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01. März 2017 21:30; Akt: 02.03.2017 04:20 Print

Range Rover Velar: Vegan in den Schlamm

Die Briten schliessen mit dem Velar die Lücke zwischen dem Range Rover Evoque und dem Range Rover Sport.

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Der Name ist von gestern, doch das Auto weist weit in die Zukunft. Denn wenn Land Rover in Genf den Range Rover Velar auf die Bühne rollt, erinnert die vierte Baureihe der noblen 4x4-Abteilung mit dem Namen zwar an den allerersten Prototypen, mit dem die Briten vor fast 50 Jahren die Entwicklung des Range Rover gestartet haben. Aber die Form soll Range Rover fit machen für die Zukunft, sagt Chefdesigner Gerry McGovern, der die noblen Land Rover-Ableger mit diesem Schmuckstück zur Modemarke im Matsch machen möchte.

In London jedenfalls oder in New York kann man sich dieses edle Raumschiff auf seinen bis zu 22 Zoll grossen Rädern viel besser vorstellen, als in der Savanne oder der Wüste – selbst wenn Projektleiter Kevin Stride keinen Zweifel daran lässt, dass für den Velar das gleiche gilt wie für alle anderen Geländewagen der Briten: Above and beyond, also höher und weiter zu kommen als die Konkurrenz.

Gegen Mercedes und BMW

Der Velar, der eindeutig auf Autos wie das Coupé des Mercedes GLE oder den BMW X6 zielt, ist aber nicht einfach ein Range Rover mit flachem Dach, sondern tatsächlich ein eigenständiges Modell mit einer ganz eigenen Positionierung, die sich nicht zuletzt auch im Preis niederschlägt. Obwohl er preislich näher beim Range Rover Sport, als beim Evoque angesiedelt sein wird.

Mit den schlankesten LED-Scheinwerfern, die McGovern je einem Serienauto ins Gesicht gerückt hat, mit vollkommen glatten Oberflächen, für die Land Rover sogar im Tesla-Stil versenkte Türgriffe einführt und einem Heck, das ohne Ecken und Kanten auskommt, wird der Velar nicht nur zu einem Blickfang, sondern zugleich zum aerodynamischsten Range Rover aller Zeiten. Und vor allem macht das Design neugierig auf einen Innenraum, der nicht minder futuristisch ist: Die Instrumente digital, die ganze Mittelkonsole wirkt wie ein einziger Touchscreen – wäre da nicht noch ein Lenkrad vor der Bedienlandschaft und der vertraute Knubbel für die Automatik, man könnte sich fast in einem Raumschiff wähnen.

Auf Basis des Jaguar F-Pace

So futuristisch der Velar gezeichnet ist, so konventionell ist er konstruiert. Denn im Grunde ist der Lückenfüller zwischen Evoque und Range Rover Sport nichts anderes als ein neu eingekleideter Jaguar F-Pace. Er nutzt die gleiche Aluminium-Architektur, hat auf Wunsch ebenfalls eine Luftfederung und fährt mit denselben Motoren: Zunächst mal drei Dieseln mit 180, 240 oder 300 PS und zwei Benzinern mit 250 oder 380 PS.

Zwar weiss McGovern, dass SUV bei aller Liebe auch als blech gewordene Unvernunft in der Kritik stehen. Und selbst mit seinem ultraschlanken Design und Verb4auchswerten ab 5,4 Litern kann sich der Velar davon nicht freimachen. Doch beweisen die Briten mit diesem Auto zugleich einen Sinn für gesellschaftliche Trends und nachhaltige Verantwortung. Nein, nicht weil es eine Elektrovariante oder wenigstens einen Plug-In-Hybrid gäbe. Davon ist bei Land Rover noch immer keine Rede. Aber stattdessen wird der Velar zum ersten Range Rover, den man auch in einer veganen Variante kaufen kann.

Alle wichtigen Infos zur Geneva International Motor Show findest du hier.

(tg/lie)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Adi am 11.03.2017 14:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geil !!!

