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Wiktor But

25. März 2018 23:10; Akt: 25.03.2018 23:10 Print

Das verlassene Flugzeug des Waffenhändlers

von Meret Steiger - In der Wüste im Emirat Umm al-Qaiwain steht ein verlassenes Sowjet-Flugzeug. Das ist seine Geschichte.

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(Bild: Dmitry Avdeev / Wikipedia )

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Bei dem Flugzeug in Umm al-Qaiwain, einem der Vereinigten Arabischen Emirate, handelt es sich um eine Iljuschin Il-76, ein Transportflugzeug, das in der Sowjetunion gebaut wurde. Derzeit hat es eine Werbung für das lokale Palma Beach Hotel aufgedruckt, seine Vergangenheit ist aber wesentlich turbulenter.

Im Besitz diverser Fluggesellschaften

Laut der AeroTransport Data Bank, einer Website, die Daten über jedes Flugzeug sammelt, wurde diese Iljuschin Il-76 1975 in dem Teil der Sowjetunion gebaut, der heute Usbekistan ist. Bis zum Ende der Sowjetunion war sie als Militärflugzeug unterwegs, danach für die russischen Luftstreitkräfte. Zu Beginn der Neunziger wurde sie an die arabische Air Cess verkauft.

Air Cess ist ein Flugunternehmen, das Sergei But gegründet hat. Sergei wiederum ist der Bruder des berühmten Waffenhändlers Wiktor But (auch Viktor Bout), der nicht nur in diversen Geschäften seines Bruders mitmischte, sondern auch die Inspiration für den Charakter des von Nicolas Cage gespielten Waffenhändlers in «Lord of War» (2005) war.

Air Cess – mysteriöse Fluggesellschaft

Ursprünglich in Belgien gegründet, verlegte die Air Cess ihren Hauptsitz 1997 nach Schardscha, einer Stadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Iljuschin Il-76 wurde an eine Partnerfirma, Air Pass, übergeben – die aber kurz darauf aufgelöst wurde, weil Air Cess 146 Verstössen gegen das Luftfahrgesetz beschuldigt wurde.

Die Airline liess sich davon aber nicht aufhalten: Sie änderte kurzerhand den Namen und machte ab 1998 als Centrafrican Airlines weiter. Die Iljuschin Il-76 ist zwar als «derelict» (verfallen) registriert, der letzte Besitzer ist aber nach wie vor Centrafrican Airlines, die Firma von Sergei But. Sie beendete das Geschäft 2001, nachdem Wiktor But die Einreise in die Vereinigten Arabischen Emirate untersagt wurde.

Inoffiziell Wiktor Buts Firma

Die Vereinten Nationen sehen den Zusammenhang zwischen Waffenhändler Wiktor But und Centrafrican Airlines: Auch wenn But nicht im Tagesgeschäft tätig war, so hätten Untersuchungen gezeigt, dass er diverse Verträge für den Kauf und Verkauf von Flugzeugen und Grundstücken unterschrieb. Dem Flugunternehmen werden diverse illegale Waffentransporte in Kriegsgebiete vorgeworfen.

Konkret: Die Iljuschin Il-76 soll mehrfach im Jahr 2000 Waffen in das bürgerkriegsgeplagte Liberia geliefert haben, darunter auch zwei Mil Mi-24, Kampfhubschrauber und neun Strela-Luftabwehrraketen. Organisiert wurde der Transport von Centrafrican Airlines, deren Konten nach der Entdeckung dieser Transporte eingefroren wurden.

Verlassener Flughafen

Aber wie kam das Waffenhändler-Flugzeug in die arabische Wüste? Laut einem Buch über das Leben von Wiktor But, geschrieben von Doug Farah, soll But selbst einem Piloten 20'000 Dollar geboten haben, damit er das mittlerweile marode Flugzeug nach Umm al-Qaiwain flog – zu welchem Zweck ist bis heute unklar.

