Volvo Polestar

19. Oktober 2017 05:30; Akt: 18.10.2017 19:02 Print

Polestar nimmt Tesla ins Visier

von Thomas Geiger - So will Volvo die Marke Polestar gegen Tesla & Co. in Stellung bringen.

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Geht es nach Thomas Ingenlath, kann sich Elon Musk bald warm anziehen. Denn als neuer Chef von Polestar will der Volvo-Designer den einstigen Werkstuner zur elektrischen Performance-Marke ausbauen. Deshalb haben die Schweden daheim bei Volvo-Eigentümer Geely das Tuch von jenem Auto gezogen, dass die frostige Offensive aus dem hohen Norden anführen soll – dem Polestar 1.

Der für Mitte 2019 angekündigte Gran Tourer erinnert an eine Coupé-Studie von 2013. Allerdings ist der 2+2-Sitzer mit seinen 600 PS und 1000 Nm und einer Länge von 4,5 Metern extrem handlich. Doch während Volvo die Elektrifizierung in den bestehenden Segmenten vorantreiben will, soll Polestar neue Wege gehen. Das gilt für die Technik und das Design, das sich mehr Aggression, Egoismus und Kälte erlaubt.
 
Klingt gut. Allerdings ist der Polestar 1 kein Massenmobil, sondern wird höchstens 500-mal im Jahr gebaut, und zweitens ist er kein reines Elektroauto, sondern ein Plug-In-Hybrid mit zwei E-Maschinen an der Hinterachse und einem Vierzylinder-Benziner vorn. Das reicht zwar für eine elektrische Reichweite von 150 Kilometern, doch wenn der Erstling 2019 an den Start geht, drehen Konkurrenten wie der Jaguar i-Pace oder der Audi e-tron bereits ihre Runden und kommen auch ohne Sprit mindestens dreimal so weit. Von Tesla ganz zu schweigen.

Aber Hilfe naht: Ende 2019 soll ein direkter Tesla-3-Konkurrent rein elektrisch starten und bis 2021 soll der Polestar 3 die SUV-Fans erfreuen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Herr Elektro am 19.10.2017 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt auch andere E-Autos

    Wieso nimmt eigentlich jede Zeitung an, wenn ein neues Elektroauto auf den Markt kommt, habe man immer Tesla im Visier? Ich meine heutzutage haben auch nicht alle Autobauer immer "Henry Ford" im Visier, wenn sie ein Auto veröffentlichen.

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  • Lukas W. am 19.10.2017 09:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Titel verspricht zuviel

    Sieht unglaublich schick aus aber wenn das Auto nicht vollelektrisch ist, dann ist es nicht unbedingt ein Konkurrent von Tesla. Und 200 PS reichen mir vollkommen aus, wenn die Batterie - Reichweite länger ist.

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  • Mansaylon am 19.10.2017 09:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aggressionen schüren

    Warum immer Aggressionen schüren mit so negativ formulieren Schlagzeilen? Ich finde jede Innovation in Richtung Elektrifizierung großartig... egal von welcher Seite sie kommt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • claudia am 21.10.2017 09:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Polestar??

    Unter 'Polestar' verstehe ich etwas anderes ... Da wird mir die pole-community wohl Recht geben.

  • Heidi am 21.10.2017 07:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist der Umweltschutz geblieben

    Schon wieder ein neues Kolos von einem Auto. Alles Andere als umweltfreundlich. Gewichtsparen ist das Motto und nicht Säure- und Gewichttechnik.

  • Thierry Aragorn am 20.10.2017 22:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toyota

    Toyota ist schon weiter und besser als tesla!! Warum? weil toyota ein elektromotor hat der sich beim fahren selbst auflädt und nen 2ten motor im notfall wenn mal der strom ausgeht

    • Alfons Stöckli am 22.10.2017 12:32 Report Diesen Beitrag melden

      @Thierry Aragorn

      Da meinst du wohl Hybridfahzeuge. Diese sind jedoch nicht zwingend besser, mit denen fährst du nähmlich Verbrennermotor UND Elektromotor (mit jeweils allem Zugemüse was es noch so braucht) spazieren. Das macht das ganze Aufwendig, weniger effizient und teuerer im Unterhalt. Einziger Vorteil ist: Keine Reichweiteangst wegen leeren Akkus.

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  • Ric am 20.10.2017 21:00 Report Diesen Beitrag melden

    Ladeinfrastruktur

    Sieht interessant aus. Bleibt nur zu hoffen, dass die nicht Tesla Ladestationen bis 2019 brauchbare bezahlsysteme haben.

  • Chrigel am 20.10.2017 14:33 Report Diesen Beitrag melden

    Aus den Augen, aus dem Sinn

    Grundsätzlich bin ich für die Entwicklung von solchen Fahrzeugen - nur woher nehmen wir all die Elektrizität? Das Paradebeispiel ist Deutschland - den Atomausstieg beschlossen und Kohlebergwerke am Netz um die Stromgeneratoren anzutreiben. Das Fahrzeug im Endeffekt (Abgesehen von der Herstellung des Akkus und diverser Elektronikkomponenten) scheint zwar im Betrieb sauber zu sein - aber nur wenn man entsprechenden Öko-Strom verwenden würde. Alles Andere ist reine Augenwischerei - frei nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn!

    • Alfons Stöckli am 22.10.2017 12:50 Report Diesen Beitrag melden

      @Chrigel

      In der Tat eine berechtigte Frage. Trotzdem erlaube ich mir die Gegenfrage: Woher nehmen wir all die Energie für unsere heutigen Verbrennerfahrzeuge? Logisch, das Zeugs kommt ja aus der Tanksäule! Hinterfragt man dann welcher Energieaufwand dahintersteckt bis das Zeugs in den Tank fliesst, wird man aber staunen... Alleine mit dieser aufgewenden Energie könnte ein E-Fahrzeug praktisch betrieben werden. Oder anders ausgedrückt: um etwa 7 Liter Treibstoff herzustellen/Transportieren/Lagern etc. verbraucht soviel Energie, wie ein E-Fahrzeug rund 100Km betrieben werden kann. Und das Abgasfrei...

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