«Giacobbo/Müller»

23. Mai 2011 23:02; Akt: 24.05.2011 08:00 Print

Mike Müller beleidigt RätoromanenMike Müller beleidigt Rätoromanen

Mike Müller unterstellte den Rätoromanen Inzucht und witzelte über Behinderungen. Die Betroffenen sind empört.

storybild

Müller und Giacobbo in der Sendung vom vergangenen Sonntag. (Foto: srf)

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Renzo Blumenthal ist stinksauer: «Humor ist gut. Aber was sich Mike hier geleistet hat, ist absolut daneben!» Was ist passiert? In der Satiresendung «Giacobbo/Müller» machten sich die beiden Gastgeber beim Thema Mundart im Kinder­garten über die Bündner lustig. Wegen der verschiedenen Romanisch-Dialekte würde man «denen besser die Gebärdensprache beibringen», frotzelte Mike Müller, um nachzulegen, dies sei allerdings «schwierig, wenn dir wegen der Inzucht die Finger zusammengewachsen sind».

Nicht lustig findet dies der Rätoromanisch sprechende Ex-Mister-Schweiz Renzo Blumenthal: «Für mich ist das eine ­Diskriminierung der vierten Landessprache.» Auch Bruno Schmucki, Mediensprecher des Behindertenverbands Procap Schweiz, findet die Sache geschmacklos. «Ich glaube nicht, dass jemand diesen Witz goutierte. Ich erwarte von Satire ­Kritik, dies aber war ein billiger Spruch auf Kosten von Behinderten und Minderheiten.» Und: «Ich frage mich, was für Assoziationen Herr Müller im Kopf hat, wenn er Behinderung und Inzucht zusammenbringt.»

Mike Müller räumt auf Anfrage ein, der Witz mit der Inzucht sei wohl ein bisschen weit gegangen: «Es tut mir leid, falls sich Rätoromanen mit ­Inzuchtproblemen betroffen fühlen.» Für das Gesagte entschuldigen wollte er sich aber nicht.

Die Sendung vom 22.05.2011 finden sie hier.

(20 Minuten)

20min Login Facebook Connect
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

  • David Troxler, Medizinstudent am 30.05.2011 00:46 Report Diesen Beitrag melden

    Kompetenz von Procap

    Ob das nun lustig ist oder nicht, darüber kann man sich streiten. Wenn der Sprecher con Procap aber bestreitet, dass Inzucht das Risiko von Behinderungen beeinflusst, so lässt mich das ernsthaft an der Fachkompetenz dieser Organisation zweifeln.

  • Bruno Köppel am 26.05.2011 17:08 Report Diesen Beitrag melden

    Betroffenheit

    Je höher der Wahrheitsgehalt einer Aussage,desto grösser die Betroffenheit

    • Gerold Giger am 30.05.2011 15:38 Report Diesen Beitrag melden

      Herr

      Wenn man selber kein Rätoromane ist sollte man sich hier aus der Diskussion heraushalten. Gestern Abend wurden wir als "Inzüchtler" bezeichnet. Wie verträgt sich das mit dem Gesetz gegen Diskriminierung?

    einklappen einklappen
  • 20 minuten leser am 25.05.2011 21:01 Report Diesen Beitrag melden

    Nur Spass

    Nehmt es nicht ernst. Es ist nur ein Spass. Und für alle die das nicht ertragen können sollen sich doch nicht aufregen bringt gar nichts nur Herzinfarkte!! Aber was ich nun wirklich nicht verstehe ist wieso Renzo Blumenthal ein so grosses Theater veranstaltet??? Meiner Meinung nach hat sich der Ex Mister Schweiz nur öffetlich geäussert weil er wieder in die Medien kommen will.