CAM-Studie

21. Januar 2018 11:59; Akt: 21.01.2018 12:01 Print

2030 kaufen noch 60% Benziner oder Diesel

Laut einer neuen Studie soll die Elektromobilität ab 2020 auf die Überholspur wechseln. Aber ohne Verbrenner geht in naher Zukunft nichts.

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Trotz Tesla (Model X): Die Elektromobiltät hebt noch nicht so richtig ab. (Bild: Tesla)

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Dass Elektroautos in China seit Jahren boomen, ist kein Geheimnis. Auch 2017 konnte das Reich der Mitte noch mal ein starkes Wachstum verzeichnen: Laut der aktuellen Studie des deutschen Centers of Automotive Management (CAM) wurden im vergangenen Jahr 777'000 elektrifizierte Fahrzeuge verkauft. Davon waren 650'000 reine Batterie-Autos und 125'000 Plug-in-Hybride.

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«China setzt seine Rolle als globaler Taktgeber der E-Mobilität unbeirrt und mit zunehmender Dynamik fort», sagte CAM-Leiter Stefan Bratzel. Während die E-Mobilität bei uns vor allem aus Überlegungen der Luftreinhaltung boomt, geht es bei den Chinesen laut der Studie «um den Wunsch nach grösserer Unabhängigkeit von Ölimporten» sowie um die Elektrokompetenz chinesischer Autobauer.

USA auf Platz 2 vor Norwegen

Auf Platz zwei der Verkäufe landete die USA mit 195'000 Einheiten, den dritten Platz sichert sich Norwegen mit 62'000 Verkäufen, dort haben E-Autos bereits einen Marktanteil von fast 40 Prozent. Erst auf dem vierten Platz folgt Deutschland mit 54'000 Einheiten. Allerdings war 2017 in Deutschland der grösste Zuwachs (plus 117 Prozent) festzustellen.

Zum Vergleich: In der Schweiz wurden 2017 insgesamt 16'805 «elektrifizierte» Autos verkauft. Der Grossteil entschied sich für einen Benzin-Hybridantreib (11'538), auf Platz 2 folgten die reinen Stromer mit 4773 Fahrzeugen.

2025 mit 25% E-Anteil

«Zwar sehen diese Zahlen bereits recht positiv aus», so Bratzel. «Ein exponentieller Anstieg sei erst für die 2020er-Jahre zu erwarten, wenn die Konzerne die von der EU vorgegebenen CO2-Ziele erreichen müssen.» Denn bei Nichteinhaltung drohen Strafen in Milliardenhöhe.

Das CAM prognostiziert für 2025 einen Marktanteil von 25 Prozent auf Seiten der E-Autos. Allerdings werde laut der Studie bei optimistischen Prognosen selbst 2030, also in zwölf Jahren, die Mehrzahl der verkauften Autos (60 Prozent) von einem Verbrennungsmotor angetrieben.

(lab)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Point Man am 21.01.2018 12:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Laden?

    Die Städte sind voll mit Autos. In öffentliche Parkplätze und in der Blauen Zone sehe ich aber keine Einzige Steckdose...

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  • Lou Ziffer am 21.01.2018 12:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Woher den Strom nehmen?

    Wenn wir alle Autos mit Strom betreiben, dazu noch alle Heizungen mit Wärmepumpe laufen, brauchen wir bald 3 neue AKW's. Oder reicht es wenn man mehr Steckdosen einbaut? :-p

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  • D.C. am 21.01.2018 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Augenwischerei

    Energieproblem wird nur verlagert. Das gleiche mit dem "Müll". Es schwebt zwar nicht in der Luft aber es liegt auf den Planeten. Von der Energie und der Entsorgung von Batterien spricht ja keiner weil das Problem immer noch nicht gelöst ist. Die CO2 Ziele und deren Vorwand den Planet zu retten sind nur eine farce.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Günter am 14.02.2018 06:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umwelt schonen mit E Fahrzeuge?

    Um ein Akku dieser Fahrzeuge Herzustellen schmeissen die Kollegen so viel C02 in die Atmosphäre somit kann ich mit meinem Benziner locker 200'000km absolvieren um auf den gleichen Verschmutzungsgrad zu kommen.

