht die Floristen-Branche in der Zeit um den 14. Februar. Wobei dieser Umsatz grösstenteils von einer jüngeren Generation generiert wird: «Der Valentinstag gehört tendenziell eher den Jüngeren. Während der Muttertag, der zweite grosse Blumen-Hype, eher ein Anliegen der älteren Generation ist», weiss Urs Brunner, Geschäftsführer beim Schweizerischen Floristenverband.
Ein gänzlich unromantischer Trend macht sich langsam in den USA bemerkbar. Privatdetektive haben den Valentinstag für ihre Zwecke entdeckt – und steigern dank Liebe und Eifersucht ihre Umsätze. Beim Fachverband Schweizerischer Privatdetektive gibt man aber zum Glück Entwarnung: «Von diesem Trend
spüren wir nichts.»




























