Rinspeed Snap

07. Dezember 2017 10:19; Akt: 08.12.2017 08:22 Print

CH-Visionär trennt Auto der Zukunft in zwei Teile

Der Zürcher Mobilitäts-Visionär Frank M. Rinderknecht (Rinspeed) zeigt an der Consumer Electronic Show CES in Las Vegas sein neustes Werk «Snap».

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Selbstfahrende Autos, vollgestopft mit schnelllebigen IT-Komponenten, werden laut dem Zürcher Visionär Frank M. Rinderknecht in absehbarer Zukunft die Verkehrsprobleme lösen helfen. Dafür hat die Schweizer Ideenschmiede Rinspeed mit dem neusten Concept Car «Snap» ein völlig neues Mobilitäts-Ökosystem entworfen: Rinderknecht implementiert die alterungsanfällige Hard- und Software in die nutzungsintensive Fahrplattform («Skateboard») – und trennt dieses von der langlebigen Fahrgastzelle («Pod»).

Mit diesem Kunstgriff entflechtet der Schweizer die unterschiedlichen Lebenszyklen diverser Autokomponenten: Das Skateboard trägt die langlebige Mechanik und die alterungsanfällige IT-Technik und wird nach intensiver Nutzung bei Erreichen der vorgesehenen Laufleistung nach wenigen Jahren recycelt, während der weitaus weniger beanspruchte Pod um viele Jahre länger seinen Dienst tun kann.

Auf Wunsch begleitet sogar ein «Personal Assistant˚ in Form eines selbstfahrenden intelligenten Roboters die Insassen. Dieser hilft auch gerne bei Besorgungen, beim Tragen der Einkäufe oder nimmt andere lästige Arbeiten ab.

Kommunikation innen und aussen

Für die Interaktion stehen jedem Passagier drei Displays zur Verfügung: Über das «Personal Control Panel» werden individuelle Einstellungen vorgenommen; auf den touchgesteuerten «Hover-Tabs», die per Schwenkarm in Position gebracht werden, erscheinen persönliche Inhalte und individuelle Benachrichtigungen; zwei grosse zentrale Bildschirme bieten Routeninfos und Filmgenuss. Das Surround-Soundsystem soll für alle Anwendungen ein einzigartiges Audioerlebnis bieten.

Doch «Snap» sorgt nicht nur innen für Unterhaltung, sondern kommuniziert auch über sechs Projektionen mit der Aussenwelt: Zwei nutzen die Front- und Heckscheibe, um vollfarbige Botschaften an andere Verkehrsteilnehmer zu senden wie «Vorfahrt gewährt» oder «Achtung, Kinder». Vier Laserprojektionen auf den Seitenscheiben dienen der Kommunikation mit zusteigenden Fahrgästen. D

Licht gegen Bakterien

Das Design des «Snap» erinnert zwar eher an Architektur als an Automobildesign, trotzdem verbergen sich zahlreiche technische Innovationen hinter der eher schlichten Fassade: Zum Beispiel digitale Kennzeichen oder eine Rundumbeleuchtung inklusive Innenraum-LEDs, welche mit ultraviolettem Licht Bakterien unschädlich machen und damit die Hygiene verbessern. Front- und Heckpanels sowie Lichtelemente in den Seitenschürzen sind multimedial und -funktional bespielbar.

Grosse Bedeutung kommt beim selbstfahrenden Auto der Wohlfühl-Ausstattung des Innenraums zu. Hier verlässt sich Rinspeed auch in Zukunft auf natürliche Stoffe. So sitzen die Passagiere auf Leder und staunen über das tragbare Ablagefach. Mit traditionellem koreanischem Sanggam-Druck für Sitze und Verkleidung werden asiatische Akzente im Innenraum gesetzt, und in mobilen Urban-Farming-Behältern wachsen Minze und Erdbeeren für selbstgemachte und gesunde Getränke.

Und falls der Pod mal ins Rentenalter kommt, kann er auch im Stillstand sinnvoll verwendet werden – zum Beispiel als gemütlicher Kuschel-Pod im Garten oder als trendiges Homeoffice. Rinderknecht: «Hier setzt nur die Fantasie den möglichen Ausgestaltungen Grenzen.»

(lie/pd)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lenii am 07.12.2017 12:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auto vs Bus

    das hat meiner Meinung nach nichts mehr mit einem Auto zu tun ist ja fast schon ein bus

  • Mc_Fly am 08.12.2017 07:59 Report Diesen Beitrag melden

    Super Ansatz

    Stellt euch vor die Bauart der Pod's und der Bord's wird genormt und Open Source, Verschiedene Hersteller könnten Pod und Board's in diversen Variationen herstellen. Bord's mit verschiedenen Antriebskonzepten, Pods mit verschiedenen Formen, von Bus über Limousine bis zum Sport-Coupé.... Im Alltag die Limousine mit Elektroantrieb für eine für die Ferien ein Verbrennerantrieb mit grösserer Reichweite. Pod wird gekauft und der Antrieb gemietet oder geleast ....

    einklappen einklappen
  • H. Basch am 07.12.2017 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist nichts neues

    Solche Fahrzeuge wurden schon vor vielen Jahren geplant, gezeichet, entworfen, gebaut, etc.

Die neusten Leser-Kommentare

  • k.christen am 08.12.2017 09:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    blödsinnige erfindung

    echter geldmacherei u.überfluss an automatisierten verkehrsmittel. wie wir heute mit dem bus fahren ist sooo einfach und reicht fürs pendelverkehr! das digitale zukunft wird nicht mehr schön und toll sein! keine sport mehr, keine auszeit (digitalfrei), nur stress von dauer erreichbarkeit. man lernt nicht mehr selber auto steuern u beobachten.

  • Mc_Fly am 08.12.2017 07:59 Report Diesen Beitrag melden

    Super Ansatz

    Stellt euch vor die Bauart der Pod's und der Bord's wird genormt und Open Source, Verschiedene Hersteller könnten Pod und Board's in diversen Variationen herstellen. Bord's mit verschiedenen Antriebskonzepten, Pods mit verschiedenen Formen, von Bus über Limousine bis zum Sport-Coupé.... Im Alltag die Limousine mit Elektroantrieb für eine für die Ferien ein Verbrennerantrieb mit grösserer Reichweite. Pod wird gekauft und der Antrieb gemietet oder geleast ....

    • rumpelstilzli am 08.12.2017 08:24 Report Diesen Beitrag melden

      leitertahmen

      Genau das wäre toll. Und das ganze würden wir dann "Carrosserie auf Leiterrahmen" nennen

    einklappen einklappen
  • H. Basch am 07.12.2017 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist nichts neues

    Solche Fahrzeuge wurden schon vor vielen Jahren geplant, gezeichet, entworfen, gebaut, etc.

  • Lenii am 07.12.2017 12:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auto vs Bus

    das hat meiner Meinung nach nichts mehr mit einem Auto zu tun ist ja fast schon ein bus

  • Nervensäge am 07.12.2017 11:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Cool

    Ich schicke dan den Roboter zur Arbeit der auf seinem Display mit meinem Gesicht bedient. Versuche dan wie Trump zu grinsen um es auch so richtig toll rüberzubringen. Bei reklamationen kommt dan die gespeicherte Standart Ansage (zwischen dem grinsen) wie. Ä chli stinkä muäs es.