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Mysteröse Vorfälle

04. März 2018 09:11; Akt: 05.03.2018 14:05 Print

Das verfluchte Haus von Philadelphia

von Meret Steiger - Mord, ein Geist mit einem Gehstock und der Stuhl des Todes: Im Baleroy Mansion in Philadelphia geschieht Ungeheuerliches.

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Die Baleroy Mansion im Chestnut Hill in Philadelphia gilt als das verfluchteste Haus des Bundesstaats Pennsylvania. Schon der Erbauer legte die Weichen für das Geisterhaus: Er tötete angeblich im Alkoholrausch seine Frau und seine Mutter.

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Das 1911 erbaute 32-Zimmer-Haus (!) ging 1926, nachdem der erste Besitzer ins Gefängnis gewandert war, an die Easby-Familie. Zu deren berühmten Mitgliedern gehörte unter anderen der Bürgerkriegsheld General George Meade. Es war auch sein Urenkel, George Meade Easby, der dem Haus seinen Namen gab.

Halluzinationen, Geister und Todesfälle

Nach einer Reise durch Frankreich nannte er das Haus Baleroy Mansion, nach einem Schloss in der Loire-Region. In den folgenden Jahren erlebte die Familie Easby allerlei merkwürdige Dinge: Halluzinationen, unerklärliche Todesfälle, Geistersichtungen.

Diverse Angestellte der Familie, von Köchen über Gärtner bis hin zu den Hausmädchen, starben unter unerklärlichen Umständen. Nachdem sich auch Geistersichtungen herumsprachen, wurde das Haus als das «verfluchteste Haus von Philadelphia» bekannt. Diverse Bewohner und Besucher berichteten vom Geist einer älteren Frau mit einem Stock, vermutlich die Mutter des Erbauers.

Des Weiteren werden unerklärliche Klopfgeräusche gemeldet und Gemälde sollen ohne Grund von den Wänden fallen. Ein weiterer Geist, der angeblich Thomas Jefferson, einem der Gründerväter der USA, ähnelt, soll gern neben der Standuhr auftauchen.

Der Stuhl des Todes

Ein Raum sticht aber sogar in diesem verfluchten Haus heraus: In einem Zimmer befindet sich ein Möbelstück, das als «Death Chair» bekannt ist. Der Stuhl des Todes soll einst Napoleon gehört haben. George Easby soll die Besucher davor gewarnt haben, sich dort hinzusetzen.

Wer es doch wagte, die Samttücher, die als Abdeckung dienten, zu entfernen und Platz zu nehmen, den sollte in den darauf folgenden Jahren einen grausamen Tod ereilen. Tatsächlich werden vier Todesfälle von der Chestnut Hill Historical Society mit diesem Stuhl in Verbindung gebracht, darunter jene eines Hausmädchens, eines Cousins und eines Freundes von George Easby.

Mit Geistern angefreundet

Easby selbst hatte vor den Geistern übrigens keine Angst. Im Gegenteil: Er freundete sich mit ihnen an und glaubte, einer der Geister sei seine verstorbene Mutter Henrietta. Er vertraute in geschäftlichen und privaten Dingen auf den Rat dieses Geistes und behauptete, er habe ihn von vielen schlechten Geschäften und Freundschaften abgehalten. Angeblich führte ihn seine Mutter sogar zu versteckten Dokumenten im Haus, mit denen Easby viel Geld machen konnte.

Ein anderer Geist sollte der seines kleinen Bruders Stevey sein, der bereits als Elfjähriger verstarb. Er soll noch heute in einem der Fenster zu sehen sein, wie mehrere Augenzeugen, darunter ein Bauarbeiter, berichteten. George Easby starb 2005 und für kurze Zeit gab es Führungen durch das Haus. Nach und nach wurden einige Gegenstände an Museen verkauft. Heute ist das Haus erneut in Privatbesitz.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mr. D. am 04.03.2018 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    Spooky...

    Ich liebe solche Geschichten.

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  • Peneaul. am 04.03.2018 09:45 Report Diesen Beitrag melden

    In der Schweiz auch

    Montreux ist auch verflucht, nur Probleme dort.

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  • IchDuWir am 04.03.2018 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    .....

    auf der wg der ich arbeite, behaupten einige mitarbeiter, es gäbe da einen geist in form eines kleinen mädchens das in der nacht durch den flur läuft. ich hab schon einige nachtdienste gehabt und nie was gesehen oder gehört. andere behaupten sie regelmässig zu sehen. auf die frage was ich tun würde wenn ich sie sehen würde antwortete ich: geh ins licht du blöde ku... und nerv mich nicht:) bin wohl zu pragmatisch für geister.

Die neusten Leser-Kommentare

  • paul am 05.03.2018 14:16 Report Diesen Beitrag melden

    monster unterm bett

    jau, viele leute ums leben gekommen. ausser der kleine bengel, der seiner intuition gefolgt ist und ein kleines vermögen verdient hat. respekt für diesen sauberen artikel!

  • Vinc am 05.03.2018 11:51 Report Diesen Beitrag melden

    Stock?

    Toll dass man auch Dinge wie Kleider und Gehstock in die Geisterwelt mitnehmen kann. Darf ich dann anstatt den Gehstock mein Motorrad mitnehmen und damit die Lebenden erschrecken?

  • Zombie Fresh am 05.03.2018 09:11 Report Diesen Beitrag melden

    Super!!!

    Ich liebe solche Artikeln über Geistern in alten Häusern! Wäre ich Millionair, dann würde ich mit meiner Dame sofort in das Haus einziehen wollen, denn Sie und ich sind nähmlichen die wahre Adams und The Munsters Familie!!! :-)

  • jane77 am 04.03.2018 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Zu gross

    Mir wären 32 Zimmer zuviel. Da hat man schnell ein eigenartiges Gefühl und hört Dinge ganz anders wie zB knarren eines Bodens oder klopfende Heizung.

  • Helmut Baumli am 04.03.2018 15:04 Report Diesen Beitrag melden

    Der endlose Geisterglaube!

    Geistergeschichten sind eine unendliche Geschichte der gutgläubigen Menschen, unausrottbar. Auch in der Schweiz soll es ende des 1900. Jahrhunderts in Stans ein Geisterhaus gegeben haben und die Familie eines Juristen und ersten Nationalrates des gegründeten Bundesstaates betroffen haben. Heutige Parapsychologen sprechen von seltenen pubertären Energien heranwachsender Jugendlicher die paranormale Erscheinungen indizieren können. Offensichtlich existieren Energiearten die der Mensch noch nicht erklärbar machen kann. Sicher nicht Verstorbene die sich nach deren Tod manifestieren wollen.