MOTOR Suptertest

21. März 2017 05:05; Akt: 21.03.2017 18:56 Print

10 Sportler, 1 Racetrack, Bier und 911er als Sieger

Im «Supertest» treffen die sportlichsten Neuheiten des Jahres aufeinander – und es gewinnt wieder einmal ein Porsche. Allerdings nur auf der Rennstrecke.

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Gruppenbild der Superlative: Wenn einem da nicht das Wasser im Mund zusammenläuft.... Der Porsche 911 Turbo S macht auf der Rennstrecke alle nass. Und er ist auch sonst so ein bisschen die Krönung. Und doch fehlt da etwas. Chevrolet Camaro Der Chevrolet Camaro ist nicht nur der einzige Vertreter aus den USA, sondern auch das mit Abstand günstigste Auto beim «Supertest». Und wird deshalb auch zum «König der Herzen» gewählt. Die Frage ist: warum? So ein bisschen das Computerspiel unter den Sportwagen ist und bleibt der Nissan GT-R. Doch nach dem letzten Update ist er halt auch ein bisschen schwer geworden. Der Mercedes AMG Sl63 beweist einmal mehr, dass Hubraum durch nichts zu ersetzen ist. Und dass Drehmoment der wahre Quell der Fahrfreude ist. Bislang war der Audi R8 ja mehr so ein Spielzeug für Frisöre. Die Neuauflage ist nun aber ein ernsthafter Sportwagen geworden - und das Plus ist dann noch ein Plus. Wie kann es sein, dass ein feiner, teurer Aston Martin mit einem V12-Motor keine Chance hat in diesem Vergleichstest? Der Engländer hat einen entscheidenden Nachteil. Man könnte ihn glatt übersehen, den Lexus RC-F. Er ist so ein bisschen das Mauerblümchen unter den Sportwagen. Das macht ihn zu einer netten Alternative. Stundenlang kann man über die Farbe des Bentley Continental GT V8S philosophieren. Schneller macht ihn das nicht. Und den horrenden Preis werter auch nicht. Der einzige Viertürer im Vergleich - und doch eines der heissesten Geräte: die Giulia von Alfa Romeo als Quadrifoglio. Hier geht es aber um mehr als nur 510 PS. Würde es darum gehen, wer am lautesten schreien kann, dann wäre der Jaguar F-Type SVR der klare Sieger. Es gibt im Supertest aber noch andere Disziplinen.

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Selbstverständlich ist so ein Porsche 911 Turbo S schon für sich allein der wahre Quell der Fahrfreude. Doch all die Begeisterung für den Übersportwagen aus Stuttgart muss ja auch in Relation gesetzt werden können. Fährt man nur mit dem Porsche ein paar Runden auf der Rennstrecke, dann ist er sowieso der Sieger; fährt man aber auch noch neun andere Sportwagen auf dem gleichen Rundkurs und der 911er ist immer noch der König, dann werden seine Fähigkeiten noch mehr geadelt. Um es kurz machen: der 911er hat seine Konkurrenz platt gemacht.

Einmal im Jahr, seit vielen Jahren, treffen sich das österreichische Fach-Magazin «auto revue» und www.radical-mag.com mit mindestens zwei Handvoll grober Sportwagen zuerst auf ein paar Bergstrassen, dann auch auf der Rennstrecke zum wahren Vergleich, eben: dem «Supertest». Dann wird zwei, drei Tage «hardcore» gefahren - und geplaudert über den Sound der Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio, über den wunderbaren V12 des Aston Martin Vintage V12S, über das Plus beim Audi R8, die Farbe des Bentley Continental GT V8S, den Preis des Chevrolet Camaro, den Krach des Jaguar F-Type SVR, das Design des Lexus RC-F, das Drehmoment des Mercedes AMG SL63, die technischen Feinheiten des Nissan GT-R und die Vernunft in der Unvernunft beim Porsche 911 Turbo S. Womit wir die Probanden des Supertest 2016 auch gleich bezeichnet hätten. Nein, kein Ferrari, kein Lamborghini, manchmal geht sich das halt terminlich nicht aus.

