Mercedes-AMG Project One

11. September 2017 20:30; Akt: 11.09.2017 21:06 Print

1100 PS für exklusivsten Silberpfeil mit Überschall

von Thomas Geiger - Im «Project One» bringt Mercedes Formel-1-Technik auf die Strasse. 275 Multimillionäre dürfen sich auf das Hybrid-Geschoss freuen.

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Mercedes baut einen neuen Überflieger und bringt im AMG-Hypersportwagen «Project One» als erster Hersteller die Technik der anspruchsvollsten Rennserie der Welt tatsächlich auf die Strasse. «Wir entwickeln Technologien, von denen später auch unsere Serienfahrzeuge profitieren,» sagt Daimler-Chef Dieter Zetsche zur Premiere des neuen Silberpfeils am Vorabend der IAA. AMG hat das Formel-1-Triebwerk tatsächlich nur so weit modifiziert, wie es für einen Hauch von Haltbarkeit, Alltagstauglichkeit und Zulassungsfähigkeit nötig war. So fährt auch Project One mit einem V6-Motor von gerade einmal 1,6 Liter Hubraum. Nach den gleichen Skizzen wie für die Formel 1 gebaut, bringt ihn ein elektrischer Turbo auf bis zu 11 000 Touren. Zum Formel-1-Antrieb gibt es ein radikales Design aus dem Windkanal mit einer Luftansaughutze auf dem Dach und einem riesigen Leitwerk mit Längsfinne und Querflügel auf dem Heck. Nicht nur die Silhouette des neuen Silberpfeils erinnert verdächtig an Hamiltons Dienstwagen, selbst wenn Project One natürlich ein Zweisitzer ist, ein festes Dach hat und schräge Schwingen im Stil des SLR bekommt. Wo selbst SLR und SLS in Lack und Leder glänzen, sieht man im Project One nur dünne Karbon-Schalen, ein fast eckiges Lenkrad und zwei fest montierte Tablets anstelle der Instrumente. Nicht nur bei Antrieb, Fahrleistungen und Fahrdynamik dringt Mercedes in neue Sphären vor, die allenfalls noch mit einem Bugatti vergleichbar sind, sondern auch beim Preis sprengen die Schwaben den Rahmen und eifern den knapp drei Millionen Euro des Chiron nach.

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Bislang hat Lewis Hamilton nur 19 Gegner. Doch bald muss sich der Formel-1-Star mit 275 weiteren Rasern messen. Denn Mercedes baut einen neuen Überflieger und bringt im AMG-Hypersportwagen «Project One» als erster Hersteller die Technik der anspruchsvollsten Rennserie der Welt tatsächlich auf die Strasse – wenn auch nur in einer extrem limitierten Auflage für einen ebenso extremen Preis. Denn knapp drei Millionen Euro werden fällig, wenn man Anfang 2019 diesseits von Nürburgring, Monza oder Silverstone mit Hamilton & Co. um die Wette fahren möchte.

«Motorsport ist für uns kein Selbstzweck,» sagt Daimler-Chef Dieter Zetsche zur Premiere des neuen Silberpfeils am Vorabend der IAA. «Sondern unter maximalem Wettbewerb entwickeln wir Technologien, von denen später auch unsere Serienfahrzeuge profitieren. Erfahrungen und Erfolge aus drei Konstrukteurs- und Fahrer-Weltmeisterschaften nutzen wir jetzt, um Formel 1-Technologie erstmals auf die Strasse zu bringen.»

Zweisitzer mit festem Dach

Wie ernst es Mercedes und AMG ist, belegt nicht nur die Silhouette des neuen Silberpfeils, die verdächtig an Hamiltons Dienstwagen erinnert, selbst wenn Project One natürlich ein Zweisitzer ist, ein festes Dach hat und wenn schon keine Flügeltüren, dann zumindest schräge Schwingen im Stil des SLR bekommt. Vor allem ist es der im Heck montierte Antrieb, der die Brücke zwischen Strecke und Strasse schlägt. Denn AMG hat das Formel-1-Triebwerk tatsächlich nur so weit modifiziert, wie es für einen Hauch von Haltbarkeit, Alltagstauglichkeit und Zulassungsfähigkeit nötig war.

