«Die grössten Schweizer Hits»

23. November 2009 08:45; Akt: 23.11.2009 15:37 Print

Wer wählte Francine Jordi?Wer wählte Francine Jordi?

Trotz der weitaus besseren Startchancen hatte Bligg mit seiner «Rosalie» im Finale von «Die grössten Schweizer Hits» gegenüber der Volksmusik-Fraktion um Francine Jordi das Nachsehen. Die Suche nach einer Erklärung.

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Alles sprach für Bligg und seinem Song «Rosalie». Und doch wollte niemand im Vorfeld richtig auf den Zürcher Rapper setzen: Zu stark war die volkstümliche Dominanz in den Vorrunden-Sendungen. Sogar Bligg selbst tippte auf die Konkurrenz (20 Minuten Online berichtete) – und er behielt Recht: Francine Jordi gewann mit dem Jodlerklub Wiesenberg und der Mundartversion ihres 1998er-Hits «Das Feuer von der Sehnsucht».

«Unsaubere Note»

Da nützte selbst Bliggs Facebook-Kampagne am Ende nichts. «Die grössten Schweizer Hits» hat sich nun endgültig zur «Francine Jordi Show» gewandelt. Und so titeln diverse Publikationen heute morgen im Sinne von «Jordi siegt wenig überraschend» («News»). Der «Tages-Anzeiger» spricht von der «unsauberen Note», die sich die Sängerin gefallen lassen müsse aufgrund ihres Doppelmandats als Moderatorin und Final-Teilnehmerin.

Alles sprach für Bligg

Immerhin: Anders als «Wunderbar», ist «Das Feyr vo dr Sehnsucht» tatsächlich ein Hit. Wochenlang hielt sich der Song in den Schweizer Charts. Doch im Rennen um den Finalsong war es Bligg, der die weitaus besten Startchancen hatte: In der Umfrage von 20 Minuten Online führte er mit einem Riesenvorsprung von 60 Prozent. Zudem trat er als einziger Vertreter der jungen urbanen Generation an und durfte auf sämtliche Stimmen aus diesem Segment hoffen. Auch die Kinder unter den Zuschauern dürften für ihn gewesen sein (siehe Artikel). Und da seine «Rosalie» zudem mehr als nur ein bisschen volkstümlich angehaucht ist, wären wohl einige Landbewohner zu bewegen gewesen, dem pfiffigen Mitsing-Hit ihre Stimme geben.

Demoskopen sind gefordert

Natürlich werden die SF-Presseverantwortlichen die Kritik von sich weisen, doch eigentlich hat das Schweizer Fernsehen ein Problem: Mit den Vorrunden-Siegen von eher unbekannten Schlager- und Volksmusik-Acts und nun mit dem Finalsieg von Francine und ihrem Jodlerklub liegt die Vermutung nahe, dass fast ausschliesslich Senioren die Sonntagabendshow schauen, also nur eine Minderheit der Musik hörenden Bevölkerung der Schweiz. Folgerichtig ist dann der Titel «Die grössten Schweizer Hits» demnach falsch. «Die grössten Hits der pensionierten Landbevölkerung» wäre wohl eher angemessen.

Und so fragen wir: Wer hat eigentlich für Francine Jordi gestimmt? Sie vielleicht, verehrte Leser? Teilen Sie Ihre Meinung mit im Talkback!

(obi)

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  • sibylle am 17.06.2010 15:34 Report Diesen Beitrag melden

    francine jordi

    Ich bin 14 Jahre alt und habe auch für francine jordi abgestummen. es gibt nicht viele jugendliche und junge leute, die gerne volksmusik und schlager hören. aber es ist keine senioren-show. viele sagen, es sei unfair gewesen, dass francine jordi auf dem sofa sass und auch singen durfte, aber eigentlich müssen doch alle sehen das nicht die sängerin sondern der titel bewertet wird. ich find wir alle sollten das einsehen, auch wenn die mehrheit nicht für sie war. und unfair war es überhaupt nicht, dass sie auf dem sofa sass, denn immerhin stimmen ja die zuschauer ab, und nicht die die auf dem sofa sitzen.

  • jess am 27.11.2009 11:11 Report Diesen Beitrag melden

    hö?!

    ich bin weit über 45 , hätte aber auch viel lieber bligg als sieger gesehen ! Die jordi und co. gehört in die sparte volksmusik. langweilig finde ich das !

  • werner dütsch am 26.11.2009 17:09 Report Diesen Beitrag melden

    typisch schweiz

    bei musik und film sind die schweizer stehengeblieben.man siehts an den swissvip people lach