Land Rover

24. September 2017 17:09; Akt: 24.09.2017 17:10 Print

Milliardär will Defender neu aufleben lassen

Der englische Chemie-Milliardär Jim Ratcliffe will bis 2020 einen «echten Nachfolger» für den Land Rover Defender auf die Strasse bringen.

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Nach 68 Jahren war 2016 Schluss: Land Rover stoppte die Produktion des kultigen Defenders. (Bild: Dieter Liechti)

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Im vergangenen Jahr zog Jaguar Land Rover (JLR) einen Schlussstrich unter das Thema Defender. Nach 68 Jahren gaben die Briten den Versuch auf, den Veteran an die modernen Sicherheitsanforderungen heranzuführen. Wie ein moderner Nachfolger des kultigen Offroaders aussehen könnte, haben die Briten zwar mit Studien gezeigt, doch seither herrscht Stillschweigen.

Ein Auto für Förster und Bauern

Das ärgert die Defender-Fans. Und davon gibt es viele. Unter anderem auch den 64 Jahre alten Jim Ratcliffe, der als Chemie-Unternehmer jedes Jahr mehr als 4 Milliarden Pfund mit seiner Firma Ineos macht. Dieser Ratcliffe will nun selber einen «neuen Defender» bauen, da er davon ausgeht, dass der Nachfolger von Land Rover zu sehr als Lifestyle-Auto konzipiert werden wird. «Ich will ein Auto, das man nicht fürs Shoppen in Chelsea braucht, sondern für die tägliche Arbeit – als Förster oder Bauer», so Ratcliffe, der selber einen Ur-Defender besitzt. Und fährt.

Und sein puristischer Geländewagen ohne technischen Schnickschnack soll zwar nicht billig, aber doch erschwinglich sein: 35.000 Pfund – umgerechnet rund 40.000 Euro – „das wäre ein gutes Preisziel“, findet er. Damit würde sich sein Auto klar vom sehr viel teureren G-Modell von Mercedes unterscheiden, das ansonsten Ratcliffes Vorstellungen noch am nächsten kommt.

«Made in UK» oder nicht?

Das «Projekt Grenadier» – benannt nach einem Pub in London's Belgravia –, soll «wenn möglich in Grossbritannien realisiert werden. Wir wollen Britishness stärken und dem Norden helfen», so Ratcliffe. «Aber wir müssen die Mängel und Unzuverlässigkeit des alten Defenders ausmerzen. Das können wir, wenn wir nur wollen.» Während Ratcliffe gegenüber den britischen Journalisten von möglichen Fabriken in Schottland oder Hull sprach, schloss er gegenüber deutschen Journalisten eine Produktion in Deutschland oder in Südeuropa nicht aus. «Denn wir müssen die Kosten im Auge behalten, das Auto soll nicht mehr als rund 40'000 Euro kosten.»

So oder so sollen ab Ende Jahr 150 Ingenieure in Deutschland das Projekt auf einem weissen Blatt Papier beginnen. Denn noch weiss Ratcliffe nicht, wer die Motoren liefern wird. «Sicher ist, dass wir auch eine teilelektrische Variante bauen werden», so der Unternehmer.

(lie)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Vonki am 24.09.2017 18:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Gott sei Dank; eine Legende; bin mit den klassischen Land Rovern aufgewachsen und hoffe sehr dass das fahrende Garagentor ein Revival erlebt.

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  • Branchenkenner am 24.09.2017 18:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein elektronischen Abfall

    Richtig Auto's bauen für den Alltag, ohne überteuerten und unnötigen elektronischen Schnickschnack, der billig zum herstellen ist und überteuert verkauft wird und erst noch nach 5 Jahren ersetzt werden muss. So machen die Herstellern Kohle mit nicht Wissenden.

  • wolke am 24.09.2017 19:37 Report Diesen Beitrag melden

    Genial

    Super ! Es fehlen nur noch geeignete Tiefgarageneinfahrten, wo man mit Gepäckträger parken kann! Die sind ja nur bis höchstens 2.10 hoch. Da passt unser Landi nie rein

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Die neusten Leser-Kommentare

  • offroader am 03.10.2017 07:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hute idee

    am besten noch etwas mehr beinfreiheit, diese war sehr knapp, und dann noch neue motoren und die sache rollt

  • Checker am 01.10.2017 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    Super!

    Immer mehr geländewagen werden zu suvs! Finds stark, dass land rover beim defender treu bleibt! Das gilt auch beim pajero und dem land cruiser!

  • C.Käser am 25.09.2017 20:31 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo!

    Ein alltagstaugliches 4x4 Auto, ein Dieselmotor! Die elektrischen Händetrockner können die fahren die eigentlich kein Auto brauchen.

  • H.P.Müller am 25.09.2017 19:19 Report Diesen Beitrag melden

    Es hat vielllllllllll Luft nach oben

    Aber bitte mit Zubehör. Rep. Anleitung und Werkzeugkiste. Bin EX Landi Besitzer. Da ich Fahren will und nicht nur Repen . Habe ich ein Fahrzeug gekauft das Zuverlässig seinen Dienst tut. Nicht eins das Zuverlässig stehen bleibt. Es ist Peindlich wenn ein Lada Niva zuverlässiger ist.

  • Kurt am 25.09.2017 18:26 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach und praktisch.

    Freude herrscht. Ich fange gleich an zu sparen.