«Grössten Schweizer Hits»

16. November 2009 15:21; Akt: 16.11.2009 15:38 Print

Wenn das die grössten Schweizer Hits sind...Wenn das die grössten Schweizer Hits sind...

von Philipp Dahm - Vor dem SF-Publikum hat die Schlager- und Jodel-Clique um Stefan Roos und Francine Jordi mächtig abgeräumt. Aber wen würden die 20 Minuten-Leser zu Sieger küren?

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An sich hatte das SF ja vorgesorgt: Die Einschränkung, dass die eingereichten Song für die «Grössten Schweizer Hits» nicht vor Oktober 2008 veröffentlicht sein dürfen, macht den Fans traditioneller Musik einen kleinen Strich durch die Rechnung. Evergreens und Oldies wie Ruedi Rymanns «Schacher Seppli» hatten auf diesem Weg keine Chance, in Staffel vier dabei zu sein.

Alters- statt Röstigraben?

Dennoch hat auch in der aktuellen Produktion die Volksmusik ihren Platz – und feiert weiter Erfolge. Auch wenn das SF nichts über den Altersschnitt seines Publikums verraten will, scheint es so, als würden nicht die Anhänger von Stress und Phenomden am Sonntagabend vor der Flimmerkiste sitzen, um für ihren Star abzustimmen, sondern nach wie vor vor allem Grosi und Grossvater.

Anders ist es kaum erklärbar, dass Stefan Ross die Auftaktsendung mit 36,6 Prozent der Stimmen gewann, während die User von 20 Minuten Online dem Sängerknaben im Rating auf dieser Webseite gerade mal magere sieben Prozent gaben. Hier stand Bligg mit 37 Prozent ganz oben auf der Liste, der beim SF bloss 21,5 Prozent erreichte. Der Sieg des Wunderbar-Ensembles in Sendung drei wäre so auch sicher nicht zustande gekommen, als auch Myron, Phenomden und Ritschie zur Wahl standen.

Studie zeigt: Volksmusik ist nicht sehr beliebt

Zuletzt lag Francine Jordi gar mit 63,8 Prozent der Stimmen vorne, während die Zweitplatzierte Stefanie Heinzmann mit zwölf Prozent auf verlorenem Posten stand. Dabei zeigt eine Studie über das eidgenössische Kulturverhalten vom Bundesamt für Statistik: Volksmusik geniesst bei Herrn und Frau Schweizer keine Priorität und liegt noch hinter der Kategorie «Chansons/Liedermacher».

Eine mögliche Erklärung dafür, dass die Volksmusik weiter auf dem Fernseh-Vormarsch ist, könnte der Abstimmungsmodus sein, worauf User Tom im Talkback hingewiesen hat: Wenn vier moderne Bands gegen einen Schlager antreten, rufen seiner Meinung nach alle Volksmusikfans für das eine Lied an, während sich die Freunde von Rock und Pop auf verschiedene Interpreten verteilen.

Zwei «Moderne» gegen drei «Traditionelle»

Für diese These sprechen die Abstimmungsvergleiche von Sendung zwei («Liebesgeschichten») und vier (Rampenlicht»): Hier lagen beim SF wie bei 20 Minuten Online mit Göla und Bligg dieselben Personen vorne. Die beiden Schweizer Musiker müssen sich nun im Finale am 22. November behaupten: Haben sie gegen das «Volksmusik-Bollwerk», bestehend aus den Konkurrenten Francine Jordi, Stefan Roos und dem Wunderbar-Ensemble überhaupt eine Chance?

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  • wiesengrün am 19.11.2009 20:56 Report Diesen Beitrag melden

    Erst war das Lied, dann der Verkauf

    Ich erinnere mich noch sehr genau. Francine und wiesenberg sangen das Lied beim Grand Prix der Volksmusik 2008. Das war geplant als einmalige Eventsache. Eher eine Notlösung, da Zeitmangel herrschte. Deswegen war auch keine Werbung vorbereitet. Nichts.Dann kamen die Anfragen, ob es nicht bitte eine Single davon geben könne. Und dann blieb das Lied 47 Wochen in den charts. Wäre es eventuell von der Logik her nicht am schlüssigsten daraus auch den Erfolg in der Musikshow als Schlusspunkt einer Entwicklung zu schlussfolgern als Unfairness und junges Fleisch zu argumentieren ?

  • Analyst am 19.11.2009 15:02 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach nur peinlich diese Auswahl

    Für Leute mit abgeschaltetem Hörgerät ok, für den Rest einfach nur unerträglich :-)

  • Peter Berger am 17.11.2009 16:45 Report Diesen Beitrag melden

    SF1 - der Spartensender fürs Altersheim

    "Die grössten Schweizer Hits" auf SF1? Hat ungefähr den Newswert von "in Ostermundigen ist ein Fahrrad umgefallen". Wer sich so was anschaut, sollte wissen, was ihn erwartet und sich hinterher nicht beklagen.

    • Sonja Lehmann am 19.11.2009 10:17 Report Diesen Beitrag melden

      Volksmusik ist schöner als Rapp

      Ich persönlich finde Volksmusik ist viel schöner und entspannter als Rapp, Hipphop und sonstiges. Ich kenne viele Junge ab 20 Jahre, die lieber Schlager und Volkmusik haben.

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