  • Alfred A. am 22.01.2018 19:15 Report Diesen Beitrag melden

    Elektromobilität

    Die meisten Autos fahren für Minuten pro Tag und stehen für Stunden. Somit ist klar wo welche Art von Ladestationen zu bauen sind. Es sind nicht in erster Linie Schnelladestationen auf Autobahnen, die braucht es zwar auch. Es sind intelligente, zentral gesteuerte, langsam ladende Stationen, die möglichst kontaklos laden können. In der heimischen Garage, in Einstellhallen, Parkplätzen, überall wo ruhender Verkehr stattfindet. Es braucht dann auch nicht Akkus mit 100+ Kwh und 600Km Reichweite in den Autos. Echte 100 Km Winterreichweite reichen so in den allermeisten Fällen.

    • Einstein am 22.01.2018 23:02 Report Diesen Beitrag melden

      Falsch!

      Du fährst Montag bis Freitag jeden Tag 50km zur Arbeit und wieder zurück. Am Wochenende möchtest Du einen Ausflug machen der 200km weit weg ist. Welches Auto kauft nun der Verbraucher? Das mit 100km wird ihn nicht zufrieden stellen...

    • Bruno am 23.01.2018 12:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Einstein

      Sommerferien mit der ganzen Familie nach Italien. Klimaanlage an und Stop&Go am Gotthard...sehe schon die schlägereien ums elektrokabel.

    • Hugo am 23.01.2018 21:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bruno

      So ein Quatsch. Ist mir noch nie passiert. Fahre ca. 50000km rein elektrisch im Jahr. Ich komme übrigens reale 320 bis 400 km weit.

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  • SalsaPeeWee am 22.01.2018 17:20 Report Diesen Beitrag melden

    Es geht nur ums Geld

    Der Staat will dass die Bürgern auf Benziner- und Dieselfahrzeuge verzichten, da diese Umweltschädlich sind. Das ist eine grosse Lüge! Da Benzin und Dieselfahrzeige immer sparsamer werden, verdienen die Staaten nichts mehr an Mineralölsteuer. Elektrizität erzeugt einfach mehr Einnahme für die Staatkasse, welche bei einige Staaten zu 100% direkt an die Staaten gehen. Sobald die E-Autos prozentual höher sind als den Rest, müssen dann die E-Fahrern damit rechnen, hohe Steuer bzw. Verkehrsabgabe zu bezahlen. Bonus wird es kaum noch geben. Es geht ja nur ums Geld.

    • koala am 31.01.2018 19:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @SalsaPeeWee

      Das ist aber ganz schön viel Meinung für so wenig Ahnung!

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  • Arthur Ketch am 22.01.2018 17:14 Report Diesen Beitrag melden

    Der PW Diesel wird aussterben

    Der Dieselmotor ist ursprünglich für Lastwagen, Landwirtschaftsfahrzeuge und Nutzfahrzeuge konzipiert worden. Nach den diversen Dieselskandalen in (vorwiegend deutschen) Motoren - welcher noch nicht zu Ende ist - sehe ich persönlich den PW Dieselmotor am aussterben. Sooner or later.....

    • Chris am 23.01.2018 14:42 Report Diesen Beitrag melden

      Schon mal was von Pareto gehört?

      Ja waaaaaahnsinnig umweltschädlich, wir sind entsetzt. Und die Dieselskandale drehen sich um wie wenige Gramm Co2?

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  • Captain Future am 22.01.2018 16:57 Report Diesen Beitrag melden

    Wir benötigen mehr E-Autos + Steckdosen

    Herstellung, Transport und Lagerung von einem Liter Treibstoff benötigt ca. 6 kW Elektrizität. 10 Liter Treibstoff=60 kW, ein Elektroauto fährt damit, je nach Modell 250 bis 300 Km weit. "Power to Heat" ? STROMVERNICHTER: die Umwandlung von Strom in Wärme, damit wird der tägliche Produktionsüberschuss von Elektrizität geregelt. Alpiq besitzt eine kleine Anlage in Nidergösgen, Leistung 22 Megawatt, das sind ca. 100'ooo elektrische Kilometer. Deutschland besitzt Anlagen mit einer Kapazität von ca. 500 Megawatt, angeblich ist es günstiger Strom zu vernichten als zu speichern ...

    • Martin Simon am 23.01.2018 07:07 Report Diesen Beitrag melden

      @Captain Future

      99 % Zustimmung, bei den Einheiten noch kW durch kWh ersetzen, dann sind es 100 % :-)

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