Skoda Karoq

18. Juni 2018 05:02; Akt: 18.06.2018 07:02 Print

Kamerad Karoq

von Nina Vetterli - Der Kompakt-SUV von Skoda tritt selbstbewusst auf – auch preislich. Wer den Alltag mit ihm bestreitet, lernt ihn aber als sehr grosszügig und zuvorkommend kennen.

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Ein bisschen schrullig war er ja schon, der würfelförmige Yeti – aber dafür umso eigenständiger und um Welten liebenswürdiger. Der Nachfolger Karoq wirkt dagegen seriös, um nicht zu sagen: prätentiös. Yeti? Nie gehört, scheint der 4,38-Meter-SUV mit seinem stolzen Kühlergrill und den klaren Linien abzuwinken. Er versteht sich lieber als kleiner Bruder des mächtigen Kodiaq. Als Bestseller-Anwärter einer Marke, die sich längst nicht mehr mit zweitklassiger Konzerntechnik
begnügt, um als billige VW-Alternative auf den Plan zu treten. 25’530 Franken sind gewiss ein attraktiver Preis. Wird anstelle des 115-PS-
Basisbenziners allerdings der 150-PS-Diesel mit Allradantrieb, Doppelkupplungsgetriebe und guter Ausstattung gewählt, sind ruck-zuck über 48’000 Franken fällig.

Unauffällig und hinreichend effizient

Also leer schlucken und respektvoll nicken. Einsteigen. Und feststellen, dass man immerhin etwas bekommt fürs Geld. Etwa ein digitales Cockpit, wie man es von Audi kennt. Ein tadelloses Multimediasystem. Zig elektronische Helfer, darunter ein adaptiver Abstands- und Stauassistent. Bequemes, beheizbares Gestühl. Vier Fahrmodi plus – in Kombination mit 4×4 – ein Offroad-Programm. Und ein 2,0-Liter-Motor, der zunächst missmutig brummt, dann aber unauffällig und hinreichend effizient seine Arbeit tut und allenfalls bei Überholmanövern die Frage aufwirft, ob es sich auf die kommende 190-PS-Version zu warten lohnt.

Eigenständig? Ist der Karoq damit nur bedingt – bis man ihn im Alltag näher kennenlernt. Mehr als andere Kompakt-SUVs legt er sich ins Zeug, um stadttaugliche Abmessungen mit einem hohen Nutzwert zu kombinieren. Nicht nur, dass sich im Innenraum zahlreiche Ablagen finden und der Kofferraum mindestens 521 Liter fasst: Das optionale Varioflex-System erlaubt es, die Rücksitze mal zugunsten der Fond-Beinfreiheit, mal zugunsten des Stauraums längs zu verschieben. Hinzu kommen Skoda-typische Simply-Clever-Lösungen wie ein Regenschirm unter dem Beifahrersitz, die sich leicht als Marketing-Gag abtun lassen. Aber auch nur solange wie es nicht regnet.

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Skoda Karoq Facts & Figures
5-türiges Kompakt-SUV mit 5 Sitzen.

Masse:
Länge: 4382 mm, Breite: 1841 mm, Höhe: 1603 mm, Radstand: 2638 mm.

Kofferraumvolumen:
521 bis 1630 Liter.

Leergewicht:
ab 1591 kg.

Motor:
2,0-Liter-Turbodiesel mit 150 PS (110 kW) und 340 Nm.

Antrieb:
manuelles 6-Gang-Getriebe.

Fahrleistungen:
0 bis 100 km/h in 8,7 Sekunden. Höchstgeschwindigkeit 196 km/h.

Verbrauch:
5,0 Liter auf 100 Kilometer (Mix/offizielle Werksangabe).

CO2-Ausstoss:
131 Gramm pro Kilometer.

Markteinführung:
ab sofort.

Preis:
Ab 33 300 Franken.

Infos:
www.skoda.ch
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Auto-Quartett: Der Skoda Karoq im Vergleich

Skoda Karoq 2.0 TDI-CR, 4x4
PS/Nm 150/340
0–100/Vmax 8,7/196
l/100 km/CO2 5,0/131
Preis ab 33'300.–

Nissan Qashqai 1.6 dCi 4x4
PS/Nm 130/320
0–100/Vmax 10,5/190
l/100 km/CO2 4,9/129
Preis ab 32'890.–

Seat Ateca 2.0 TDI 4x4
PS/Nm 150/340
0–100/Vmax 9,0/196
l/100 km/CO2 5,1/133
Preis ab 37'250.–

Jeep Renegade 2.0 Diesel 4X4
PS/Nm 140/350
0–100/Vmax 9,5/182
l/100 km/CO2 5,1/134
Preis ab 35'000.–

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • VauWeh am 18.06.2018 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    die VW Werbekeule läuft ..

    Circa die Hälfte aller Auto-Werbung hier, betrifft einen Wagen aus dem VW-Konzern. Das stimmt nachdenklich .. MfG VauWeh

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  • Pilatus am 18.06.2018 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    Pontius

    Mit 2.0 Diesel ab 48'000 für dieses Gefährt? Da bleibt mir das Lachen im Hals stecken. Auf 4.38 Metern 521 Liter Kofferraum. Den mess ich erst mal nach. Vom Betrugskonzern ist bekannt, dass die Angaben diesbezügllich öfters extrem falsch sind. Nebenbei, schaut euch mal den neuen Forester von Subaru an. Da gibts für 70% des Preises sogar ein Auto mit besserem Allrad.

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  • Turbovic am 18.06.2018 09:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nix gut

    Gefällt mir überhaupt nicht, egal von welcher Seite man das Auto betrachtet. Dem VW Konzern gehen die Ideen aus...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • A.R am 22.06.2018 15:35 Report Diesen Beitrag melden

    Schlicht und einfach

    Design ist egal und welche Abmessungen auch Ottonormalverbraucher will ein auto das funktioniert und zwar mehr als 200000 km ich persönlich fahre ein skoda octavia jahrgang 2007 ohne turboaufladung und ohne unnöter schnick schnack und bin völlig zufrieden (1,6 benziner) die technik sollte wieder wie das design sein einfach und schlicht denn wenn die kleinen technische helferlein kaputt gehen na dann viel spass dann wirds teuer

  • Rohstoffhändler am 19.06.2018 21:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    was für ein Rückschritt

    5 Liter auf 100 km Turbodiesel wird Zeit das solche Autos verboten und sparsamem Autos gefördert werden

  • VW-Einheitsbrei am 19.06.2018 19:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kurvenhobel oder Bergstelze

    Wie tief geht das mit dem CO2 Tieferlegen hier denn noch?

  • timt am 19.06.2018 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schnörkellos

    Skoda ist zwar nicht mein Fall, dann doch lieber Audi oder VW. Aber das Design ist herrlich unaufgeregt, nicht wie all die japanischen Derivate.

  • t.t. am 19.06.2018 16:45 Report Diesen Beitrag melden

    Digitales Cockpit

    Der neue Tiguan hat ebenfalls dieses Digitale Cockpit. Nette Spielerei aber völlig ungeeignet für ein Auto. Schlecht ablesbar da das Display bei Sonneneinstrahlung reflektiert und bei weitem nicht hell genug ist dazu sieht man jedes Staubkorn. Das Display ist mit Infromationen zugemüllt wodurch man nach der Geschwindigkeit schon fast suchen muss. Man muss nicht alles auf einem Display sehen können, normale Tachometer reichen völlig aus. Wieder so ein Schnickschnack den keiner braucht.