Studie beweist

23. Dezember 2017 13:00; Akt: 24.12.2017 13:14 Print

Plug-in-Hybride gleich sauber wie die Stromer

Um 17,7 Prozent haben die «alternativen Antriebe» bei uns 2017 zugelegt. Für die Schlagzeilen sorgen die Stromer, für die Masse die Hybridautos.

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Prius als Primus: Der Toyota-Bestseller in seiner neusten Plug-in-Hybrid-Version. (Bild: Toyota)

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17,7 Prozent – diese Zahl lässt sich sehen. Auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick wird aber klar, dass der Marktanteil der Neuwagen mit einem alternativen Antrieb zwar einen Höchststand erreicht hat, doch der liegt noch immer bei bescheidenen 5,6 Prozent – oder 15'711 Fahrzeugen. Diese 15'711 Autos teilen sich laut den Zahlen (bis 30.11.) von Auto-Schweiz in zwei «Boomer» und vier «Loser»-Kategorien auf:

Umfrage
Was würdest du als nächstes Fahrzeug kaufen: ein Hybridauto oder ein Elektroauto?

10'363 Autos:
Benzin-Hybride + 16,4 %

4227 Autos:
Elektrofahrzeuge + 53,3 %

674 Autos:
CNG (Erdgas) - 19,7 %

245 Autos:
Diesel-Hybride - 59,1 %

197 Autos:
Elektro mit Range Extender - 17,2 %

1 Auto:
Wasserstoff mit E-Motor - 90,0 %

Dass die Stromer boomen ist keine Überraschung, zumal die lautlosen Fahrzeuge von vielen Autofahrern recht unkritisch als Antwort auf alle ökologischen Fragen der Gegenwart gesehen werden. Zudem hat die Elektro-Fraktion mit Tesla eine Marke am Start, die polarisiert und fasziniert, wie einst Apple unter Steve Jobs. Rote Zahlen, immense Lieferverzögerungen und immer schrägere Tweets von Tesla-Denker und Lenker Elon Musk – nichts vermag die Tesla-Jünger weltweit zu erschüttern.

Trotzdem liegen die Stromer in der Schweiz noch immer deutlich hinter den Hybridautos zurück, bei denen traditionell Toyota (der Bestseller) und Lexus (im November waren alle zugelassenen Lexus mit einem Hybridantrieb ausgerüstet) für Vortrieb sorgen. Doch die Hybrid-Flotte (vor allem Plug-in-Hybrid) wird beinahe wöchentlich grösser – fast jeder Hersteller hat ein teilelektrisches Fahrzeug parat, oder mindestens in den Startlöchern. Das ist nicht selbstverständlich, denn vor allem Plug-in-Hybride galten noch bis vor kurzem als teuer und wenig effizient und wurden von vielen Fachleuten als «Brückentechnologie und Imagetechnik» bezeichnet, «die kaum Nutzen bringt».

Bilanz besser als bei Stromern

Da haben sich die Propheten und Fachleute allerdings getäuscht: Eine neue Studie aus Deutschland kommt zum Schluss: Plug-in-Hybridfahrzeuge sparen nicht weniger CO2 als Elektroautos. Die Hybridmodelle mit Steckdosenanschluss sind demnach deutlich besser als ihr Ruf, wie die neuste Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für System und Innovationsforschung ergibt.

Im Klartext: «Autos mit Plug-in-Hybridantrieb, die über eine reale elektrische Reichweite von etwa 60 Kilometern verfügen, fahren genauso viel elektrisch wie reine Batteriefahrzeuge, nämlich bis zu 15'000 Kilometer pro Jahr», fasst die Studie zusammen. «Deshalb ist ihr CO2-Reduktionspotenzial ebenso gross wie das von Elektroautos mit reinem Batterieantrieb.» Berücksichtigt man noch, dass die kleineren Batterien der Plug-in-Hybride in der Produktion weniger CO2 verursachen, fällt die Bilanz sogar positiver aus als bei den reinen E-Autos. Die Forscher halten vor diesem Hintergrund Plug-in-Hybride für eine «sehr gute Ergänzung zu Batteriefahrzeugen, um das Ziel der Treibhausgasreduktion zu erreichen».

(lie)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Käser am 23.12.2017 15:06 Report Diesen Beitrag melden

    wer glaubt Studien aus Deutschland noch?

    Eine Studie aus Deutschland........ Wenn ich keine Elektroautos im Regal habe, dann würde meine Studie auch gegen Elektroautos sein.

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  • Chef am 23.12.2017 13:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Studie beweist

    Hört mal auf mit Studie beweist. Studien beweisen so ziemlich alles.

  • Kurt Lenz. am 23.12.2017 14:39 Report Diesen Beitrag melden

    Yaris.

    Ich habe ein Yaris Hybrid gekauf. Zufrieden aber Batterie zu klein. Aber der Toyota hat mich Benzin sparen gelernt (Anti-Gasfuss). Mein nächstes Auto: Toyota Primus Hyb. Gruss.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Markus im AG am 28.12.2017 13:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toyota Hybrid immer

    vorwahl für den Tempomat anwählen. Keine Idee wiso beim losfahren ohne vorwahl 7-8 liter beim Umschalten 4.5-5.5 Liter/100 Km , Diff. nur Arbeitsweg 120km weiter mit vorwahl und benutzung des Tempomaten.

  • Werde auf Stromer wechseln am 27.12.2017 11:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dümmer gehts nimmer

    gerade Verbrennunshersellerland Germany beauftragt man mit einer Studie, wohl noch sponsored by Audi, VW, BMW, Mercedes Porsche und Co. Verbrenner sind keine Lösung, schon gar nicht mit 2 Technologien pro Fahrzeug Immer wieder will man uns weismachen, dass Verbrennung von endlichen Rohöl-Vorkommen besser ist als die Nutzung von reproduzierbarem Strom.

  • Herr Lustig am 27.12.2017 05:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ha ha ha

    Studie beweist, das die deutschen Autobauer technisch nicht mitkommen. War und ist ja beim Diesel auch so.

  • Jonas am 27.12.2017 05:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wer zahlt befiehlt

    Bericht ist sicher aus einem deutschen Autoheftli abgeschrieben. Weil sie gegenüber Tesla 10 Jahre Rückstand haben, werden jetzt die Deutschen pseudo Stromer hochgeschrieben.

  • petrolhead am 25.12.2017 16:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hässlich...

    ist ja schön und gut aber warum muss man diese autos immer "futuristisch" aussehen lassen und sie mig diesen Versuchen einfach nur zu verunstalten. beispiel Prius

    • Giorgio Macaluso am 25.12.2017 21:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @petrolhead

      Renault Zoe sieht wie ein normales Auto aus

    • Das Stimmt am 25.12.2017 21:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Giorgio Macaluso

      ....aber wie ein Renault, was auch nicht wirklich hübsch ist.

    • Audi-Fahrer am 26.12.2017 13:31 Report Diesen Beitrag melden

      Asiaten die schlimmsten

      wie auch bei den Benzinern. Ich frage mich, was die Asiaten für einen Geschmack haben, einfach schrecklich.

    • peter am 05.01.2018 09:47 Report Diesen Beitrag melden

      Physik

      Es geht um möglichst wenig Luftwiderstand. Darum sehen die so aus.

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