Ja, abends gönnt man sich beim Supertest der «auto revue» schon noch ein Bier. Oder drei. Die knallharte Verbissenheit der Hundertstelsekundenjäger und Längsdynamiker unter den teutonischen Fachblättern verkneift man sich hier frühzeitig, sprich: schon in der Planung. Zwar brennt der Wendlinger Karl schnelle Runden in den Asphalt des Salzburgrings, aber das sind auch mehr so: Grössenordnungen. Denn am Ende geht es wieder einmal um das Grosseganze, eine mehr philosophische Betrachtung des Sportwagens, des Seins mit und um Sportwagen, eigentlich um das Leben, so: allgemein. Und durchaus auch im Speziellen. Denn die Diskussion, ob der Tafelspitz nun mit oder ohne Suppe serviert werden soll, die kann sich in Österreich hinziehen. Und auch das ist ein Gespräch über Automobile, es fliesst die Freud’ ein, die Lust, der Purismus, die Reinheit der Lehre. Und eben, am Schluss gewinnt dann tatsächlich der Porsche 911 Turbo S. Allerdings nur auf der Rennstrecke.

Den Supertest findest du auf www.radical-mag.com unter dieser Einleitung. Und von dort geht es dann spielend weiter zu den einzelnen Probanden.

(pru)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • hst am 21.03.2017 07:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Deutschsprachige Freundschaften

    Selbstverständlich ein absolut neutraler Test. Genau so neutral wie wenn wir Schweizer eine Schweizerin zur schönsten Frau der Welt erküren würden.

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  • the one am 21.03.2017 07:29 Report Diesen Beitrag melden

    und der Alfa....

    .... wurde mitgenommen um die Abschleppqualitäten der anderen Fahrzeuge zu prüfen?

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  • Republican am 21.03.2017 06:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Corvette 2017

    Die Corvette von Chevrolet wäre eine bessere Wahl gewesen. Sie hätte nähmlich alles anderen hinter sich gelassen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • R. C. am 24.03.2017 10:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unvollständig

    wo bleibt eigentlich der Cadillac CTS?

  • Chnöbi am 24.03.2017 07:59 Report Diesen Beitrag melden

    Alfa Romeo schlägt Merceds

    Zitat aus Finanzen & Wirtschaft: "Als erstes Modell kam im vergangenen Jahr die Giulia auf den Markt, eine klassische Limousine die so gut ist, dass sie im deutschen Fachblatt «auto, motor und sport» einen Vergleichstest gegen Mercedes gewonnen hat. Es ist nicht bloss, dass die Fabrikationsanlagen jetzt auf dem höchsten Stand der Technik und der Robotisierung sind, auch in Sachen Qualitätssicherung gehen die Italiener Wege, die sie bislang eher den Rivalen überlassen haben. Die ersten Giulia, die bereits ausgeliefert wurden, scheinen die Kunden glücklich zu machen"

  • Danny am 23.03.2017 21:36 Report Diesen Beitrag melden

    Den richtigen Bentley

    Wieso nimmt man beim Bentley für den Test die lahme Lustschaukel und nicht den Supersports oder wenigstens den GT Speed?

  • Alvaro am 22.03.2017 13:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    GT-R

    Der GT-R ist schwerer geworden? Ja ca. 20 Kg. Der eigentliche Grund warum das Auto langsamer als die letzten Modelle ist, istdas zu weiche Fahrwerk. Nehmt doch nächstes Mal die Track Edition und dann siehts wieder deutlich anders aus.

  • Willy Tell am 22.03.2017 13:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles geht halt nicht.

    Bin mit meinem Camaro wunderbar zufrieden. Natürlich würde ich ihn gerne gegen einen Aston Martin tauschen, aber dann kann ich mir bestimmt die Versicherung und den Service nicht mehr leisten. Also bleib ich zufrieden bei meinem Chevy.