Klar ist nur, dass das Flugzeug nun seit einigen Jahren in der Sonne verrottet. Der Flughafen von Umm al-Qaiwain, auf dem es einst stand, schloss vor rund acht Jahren. But wurde 2012 zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt, der «Händler des Todes», wie er auch genannt wird, wird sein Flugzeug so bald nicht mehr sehen. Dafür die Autofahrer auf der E11, einer Autobahn, die am Wrack vorbeiführt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Onkel Albert am 26.03.2018 07:43 Report Diesen Beitrag melden

    Hypokritisch

    Regierungen handeln mit Waffen fuer Hunderte Milliarden jaehrlich, und niemanden juckt's. Wenn eine Privatperson es tut wird sie eingelocht.

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  • t.t. am 26.03.2018 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    Der wahre Händler des Todes

    Über Viktor But gibt es eine grandiose Doku die man auch auf Youtube schauen kann absolut empfehlenswert! Das spezielle an der Doku ist, dass viele Videos von But selber gemacht wurden da sein Hobby das Filmen war somit erhält man auch Einblicke in sein Privatleben :) Die Doku heisst: wiktor but - der wahre händler des todes

  • Mfala am 26.03.2018 08:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    X Factor DasUnfassbare

    Die Frage ist, wie zum Teufel wurden die dort hin Transportiert, es sieht niergends danach aus, dass es längere Landebahnen hätte. Sehr spannend. Kaum wurden Diese Teiler kurz mal um die Ecke gestossen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • t.t. am 26.03.2018 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    Der wahre Händler des Todes

    Über Viktor But gibt es eine grandiose Doku die man auch auf Youtube schauen kann absolut empfehlenswert! Das spezielle an der Doku ist, dass viele Videos von But selber gemacht wurden da sein Hobby das Filmen war somit erhält man auch Einblicke in sein Privatleben :) Die Doku heisst: wiktor but - der wahre händler des todes

  • Pascal del Orto am 26.03.2018 10:13 Report Diesen Beitrag melden

    Aus den Augen verloren

    Wahrscheinlich hat er heute 10 neue Flugzeuge im Betrieb und braucht das alte nicht mehr... Aber hauptsache die Medien fokussieren sich auf ein altes, nicht mehr Flugfähiges Flugzeug

    • Wer weiss am 26.03.2018 10:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pascal del Orto

      Vielleicht wurde es ja als gestohlen der Versicherung gemeldet....

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  • SCBern am 26.03.2018 08:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    waffenhändler

    Ja weiss man wiso ein flugzeug so einsam verlassen ist? Man könnte ein öffendliches zuschauen objekt benutzen. Diese leute des waffenhändlers vor gericht bringen nie mehr frei lassen!!

  • Mfala am 26.03.2018 08:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    X Factor DasUnfassbare

    Die Frage ist, wie zum Teufel wurden die dort hin Transportiert, es sieht niergends danach aus, dass es längere Landebahnen hätte. Sehr spannend. Kaum wurden Diese Teiler kurz mal um die Ecke gestossen.

    • Du Pflock am 26.03.2018 10:28 Report Diesen Beitrag melden

      @Mfala

      Wer lesen kann ist im Vorteil, der Flughafen wurde vor 8 Jahren geschlossen.

    • Mfala am 26.03.2018 12:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Du Pflock Du halbschueh

      Ich sprach alle Bilder an. Nicht nur die einte Geschichte. Manchmal auch über den Tellerrand schauen. :-)

    • Innerschweizer am 26.03.2018 18:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mfala

      1. Wenn du nicht vom Hauptthema schreibst solltest du das erwähnen. 2. Wenn man die Flügel demontiert kann ein Flugzeug ohne grössere Probleme auf einem Tieflader transportiert werfen.

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  • Onkel Albert am 26.03.2018 07:43 Report Diesen Beitrag melden

    Hypokritisch

    Regierungen handeln mit Waffen fuer Hunderte Milliarden jaehrlich, und niemanden juckt's. Wenn eine Privatperson es tut wird sie eingelocht.

    • Das Brot am 26.03.2018 13:19 Report Diesen Beitrag melden

      Natürlich...

      ... Regierungen hassen Konkurrenz. - Und wenn man Gesetzgeber ist, ist es ein Leichtes das Recht zu eigenen Gunsten auszulegen.

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