    Einfach geil, was Landrover in den letzten Jahren auf den Markt bringt :-)

  • ZH-999007 am 03.03.2017 15:05 Report Diesen Beitrag melden

    So fies bin ich

    Das ist das ideale Auto für junge Ehefrauen wohlhabender, etwas älterer Ehemänner, um am Morgen die Kinder zur Schule oder zum Kindergarten zu fahren. Mit einer Breite (inkl. Spiegel) von 2,145 m ist es aber noch 10 cm breiter als der Cadillac Escalade, braucht also auf dem Migros-Parkplatz auch deren zwei. Wenn ich auf unserer 4 m breiten Dorfstrasse bergwärts fahre habe ich Vortritt und lasse diese Ladies gerne rückwärts fahren. Mein Chrysler Voyager ist auch 2,050 m breit, kreuzen geht also gar nicht. ;-)

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  • crissi am 02.03.2017 06:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Luxusautos

    Ich verstehe einfach nicht, warum diese nur so teure, für mich Luxusautos, gezeigt werden. Der "Durchschnitt's" Verdiener kann sich so einen eh nicht leisten. Wir haben einen Hiunday X35, und sind sehr zufrieden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Adi am 11.03.2017 14:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geil !!!

    Einfach geil, was Landrover in den letzten Jahren auf den Markt bringt :-)

  • ZH-999007 am 03.03.2017 15:05 Report Diesen Beitrag melden

    So fies bin ich

    Das ist das ideale Auto für junge Ehefrauen wohlhabender, etwas älterer Ehemänner, um am Morgen die Kinder zur Schule oder zum Kindergarten zu fahren. Mit einer Breite (inkl. Spiegel) von 2,145 m ist es aber noch 10 cm breiter als der Cadillac Escalade, braucht also auf dem Migros-Parkplatz auch deren zwei. Wenn ich auf unserer 4 m breiten Dorfstrasse bergwärts fahre habe ich Vortritt und lasse diese Ladies gerne rückwärts fahren. Mein Chrysler Voyager ist auch 2,050 m breit, kreuzen geht also gar nicht. ;-)

    • Du glücklicher... am 06.03.2017 00:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @ZH-999007

      ...so wenig Probleme dass man sich um solche kümmern kann... Helvetia critica

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  • Freund am 02.03.2017 07:48 Report Diesen Beitrag melden

    Auto

    Wenn ich einen SUV am Strassenrand oder am Pannenstreifen sehe, handelt es sich in den meisten Fällen um einen Range Rover und das bei den Zulassungszahlen! Verarbeitung wie auch Qualität lassen für den Preis sehr zu wünschen übrig. Die Verbrauchswerte im Prospekt und in den Onlineforen gehen bis zu 150% auseinander. Unter 15 Litern lässt sich so etwas nicht bewegen. Vom CO2 Ausstoss ganz zu schweigen. Ich nehme an, es handelt sich hier wieder um einen gesponsoerten Artikel.

    • Nera2626 am 02.03.2017 09:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Freund

      Das waren die alten Range Rover. Die hatten einen kompressor v8, klar dass der säuft.

    • R.Syz am 02.03.2017 12:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Freund

      Ich fahre selbst seit 15 Jahren einen Range Rover und bin noch nie auf einem Pannenstreifen gestanden, mit meinem jetzigen 2 Jahre alten Modell habe ich einen Durchschnittlichen Verbrauch von 9,2 Liter!

    • Markus am 07.03.2017 08:51 Report Diesen Beitrag melden

      Realität?

      @Freund: Stimmt alles nicht, fahre nun seit 1.5 Jahren einen RR. Erster Service war nach ca. 1 Jahr fällig (34'000km) und der Verbrauch liegt bei 7.3l (Autobahn, Stadt ZH, Deutschland und Berge). Bis anhin keine Fehlermeldungen...und CO2 Ausstoss liegt bei 134 g/km (Diesel)...Ein Audi A1 liegt bei 120 bis 139g....so viel zur Argumentation.

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  • crissi am 02.03.2017 06:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Luxusautos

    Ich verstehe einfach nicht, warum diese nur so teure, für mich Luxusautos, gezeigt werden. Der "Durchschnitt's" Verdiener kann sich so einen eh nicht leisten. Wir haben einen Hiunday X35, und sind sehr zufrieden.