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Urbane Mobilität

07. Juni 2018 21:49; Akt: 07.06.2018 21:49 Print

So kommen Europäer durch die Stadt

von Daniela Gschweng - Amsterdam radelt, Rom fährt Roller und in Paris geht man zu Fuss.

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Falls Sie sich überlegen, wie Sie im nächsten City-Urlaub am besten die Stadt erkunden: Machen Sie es wie die Einheimischen. Spazieren Sie durch Paris, erkunden Sie London mit dem Bus und radeln Sie durch Amsterdam.

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Wie legen Sie die meisten Ihrer Wege zurück?

Dabei könnte Ihnen die Mobilitätsstudie eines deutschen Thinktanks helfen. Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie hat im Auftrag von Greenpeace die Mobilität in 13 europäischen Städten verglichen.

Am Image mancher Grossstadt ist tatsächlich etwas dran, wie die Forscher herausfanden: Die Londoner beispielsweise hüpfen gerne in Bus und «Tube». Dass der öffentliche Verkehr in London relativ teuer ist, stört sie nicht. In Paris geht man gerne zu Fuss. Nur für 16 Prozent aller Wege greifen die Pariser auf das Auto zurück.

Amsterdam: Königin der Velostädte

Römer und Römerinnen dagegen legen etwa 65 Prozent aller Wege mit dem motorisierten Privatfahrzeug zurück. Ob Sie sich deshalb in Rom auf einen der von den Römern geliebten Roller wagen wollen, bleibt Ihnen überlassen.

Ganz sicher keine gute Idee ist das in Amsterdam, wo es mehr Velos gibt als Einwohner. Ein Grund, sich den Einheimischen anzuschliessen, die ein Drittel ihrer Wege mit dem Velo zurücklegen. Nicht ganz so viele sind es in Kopenhagen, das dafür im Vergleich die «grünste» Stadt ist.

Rom: Hartes Pflaster für Velofahrer

Wenig populär ist das Velo in London. Unter den 13 Städten, die das Wuppertal Institut verglichen hat, gibt es dort die meisten Velounfälle. Nur in Rom ist das Pflaster noch härter: Dort ist der Anteil der Velounfälle mit tödlichem Ausgang am grössten.

Am wenigsten Velounfälle gibt es in Moskau – dafür aber reichlich miese Luft, sprich: Stickoxide. Wer dort wohnt, greift für fast die Hälfte aller Wege auf das eigene motorisierte Gefährt zurück und fährt sonst grösstenteils mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Brüssel: Viel Bikesharing, kein Biking

Am leichtesten zum Velo kommen Sie in Brüssel. Dort gibt es 5'000 Leihvelos, die leider wenig nützen: Nur drei Prozent aller Wege werden dort mit dem Velo zurückgelegt. Möglicherweise wegen fehlender Radwege und schlechter Verkehrssicherheit. Bis Brüssel nachgearbeitet hat, dürfen Sie wählen: Für etwa 45 Prozent der Wege verlassen sich die Brüsseler auf das eigene motorisierte Gefährt, für ungefähr ein Viertel nehmen sie das öffentliche Angebot in Anspruch, genauso viel gehen sie zu Fuss.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sime am 07.06.2018 22:40 Report Diesen Beitrag melden

    Hätte man noch Ausbauen können

    Amsterdam radelt, Rom fährt Roller, Paris geht man zu Fuss und in und um Zürich steht man im Leasingwagen im Stau.

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  • Rosa Brille am 07.06.2018 22:14 Report Diesen Beitrag melden

    Jo jo

    Besser wäre wohl gewesen wenn sie Frankreich als ganzes geschrieben hätten denn Paris ist berüchtigt für ihr überlastetes Hauptverkehrsnetz.

  • marko 33 am 07.06.2018 23:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gesünder

    Zu Fuss ist gesünder

Die neusten Leser-Kommentare

  • FrauSchlankesBein am 08.06.2018 08:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    every day trotti

    Alle reden vom Velo dabei ist ein Trotti in der Stadt unendlich praktischer (zudem macht dieses workout tolle Beine und einen heißen Hintern).

    • Mann mit Silikonfreuden am 08.06.2018 17:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @FrauSchlankesBein

      Lassen sie mich raten: Naturbelassene gräuliche Haare (auf dem Kopf). Georg Busch zwischen den Beinen. Grundsätzlich keine Rasur. Und natürlich Linkswählerin mit Arbeitsplatz beim Staat. Subventioniert durch den hart arbeitenden rechtschaffenen Bürger. Trotti passt

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  • marko 33 am 07.06.2018 23:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gesünder

    Zu Fuss ist gesünder

  • Walter Borpa am 07.06.2018 23:01 Report Diesen Beitrag melden

    Genervter Pendler

    Diese grüne Modeerscheinung nervt mich so sehr, dass ich bei meinem alten Diesel sowohl Filter wie auch den Katalysator ausgebaut habe. Alles Angstmacherei! Oder wo ist das riesige Ozonloch aus den 90-ern geblieben?

    • Oswald W. am 07.06.2018 23:42 Report Diesen Beitrag melden

      @Walter Borpa

      Ich bin grundsätzlich deiner Meinung, trotzdem hättest du den Katalysator drin lassen sollen. Er reduziert die Abgase erheblich, und auch wenn das im Grossen und Ganzen praktisch nichts ausmacht, ist deine Trotzreaktion sinnlos..

    • Max Herre am 08.06.2018 00:34 Report Diesen Beitrag melden

      Informieren bitte

      Das Ozonloch aus den 90er war haupsächlich von den FCKW verschuldet. Seit deren Verbot ist es tatsächlich geschrumpft. Davon höhrt man aber nichts, weil's keine Schlagzeilen bringt. Kat und Dieselfilter haben unterschiedliche Gründe. Mal abgesehen das es die Luftqualität verbessert, stinkt dein Wagen dadurch weniger. Die Geruchsbelastung alleine wäre eigentlich Grund genug um es bitte wieder einzubauen.

    • Batistuta am 08.06.2018 04:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Max Herre

      solange der durchschnitts- Ami weiterhin mit seinem dickem SUV fahren darf und Indien den Müll ins Meer kippt, ist ja alles ok. können wir Schweizer viel tun, sind fast so gross wie China

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  • Gnadenloser Wahrsprecher am 07.06.2018 22:44 Report Diesen Beitrag melden

    Immer auf die Faktenlage achten

    Und die Schweizer fahren Auto. Der ökologische Fussabdruck der Schweizer offenbart das. Da ist man ganz weit vorne im Ranking. Hauptsache Konsum und geiles Leben. Gäll...

  • Sime am 07.06.2018 22:40 Report Diesen Beitrag melden

    Hätte man noch Ausbauen können

    Amsterdam radelt, Rom fährt Roller, Paris geht man zu Fuss und in und um Zürich steht man im Leasingwagen im Stau.

    • Zürcher am 07.06.2018 23:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sime

      Neim man fährt Tram.

    • Nationless am 08.06.2018 10:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sime

      Nein und Zürich fährt Tram, was ich auch ständig mache. In und um Zürich bewege ich mich nur per ÖV oder zu Fuss. Wieso das Velo nehmen wenn es ÖV hat?

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