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Mauritius und Malediven
07. Februar 2012 19:35; Akt: 07.02.2012 19:51 Print
Mehr als nur ein Paradies für Honeymooner
von Thom Nagy / Marlies Seifert - Luxuriöse Hotelanlagen im Vier- und Fünf-Sterne-Bereich, strahlend weisser Sand und türkisblaues Meer mit perfekter Badetemperatur.
Mauritius hat den Stempel der Honeymoon-Destination. Dabei entwickelte sich der Tourismus auf der Insel im Indischen Ozean in den letzten Jahren deutlich weiter. Während die Hotels mit Unterhaltungsideen wie einem DJ-Kurs oder durchdachten Kinderhort-Einrichtungen vermehrt Familien ansprechen wollen, kommen mittlerweile auch abenteuerlustige Touristen voll auf ihre Kosten.
UnruhenNach dem gestrigen Putsch auf den Malediven empfiehlt das EDA grössere Menschenansammlungen zu meiden. Die Reiseveranstalter geben Entwarnung. Peter Brun von Kuoni: «Für unsere Gäste verläuft alles ganz normal.» Von Hotelplan heisst es: «Die Unruhen beschränken sich auf die Hauptstadt, als normaler Tourist wird man nicht beeinträchtigt.» Reiseinfos Mauritius
In der kalten Jahreszeit fliegt Edelweiss einmal pro Woche direkt von Zürich nach Mauritius. Ein Flugticket kostet ab circa 1400 Franken. www.edelweissair.ch
Mehr Infos zu Mauritius unter www.tourism-mauritius.mu Reiseinfos Malediven
Edelweiss fliegt die Malediven zweimal wöchentlich an. Ein Ticket gibts je nach Saison bereits ab circa 1000 Franken. www.edelweissair.ch
Mehr Infos zu den Resorts finden Sie unter www.hilton.de / www.waldorfastoriamaldives.com
Gerade für Letztere ist das Angebot regelrecht explodiert. Das beginnt bei klassischen Freizeitparks wie dem Casela Nature & Leisure Park, in dem Besucher ein weitläufiges Gelände per Bus, Quad Buggy oder Segway erkunden oder sich mittels Kletterseil von einem Baum zum nächsten schwingen können.
Für umweltbewusste Touristen bietet sich hingegen eine Trekking-Tour durch das beeindruckende Naturreservat Vallée de Ferney an. Hier erhält der Besucher einen Eindruck, wie die Tier- und Pflanzenwelt von Mauritius vor der Ankunft der Kolonisten und ihren allgegenwärtigen Zuckerrohrplantagen ausgesehen hat. Letztere stehen im Zentrum der Rhumerie de Chamarel. Auch hier setzt man auf Öko-Tourismus und gewährt Einblicke in den Alltag einer Rum-Destillerie, die ihre Produkte nach biologischen Gesichtspunkten herstellt.
Neben solchen Attraktionen bietet Mauritius auch unterschiedlichste Sportmöglichkeiten wie Golf, Mountainbiking, Skydiving oder die ganze Palette an Wassersportarten, so dass einem abwechslungsreichen Aktivurlaub – kombiniert mit dem Luxus toller Hotelanlagen – nichts im Weg steht.
Ein Tag bei den Einheimischen
Von den über 1000 Inseln der Malediven sind rund 300 bewohnt – etwas mehr als 200 von Einheimischen, fast 90 von Touristen. Im geschützten Rahmen der perfekt auf Hochglanz polierten Resorts findet man das Paradies auf Erden. Vermehrt bieten Hotels auch einen Blick in die Realität fernab von Wasserpavillons und Wellness-Anlagen an. Im mehrheitlich von chinesischen Honeymoonern besuchten Waldorf Astoria fällt der Ausflug wegen zu geringer Nachfrage oft ins Wasser. Weiter südlich im Noonu Atoll bietet das Hilton Iru Fushi regelmässig Exkursionen an. Möglicherweise sind diese aufgrund der politischen Lage (siehe Info-Box) zurzeit jedoch nur eingeschränkt durchführbar.
Nach einer 35-minütigen Bootsfahrt befindet man sich nicht nur in einer anderen Zeitzone, sondern in einer anderen Welt. Die Farbe an den bescheidenen Häusern entlang der sandigen Strassen blättert ab. Im Hafen holen die Fischer ihre Netze ein, während der Muezzin zum Abendgebet ruft.
Die Malediver sind gläubige Moslems, Ibrahim Waheed deshalb ein Exot. Er ist einer von zwei maledivischen Sommeliers: «Meiner Familie sage ich nicht, was ich genau mache.» Die junge Generation schätze die Chance, die der Tourismus biete, aber sehr. Einmal im Jahr fährt Waheed nach Frankreich, um Weine zu verkosten. Wegziehen würde er nie: «Die Malediven sind meine Heimat und darum für mich das Paradies.»




