Auch das Strassenfahrzeug fährt deshalb mit einem V6-Motor von gerade einmal 1,6 Liter Hubraum. Nach den gleichen Skizzen wie für die Formel 1 ebenfalls im englischen Brixworth gebaut, bringt ihn ein elektrischer Turbo auf bis zu 11000 Touren. Das ist zwar etwas weniger als im Rennen. Aber erstens dreht derzeit so schnell kein anderes Strassenauto, zweitens braucht Project One dann kein Rennbenzin. Und drittens wird selbst der reichste Raser anders als Lewis Hamilton nicht alle paar Wochen einen neuen Motor einbauen lassen wollen.

0 auf 200 in weniger als 6 Sekunden

Der Benziner wird kombiniert mit vier weiteren E-Maschinen, von denen zwei mit jeweils 120 kW auf die Vorderräder wirken und mit 50'000 statt der bislang üblichen 20'000 Touren drehen. Gespeist werden sie mit denselben Akkus, die Mercedes auch in der Formel 1 einsetzt. «Nur dass wir die Kapazität vervierfachen und im Alltag bis zu 25 Kilometer elektrischer Reichweite bieten», sagt Moers. Der aufwendige Antrieb dient allein einer Systemleistung von mehr als 1100 PS. So soll der Flachmann schneller ansprechen als jeder andere Sportwagen und besser um die Kurven kommen. Nicht umsonst verspricht AMG einen Sprint von 0 auf 200 in weniger als sechs Sekunden und ein Spitzentempo von über 350 km/h.

Zum Formel-1-Antrieb gibt es ein radikales Design aus dem Windkanal, und wo selbst SLR und SLS in Lack und Leder glänzten, sieht man im Project One nur dünne Karbon-Schalen, ein eckiges Lenkrad und zwei fest montierte Tablets.

Was das kosten sol? Rund drei Millionen Euro. Offenbar kein Problem: Denn obwohl den Wagen bislang kaum einer gesehen, geschweige denn gefahren hat, sind die 275 Exemplare bereits vierfach überzeichnet. Und mehr Autos wollen die Schwaben auf keinen Fall bauen. Mit Rücksicht auf den Restwert und auf ihren Weltmeister, dem sie nicht noch mehr selbsterklärte Wettbewerber auf den Hals hetzen wollen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • VW Housi am 12.09.2017 05:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    DRS Zonen

    Die DRS Zonen, wo der Fahrer den Heckflügel flach stellen kann, liegen am Morgen zwischen dem Limmattaler Kreuz und Zürich Affoltern und am Nachmittag zwischen Egerkingen und Wangen a.A.

  • Kev66 am 11.09.2017 20:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ähnlichkeit

    Hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Mclaren F1 und dem Saleen S7.

    einklappen einklappen
  • Typhoeus am 11.09.2017 23:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endlich einmal ein Auto

    für meine Kragenweite.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Naia am 14.09.2017 16:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kopie

    Mich erinnert das Auto irgendwie an den Aston Martin Valkyrie.

  • Spiritualist am 13.09.2017 17:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Luxusspielzeug

    Es lebe die 'abgehobene' Oberschicht. Und die will gefälligst unterhalten werden, denn sie langweilen sich schnell...

  • Spiritualist am 13.09.2017 17:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unnütze Kostbarkeiten für verwöhnte Kundschaft

    Juhui, ein neues Spielzeug, für verwöhnte Millionäre die ihrem 'alten' Spielzeug überdrüssig geworden sind. Was man sonst so Gutes mit dem Geld, dass diese Millionärs-Spielzeuge kosten, hätte machen können, daran darf ich gar nicht denken... Egal, hauptsache unnützlich und Teuer. Die dekadenten Luxusherren und -Damen werden 'ihn' zu schätzen wissen...zumindest für kurze Zeit, bis man 'ihn' satt hat...

  • Ich am 12.09.2017 21:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mit Staatsferien inklusive

    Und wenn man mit dem Ding fährt, kassiert man in der CH gleich drei Monate Untersuchungshaft...

    • Spiritualist am 13.09.2017 17:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ich

      Da kommt mir doch gleich in den Sinn, dass man 'die Kleinen' hängt, und die 'Grossen' laufen lässt...und hier geht es um Spielzeug für 'die ganz Grossen'...

    einklappen einklappen
  • Leo65 am 12.09.2017 16:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sinnloses werkzeug...

    fr was solche Autos? Auch mit hybrid oder voll elektrisch es wird nur noch bertrieben in der autmobilbranche.