Pariser Modewoche

30. September 2008 08:48; Akt: 22.10.2008 14:35 Print

Fashion-Models verlieren ihr GesichtFashion-Models verlieren ihr Gesicht

Die modernen Romantiker machten den Auftakt: Mit den frischen Ideen junger Star-Designer sind die neuntägigen Pariser Prêt-à-Porter-Schauen der Damenkollektionen für Frühjahr/Sommer 2009 gestartet.

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Mit einer riesigen Haarpracht wurde dieses Model versehen. Vor prominenten Zuschauer stellen die Designer ihre Kreationen vor: Die französische Schauspielerin Marion Cotillard. Tiefblicken lässt dieses Model in ihrem Strickkleid. Auch Dita von Teese besuchte eine Modeschau. Emma Watson besuchte die Modeschau von Chrisian Dior. Katy Perry und ihr Freund Travis McCoy. Die britische Rockgöre Lilly Allen. Milla Jovovich Auch Model Astrid Munoz schaute in Paris vorbei. Martin Margiela schickte seine Models ohne Gesicht über den Laufsteg. Der Anblick sorgte für Verwirrung. In hautengen Anzügen stöckelten die Models über den Laufsteg. Ob die Models überhaupt etwas sehen konnten? Die Pariser Modewoche 2008. Wie Gladiatorinnen sahen die Models bei John Galliano aus. Knallfarben und ausgefallene Muster. Zart wie Elfen schwebten die Models bei Nina Ricci über den Laufsteg. Die neusten Bikini-Trends wurden gezeigt. In Reih und Glied. Detaillierte Kreationen. Es wurde oft viel nackte Haut gezeigt... ...wie bei der Modeschau von Marlies Dekkers. Der französische DJ David Guetta besuchte mit seiner Frau die Modeschauen in Paris. In einer Reihe wurden diese Models über den Laufsteg geschickt. Chinesische Muster wurden präsentiert. Ein knapper Bikini für heisse Sommertage. Alltagstauglich ist die Mode jedoch oft nicht. Ton in Ton. Ob dieses Accessoire angenehm zu tragen ist? Viele lange Beine stöckelten über den Laufsteg. Bei der Modeschau von Rick Owens fühlte man sich wie in einem Kloster. Ein weiterer Gast der Modewoche in Paris war der thailändische Kronprinz Maha Vajiralongkorn. Die Front-Row-Plätze bei den Modeschauen waren auch dieses Jahr heiss begehrt. Kelly Rowland, Solange Knowles und der US-Sänger Usher belegten drei der begehrten Plätze. Die drei amerikanischen Stars besuchten unter anderem die Modeschau von Marlies Dekkers.

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Superzart wirkten am Wochenende die Models bei Nina Ricci am Sonntagabend. Der Belgier Olivier Theyskens verfolgte in seiner Kollektion erneut seine Vision der Frau als Elfenwesen.

Seine teils mit Schleppe gearbeiteten Kleider waren hochgeschlossen, mit blusigen Ärmeln im viktorianischen Stil. Vorne schwangen sie sich zum Mini empor und legten die ellenlangen Beine der Models frei.

Netzstoffe, Volants, kleine Knopfreihen und Blütendrucke wie aus impressionistischen Gemälden verstärkten den ätherischen Eindruck. Lässige Lederjacken und rasant geschnittene Jodhpur-Hosen setzten einen Kontrast.

Geometrie und moderne Gladiatorinnen

Wer es strenger liebt, liegt bei Rick Owens richtig. Seine Entwürfe spielen mit Geometrie, allerdings in freundlich abgerundeten Formen. Exakt zugeschnittene Stoffstücke in Schwarz oder Anthrazit auf transparentem Stoff erzeugen bei seinen Kleidern die Illusion einer unterbrochenen Silhouette.

Gleichzeitig spielt Owens mit Stofflagen und Volumen. Der coole Kalifornier beherrscht die Kunst des exzellenten Schneiderns, auch wenn er dies gerne, etwa mit aus grauen Müllsäcken geformtem Schuhwerk, verbirgt.

Sexy und souverän: So sieht Dior-Designer John Galliano die Frauen im kommenden Frühjahr. Sein zu hämmernder Rockmusik inszeniertes Defilee am Montag markierte den ersten Höhepunkt. Die Models schritten wie moderne Gladiatorinnen auf den Laufsteg - in superkurzen Kleidern mit römisch anmutenden Drapierungen.

Die Röcke schwangen in halbtransparenten Stoffen, in Beige oder Pink, Altrosa und Gelb, dazu gab es scharf geschnittene Echsenlederjacken in knallorange, vom Busen abstehende Corsagen in Schlangenoptik oder fliessende ärmellose Oberteile.

Kunstvoll wirkten duftige Abendkleider mit feinen Plissees und durchscheinenden langen Röcken. Superhohe Hacken waren bei diesem Look, der fast alles freilegte, ein Muss.

Rock-'n'-Roll und Lolitas

Rock-'n'-Roll-Glamour ist Christophe Decarnins Sache, Jet-Set- Girls lieben ihn dafür. Decarnin hat mit seinem glitzrigen und zugleich lässigen Party-Look für ein spektakuläres Revival seines Arbeitgebers, der Traditionsmarke Balmain, gesorgt.

Schillernde Minikleider in Pink, Nilgrün oder Silber, kunstvoll zerrissene Jeans in Weiss oder Grau, Korsagen und superkurze schwarze Tutus rauschten bei ihm über den Laufsteg. Dazu gab es Offiziersjacken, geschmückt wie für den Spielmannszug. Billig wirkte es trotzdem nicht, dazu waren die Stickereien zu kostbar und die Schnitte zu perfekt.

Lingerie-Look gab es bei dem belgischen Designer-Duo AF Vandevorst: Die Models wirkten mit zerwühlter Mähne und übergross geschminkten Mündern wie gerade erwachsen gewordene Lolitas.

Blickdichte halterlose Strümpfe mit Naht, Spitzenkleider, übergrosse Herrenhemden und Smokingjacken spielten mit dem Gegensatz von Maskulin und Feminin. Aus dem Rahmen fielen Patchwork- Kleider mit ausgestellten Röcken - sie eigneten sich auch für Auftritte ausserhalb des Schlafzimmers.