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Kostümierte Aktivisten
20. Februar 2012 18:01; Akt: 19.03.2012 21:05 Print
Die Superhelden des Alltags
Batman, Spiderman & Co. gibts nicht? Gibts doch: Sie heissen DC Guardian oder Knight Vigil. Nachts patroullieren die maskierten Aktivisten durch Amerikas Strassen, um für Recht und Ordnung zu sorgen.
Die Superhelden des echten Lebens wissen , dass es eigentlich kein Cape braucht, um Gutes zu tun. Aber seien wir mal ehrlich: Hat Ghandi mehr Facebook-Fans oder Captain America?
So dachte auch jene Gruppe maskierter Männer und Frauen, die sich lose im Verein «Real Life Super Heroes» organisiert haben. «Tue Gutes und sehe verdammt cool dabei aus» - so könnte die Devise der selbstlosen Retter aus den USA lauten, die ganz nebenbei ihre Kindheitsfantasien ausleben können. Wenn man sie so sieht in ihren Kostümen, Masken und Sonnenbrillen, könnte man sie als komische Käuze abtun. Aber die Realität ist, dass diese Superhelden im Gegensatz zu ihren Comic-Pendants echte Leben retten, und das jeden Tag. Sei es bei der Nachbarschafstwehr, beim Einsatz für Obdachlose und Drogenabhängige oder beim Geldsammeln für schwerkranke Kinder.
Rächer der stummen Opfer
Oft ist den Helden selbst Unrecht geschehen, und dies habe sie motiviert, sich für die Schwachen der Gesellschaft stark zu machen. «Mr. Xtreme» ist einer von ihnen. Er wurde als Kind sexuell missbraucht, geschlagen und in der Schule verspottet. Keiner hat ihn damals beschützt, und an diesem Kreuz trägt er noch immer schwer. Doch er hat seine Wut ins Positive verkehrt: Seit zehn Jahren ist er auf den Strassen San Diegos unterwegs, um die Dinge, die ihm als Junge widerfahren sind, zu verhindern. Als ehemaliges Opfer ist ihm vor allem die Gleichgültigkeit unserer Gesellschaft ein Dorn in der überdimensionalen Skibrille.
Deshalb gründete der Amerikaner die «Xtreme Justice League», die Verbrechen und Ungerechtigkeit im Raum San Diego bekämpfen will. Das schliesst neben Patrouillen in der Nachbarschaft auch den freiwilligen sozialen Dienst ein. «Ich habe tatsächlich einmal ein Leben im freiwilligen Dienst gerettet, ich weiss also aus Erfahrung, wie wichtig und wertvoll unsere Einsätze sind. Wäre ich nicht dort gewesen, wäre die Person gestorben», sagt er. Und weiss, dass es als kostümierter Aktivist einiges an Selbstbewusstsein braucht. «Auch wenn manche Menschen uns total lächerlich finden weiss ich, dass wir es nicht sind», erklärt er auf RealLifeSuperHeoes.com.
Klicken Sie sich durch unsere Galerie und finden mehr über die echten Superhelden des Alltags heraus.
(cat)
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