«Auto-Bild»-Test

24. Dezember 2017 13:46; Akt: 24.12.2017 13:46 Print

Ernüchternde Resultate beim E-Auto-Wintertest

Das deutsche Fachmagazin «Auto-Bild» hat die Reichweite von acht Elektroautos im Alltag getestet. Mit teils erschreckenden Resultaten.

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Die «alternativen Antriebe» sind in der Schweiz weiter auf dem Vormarsch: Doch während Hybrid-Diesel, Stromer mit Range Extender, Erdgasautos und Wasserstoffautos von Januar bis November gegenüber dem Vorjahr – auf ohnehin tiefem Niveau – weiter nachgelassen haben, boomen Elektroautos und Hybrid-Benziner. Hybride konnten die Verkäufe um 16,4 Prozent auf 10'363 Exemplare steigern, bei den Elektroautos wurde ein Plus von 53,3 Prozent auf 4227 Verkäufe verbucht.

Kein Wunder: Die E-Euphorie macht auch vor der Schweiz nicht Halt, und die einstige Reichweiten-Angst bei Elektroautos scheint verflogen. Denn die neuen Stromer versprechen zum Teil hohe und damit auch durchaus alltagstaugliche Reichweiten. Wie viel das allerdings mit der Realität zu tun hat, das wollte «Auto-Bild» mit einem Praxis-Test (mit Autobahnfahrt) bei winterlichen Verhältnissen überprüfen. Dazu liess die Redaktion Hyundai Ioniq Electric, Kia Soul EV, Nissan e-NV200 Evalia, Opel Ampera-e, Renault Zoe, Smart Fortwo electric drive, VW e-Golf und VW e-Up die gleiche Strecke abfahren.

Das durchzogenen Fazit der Tester: «Erste Erkenntnis: Winter kostet Reichweite. Die Heizung verbraucht ein bis zwei kWh je 100 km, zudem sinkt die Leistungsfähigkeit der Akkus. Zweite Erkenntnis: Die geringe Akkukapazität lässt die Reichweite von E-Kleinwagen bei Autobahnfahrt extrem schnell schrumpfen.»

Am besten schnitt der Opel Ampera-e ab. Das ist keine Überraschung, wurde der von General Motors entwickelte Opel doch erst kürzlich zum «Schweizer Auto des Jahres 2018» gewählt. Und der Stromer verkauft sich gut: «Bis Ende Jahr dürften es um die 350 Ampera-e sein, die wir in der Schweiz verkauft haben», bestätigt Opels PR-Manager Lukas Hasselberg.

Die «Auto-Bild»-Resultate finden sie in der Diashow.


(lie)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fahrschüler am 24.12.2017 14:24 Report Diesen Beitrag melden

    Betrug

    Die Hersteller betrügen beim Stromverbrauch genau so wie beim Benzinverbrauch. Wäre doch nett, wenn mal einer sagen würde "Mit unseren Modell XY kommen Sie mindestens 250 km weit. Bei günstigen Verhältnissen können es auch 400 sein."

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  • Point Man am 24.12.2017 14:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts Neues

    Die Reichweite werden nur auf dem Papier erreicht auch bei Tesla. Um in die Nähe der angegebenen Reichweite zu kommen muss man 80Km/h auf der Autobahn fahren dabei überholen euch noch sämtliche Lastwagen. Die Reichweite bei Elektro ist Relativ und in Deutschland mit teilweise unbegrenzten Autobahnen sowieso.

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  • AlainvB am 24.12.2017 14:04 Report Diesen Beitrag melden

    Tesla?

    und wo steht Tesla mit seinen 3 Modellen?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jasmin R. am 08.01.2018 20:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts Neues

    Fazit: die Deutschen wieder topp.

  • Andy am 27.12.2017 23:14 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Atom, dekarbonisieren und e-Autos

    Wie das alles gehen soll, ist mir ein Rätsel. E-Autos sollen die Verbrenner ersetzen, Atom abstellen, die restliche Energieerzeugung soll dekarbonisiert werden, das ganze bitte bezahlbar und in rohen Mengen und sofort... na dann, viel Glück.

    • el.ing. am 28.12.2017 01:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Andy

      überhaupt kein problem. wenn sie nur die grundlagen der elektrotechnik etwas beherschen würden könnten sie es ausrechnen, was nur schon einsparungen zuhause bringen können! damit fahr ich gut 6000km pro jahr mit unserem e-auto. tagsüber solaranlage lädt auto wenn ich mal zuhause bin. ergibt nochmal einige tausend km. relativ simpel das ganze, aber man muss sich mal hinsetzen und etwas nachdenken. darin liegt vermutlich das haupt problem!

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  • Käser am 27.12.2017 18:41 Report Diesen Beitrag melden

    Da fehlt doch was

    Ein E Autotest ohne Tesla ist wie eine Wein Degustation mit Mineralwasser.

    • Physiker am 28.12.2017 01:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Käser

      tesla ist interessant als botschafter, um der unwissenden masse zu zeigen, was elektro autos leisten könnten. vernünftig ist ein tesla kaum, denn 600ps sind nicht ökologisch, nur weil sie von elektromotoren erbracht werden. vernünftige e-autos für die masse sind leaf, soul ev, ioniq, i3 etc.

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  • Thomas am 27.12.2017 17:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wasserstoff ist die Zukunft!

    E-Autos sind nicht die Zukunft. Wasserstoff mit Brennstoff Zelle ist es. Die sichere Speicherung von diesem ist die Herausforderung. Dort müsste geforscht werden!

    • Käser am 27.12.2017 18:43 Report Diesen Beitrag melden

      Warum 50% Energie verschenken?

      Thomas, folgende Wirkungsgrade zeigen auf wo die Musik spielt: Verbrenner 20-25%, Wasserstoff 40%, Elektroauto 80%.

    • Andy am 27.12.2017 23:05 Report Diesen Beitrag melden

      Gesamtbetrachtung, bitte!

      Herr Käser, schauen Sie mal auf die Umwelt-Belastungspunkte... da hilft dem Elektroauto nicht mal der erneuerbare Strom wirklich weiter....

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  • Calogero Di Caro am 27.12.2017 15:06 Report Diesen Beitrag melden

    Öl für andere Zwecke.

    Rohöl ist zu wertvoll, um einfach so verbrannt zu werden. Denkt einmal darüber nach.

    • Nach mir die Sintflut am 27.12.2017 16:12 Report Diesen Beitrag melden

      Wertvoller Rohstoff

      Sehe ich genau so: Ein wertvoller Rohstoff. Ausgehen wird uns das Öl nie, da es als Energieträger irgendwann unbezahlbar sein wird.

    • Chemiker am 28.12.2017 01:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Calogero Di Caro

      da nützt denken nicht viel! dazu müsste zuerst mal allen bewusst sein, wozu öl sonst noch gebraucht wird!

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