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Tiny Home

27. Mai 2018 20:35; Akt: 27.05.2018 20:35 Print

6-köpfige Familie lebt in altem Schulbus

von Meret Steiger - Die Familie Mayes hat einen Skoolie umgebaut, um dort mit den vier gemeinsamen Kindern zu wohnen.

Die Familie Mayes: Das sind Mutter Debbie, Vater Gabriel und ihre vier Kinder. Hier stehen sie vor ihrem umgebauten Schulbus.

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Gabriel und Debbie Mayes waren früh vom Tiny House Movement begeistert: Die Idee, sich auf das Wesentliche zu beschränken und so auch näher zusammen zu rücken, erschien dem Paar erstrebenswert.

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Könnten Sie auf so wenig Raum leben wie die Mayes?

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Den Eltern von vier Kindern war aber auch klar, dass die Umstellung alles andere als einfach werden würde: Immerhin wohnten die Mayes davor in einem fast 500 Quadratmeter grossen Haus mit Garten. Ihr neues Zuhause dagegen, ein alter amerikanischer Schulbus, hat nur gerade knapp 24 Quadratmeter Fläche.

24 Quadratmeter für sechs Personen. Bevor die Familie aber in ihrem fahrbaren Haus leben konnte, musste der Bus renoviert und in ein Mini-Haus umgebaut werden. Als die Mayes den Bus kauften, waren sogar die Sitze noch drin.

Alles selbstgemacht

Debbie und Gabriel sind handwerklich glücklicherweise begabt, so konnten die beiden den Umbau des Busses selbst in die Hand nehmen. So konnte der Skoolie ganz auf ihre Bedürfnisse angepasst werden: Beim betreten des Busses sind beispielsweise die Betten nicht sofort sichtbar.

Hinter der Tür befindet sich ein Mini-Wohnzimmer, dicht gefolgt von Küche und Bad. Die Schlafzimmer der Kinder und Eltern befinden sich im hinteren Teil des Busses, klar getrennt von den Teilen, die auch Besucher sehen dürfen.

Fast alles hat mehrere Verwendungszwecke

Mit so wenig Raum muss man Haushalten können und auch mal multifunktionale Möbel und Geräte haben. So können auf den Sofas im Wohnzimmer nicht nur alle Familienmitglieder sitzen, die beiden Bänke können auch zu einem weiteren Bett zusammengeschoben werden. Darunter befindet sich, genau wie beim Schuhgestell, noch mehr Stauraum.

Platz wird auch in der Küche gespart: Was geht, wird aufgehängt. Zum Beispiel Messer oder eine Küchenrolle. Der Kühlschrank ist wie ein Küchenschrank unter die Arbeitsfläche gebaut. Die Kinder schlafen in Stockbetten, die Eltern in einem abgetrennten Raum ganz hinten.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Geronimo am 27.05.2018 20:50 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Idee!

    In den USA gibt es genügend Regionen wo es das ganze Jahr über einigermassen schön warm ist. Da braucht man sich keine grossen Sorgen zu machen wegen Heizung und zugefrorenen Wasserleitungen. Und bei schönem Wetter verbringt der normale Mensch die Zeit eh draussen (der Schweizer nicht, der geht lieber arbeiten oder verkriecht sich im Keller...) und braucht das Obdach eigentlich nur noch zum schlafen. In der überreglementierten Schweiz dürfte der Bus natürlich nie herumfahren, geschweige den einfachso irgendwo abgestellt werden zwecks Übernachtung...

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  • Herr Paternoster Live in der Chnelle am 27.05.2018 20:51 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    wenn es hier zu Lande mit der AHV und dem Lohn so weitergeht, wird es hier auch noch Usus, so zu wohnen

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  • I3lackwolf am 27.05.2018 20:48 Report Diesen Beitrag melden

    wunfervoll

    einfach genial und mutig. ich wünsche ihnen nur das beste auf ihrem traumweg. ich hoffe, ich werde mit meiner familie auch einmal den mut dazu haben. viel glück

Die neusten Leser-Kommentare

  • Katja am 30.05.2018 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Schlicht genial... in CH dürfte man wohl

    kaum darin wohnen. Da müsste man sich fragen, ob da nicht die KESB mit Lehrbüchlein und Verordnungsformular einschreiten würde?

  • voni50 am 29.05.2018 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    Unbegrenzte Möglichkeiten

    Und, wie und wo entsorgen die ihre Notdurft und allen witeren Abfall der bei einem Sechspersonen-Haushalt so anfällt? Wer bezahlt allenfalls diese Entsorgungskosten, usw.?

  • Vera am 28.05.2018 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Fragen als Antworten

    Müsste man noch mehr darüber wissen. Wo wohnen sie? Gehen die Kids zur Schule? Wie machen sie es mit Abwasser und Toilette? Mit Abfall?

    • Tomys Senf am 28.05.2018 10:58 Report Diesen Beitrag melden

      Ganz einfach

      In den USA dürfen Kinder zu Hause unterrichtet werden. Abwasser ist wie bei jedem Camper, es hat ein Tank und den geht man bei der Dumpingstation leeren. Viele Campingplätze haben auch einen direkten Wasser und Abwasseranschluss.

    • Peter M am 28.05.2018 12:01 Report Diesen Beitrag melden

      @Tomys Senf

      Ja schon, aber was die Kids danach für eine Karriere einschlagen dürfte dann wohl auch jedem klar sein. Arme Kids.

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  • Ronnie am 28.05.2018 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Spass in ein paar Jahren!

    Das geht jetzt noch, aber spätestens, wenn die Kids Teenies sind, ist es vorbei mit der Idylle!

    • Real life am 28.05.2018 13:31 Report Diesen Beitrag melden

      Warum so endgültig?

      Ja und? Sagt niemand, dass sie ihr restliches Leben so verbringen wollen. Aber jetzt, im momentanen Lebensabschnitt passts. Das Leben darf sich doch immerwieder in andere Richtungen wandeln. Ich finde das eine wundervolle Erfahrung die sie im Moment, oser auch für immer, wer weiss, machen. Warum immer nur schwarz/weiss?

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  • Totti am 28.05.2018 04:32 Report Diesen Beitrag melden

    5 gegen Willi

    Ok, die Kinder sind vermutlich noch zu jung, um selber Hand anzulegen. Und wenn die Eltern sich nur vergnügen während der Schulzeit, dann ist gut. Aber das gibt Probleme, noch bevor die Kinder ins Teenie-Alter kommen.