Kult-Auto

24. August 2014 08:16; Akt: 24.08.2014 08:16 Print

Der VW-Bus ist ein Mysterium

von Bruno von Rotz - Seltene Sportwagen und Cabriolets sind bei Oldtimer-Sammlern beliebt. Andere Fahrzeuge hingegen erzielen selten hohe Preise. Einzige Ausnahme: der VW Bus der ersten Generation.

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Jeder kennt ihn und kann ihn sofort einordnen. Der erste VW-Bus, auch T1 genannt, hat ein markantes Gesicht mit zwei Kulleraugen und einem wahrhaft riesigen Volkswagen-Signet. Die Linienführung entspricht im Prinzip der einer Schachtel, die Maximierung von verfügbarem Platz stand bei der Entwicklung verständlicherweise im Vordergrund.

Der VW-Bus, intern Typ 2 (neben dem Käfer, also dem Typ 1) genannt, wurde ab 1950 in Deutschland produziert. Die erste Serie wurde bis 1967 1,8 Millionen Mal gebaut und dann schliesslich vom T2 abgelöst, der technisch vergleichbar, aber optisch aufgefrischt daher kam. Erste Prototypen des «Transporters» wurden bereits 1949 unter dem damaligen VW-Chef Heinrich Nordhoff entwickelt.

Ab März 1950 konnte man den VW Transporter für 5850 Deutsche Mark kaufen, was nur knapp mehr war als der Preis für einen komplett ausgestatteten Käfer. Technisch gingen die Wolfsburger keine Experimente ein und verpasstem dem Bus einen luftgekühlten Heckmotor, der die an einer Pendelachse hängenden Hinterräder antrieb. Irgendwann kam der T1 zum Spitznamen Bulli, ein Begriff, der aus der Kombination der ersten Buchstaben von Bus und Lieferwagen stammen könnte.

Beliebt und erfolgreich

Wie für Volkswagen üblich erfuhr der VW-Bus stetige Verbesserungen. Zudem gab es ihn in immer neuen Ausführungen, sei es als Pritschenwagen, Campingbus (Westfalia), Jagdversion, Polizei-, Feuerwehr oder Leichenwagen.

Eine der beliebtesten Bauvarianten, die Samba oder Deluxe Microbus genannt wird, weist 23 Fenster, Zweifarbenlackierung und ein Schiebe-Faltdach auf. Der Samba ist für den Transport von acht Personen ausgelegt und fährt eine luxuriösere Interieurausstattung spazieren, welche sogar ein Radio beinhaltet. 8475 Deutsche Mark kostete er im Jahr 1955, auch in der Schweiz lag der Preis unter 10’000 Franken.

Teuer geworden

Aus dem erschwinglichen Transporter von einst ist heute ein Edel-Oldtimer geworden. An Versteigerungen erreichen gerade die luxuriöseren Samba-Versionen Höchstpreise von CHF/Euro 100’000 und mehr. RM zum Beispiel bietet an der London-Versteigerung vom 8. September 2014 einen Deluxe Microbus mit Jahrgang 1965 zum Schätzpreis von 60’000 bis 80’000 Pfund an, also für umgerechnet rund 75’000 bis 100’000 Euro beziehungsweise 91’000 bis 112’000 Franken.

Das Erstaunliche: Von 1951 bis 1966 wurden über 110’000 dieser Modelle gebaut – damit ist die Ausführung ganz und gar nicht selten. Als Quasi-Nutzfahrzeug haben natürlich nur wenige dieser sympathischen Personen-Transporter überlebt, das Preisniveau (10-facher Neupreis) überrascht aber trotzdem.

Tatsächlich liegen die Preise so hoch, dass man sich sogar den Kauf eines baufälligen Exemplars überlegen kann und trotz Restaurierungskosten noch im marktfähigen Bereich bleibt. Es gibt kaum ein anderes Fahrzeug dieser Kategorie, das Ähnliches zulässt.

Praktisch und zuverlässig sind die kompakten VW-Busse natürlich bis heute geblieben, vielleicht neben der Hippie-Vergangenheit mit ein Grund für die Beliebtheit dieser Autos.

Eine Auswahl an VW-Bus-Modellen findet sich in der Bildermagie-Folge.

Weitere Informationen und Bilder zum VW Bus finden sich auf www.zwischengas.com.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Seppu am 24.08.2014 10:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Seltenheit

    ... Sofern es sich um ein Top Fahrzeug in org. Zustand handelt... Leider zeigt die Realität leider meist einen alten Bus welcher verbastelt und amateurhaft geschweisst oder nach Heimwerkerkunst ausgebaut wurde...dies hat natürlich auch keinen Wert.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Seppu am 24.08.2014 10:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Seltenheit

    ... Sofern es sich um ein Top Fahrzeug in org. Zustand handelt... Leider zeigt die Realität leider meist einen alten Bus welcher verbastelt und amateurhaft geschweisst oder nach Heimwerkerkunst ausgebaut wurde...dies hat natürlich auch keinen Wert.