Wandertipps in der Schweiz

07. September 2010 19:25; Akt: 07.09.2010 19:43 Print

Wanderperlen für den HerbstWanderperlen für den Herbst

Milde Herbst-Wochenenden eignen sich ideal dazu, die Schönheiten der Schweizer Landschaften zu entdecken. Schweiz Tourismus hat 2010 deshalb zum Jahr des Wanderns erkoren und eine Vielzahl an Routen für jeden Geschmack zusammengestellt. 20 Minuten hat seine Favoriten gewählt.

Bildstrecke im Grossformat »

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Norden und Osten: Traumhafte Aussichten

Auf dem Jurahöhenweg von Dielsdorf nach Baden Die Wanderung von Dielsdorf über die Lägeren nach Baden ist gleichzeitig der erste Abschnitt des Jurahöhenwegs von Zürich nach Genf. Die abwechslungsreiche Wandertour führt durch ausgedehnte Wälder und Felder und bietet fantastische Ausblicke ins Mittelland. Abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen ist die Route technisch nicht anspruchsvoll und daher auch für weniger geübte Wanderer sehr geeignet. Die Städtchen Regensberg und Baden sorgen bei dieser Wanderung auch für kulturelle Highlights.

Senda Ruinaulta – die Schweizer Rheinschlucht-Route Der Weg zum «Grand Canyon» der Schweiz ist in jeder Beziehung ein Genuss. Die Wanderung führt am Caumasee vorbei zur 12,5 Meter hohen Aussichtsplattform Il Spir, was so viel bedeutet wie Mauersegler. Ein passender Name, denn Il Spir schwebt über dem 400 Meter tiefer liegenden Vorderrhein und ermöglicht einen atemberaubenden Blick aus der Vogelperspektive in die Schlucht. Das Restaurant Conn in Flims serviert lokale Leckereien wie Polenta und die Hausspezialität Trinser Birnenravioli.

Suonen und Genuss im Westen

Bisses de Nendaz: Die his­torische Wasserroute 100 Kilometer Wanderwege führen rund um das sonnenverwöhnte Nendaz entlang der historischen Wasserkanäle. Von der Sonne versengt und schwer zugänglich, werden die steilen Walliser Berghänge oft über so genannte Suonen bewässert. In den Boden gegraben, in die Felsen gehauen oder daran aufgehängt, erinnern diese an den Kampf der Bauern gegen die Trockenheit. Heute folgen malerische Wanderwege den historischen Wasserkanälen.

Chemin du Gruyère: Schoggi-Chäs-Route Auf der dreistündigen, vielfältigen Wanderung von Charmey mit seinen Wellnessbädern nach Gruyères mit Schloss, Altstadt und Schaukäserei gilt es, Neuland zu entdecken: Es gibt wohl kaum einen Weg, der den Titel «Genusswanderung» redlicher verdienen würde als der Chemin du Gruyère. Er ist eine einzige Versuchung: Von himmlischer Schokolade im Maison Cailler in Broc bis zum Gruyères-Käse – Schlemmermäuler kommen voll auf ihre Kosten.

Steinerne Aquädukte und Kastanienheine im Süden

Bäche und Aquädukte im Val Lavizzara Fast zuhinderst im Maggiatal, dort, wo das Tal eigentlich bereits Val Lavizzara heisst, befindet sich der Ort Fusio. Steinhäuser prägen das Dorfbild. Ringsherum türmen sich die höchsten Tessiner Gipfel. Die mittelschwere Bergtour hinauf zum Lago di Mognola führt vorbei an Wasserfällen, durch Wälder und über Alpwiesen. Besonders eindrücklich sind die steinernen Aquädukte bei der Alp Canà.

Kastanienhaine im Malcantone Das Malcantone, die sanft geschwungene, dicht bewachsene Hügellandschaft, die sich vom Luganersee bis zum Monte Lema hinaufschwingt, lebte während Jahrhunderten hauptsächlich von der Kastanie. Noch heute bestehen die uralten Kastanienhaine und werden gepflegt. Dicke, knorrige Bäume in einem braungelben Teppich von Farnen verwandeln das Bergtal in eine Parklandschaft und lassen sich auf einer fünfstündigen Wanderung erkunden.

Berner Oberland per Bike

Kaum eine Region bietet sich zum Mountainbiken so wunderbar an wie das Berner Oberland. Vier fin­dige Grindelwalder Hoteliers bieten pünktlich auf den Herbst geführte Touren an. Die erste (15. bis 18. September) führt von Grindelwald via Rengglipass ins Kiental, von da geht es hinauf nach Adelboden und via Hahnenmoos an die Lenk. Der Rückweg führt via Simmental und am Ufer des Thunersees entlang. Pro Tag werden zwischen 35 und 75 Kilometer und bis zu 1700 Höhenmeter zurückgelegt – immer betreut und angespornt vom einheimischen Guide. Im Package ab 845 Franken inbegriffen: erste und letzte Übernachtung in Grindelwald, zwei Nächte auf der Tour, Mittag- und Abendessen während der Tour, Abschlussabendessen, Gepäcktransport, Begleitfahrzeug mit kleiner Werkstatt sowie Energie­riegel und isotonische Getränke. www.bikearena.ch