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06. März 2017 18:53; Akt: 06.03.2017 18:53 Print

Jaguar I-Pace: Der Smooth Operator aus Britannien

Mit dem in Genf Europapremiere feiernden I-Pace schwenkt auch Jaguar auf Elektro-Kurs.

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BMW steht mit den i-Modellen schon unter Strom, Audi und Mercedes bereiten die Elektrifizierung ihrer ersten Geländewagen vor und jetzt haben offenbar auch Jaguar und Land Rover eine gewischt bekommen: Denn in Los Angeles gaben die Briten Ende Jahr mit dem Jaguar I-Pace einen sehr konkreten Ausblick auf ihr erstes rein elektrisches Auto, das ab Mitte 2018 mit 500 Kilometern Reichweite, 400 PS und einem atemberaubenden Design gegen Tesla Model X, Mercedes EQ und Audi A6 antreten soll.

«Damit schlagen wir ein neues Kapitel unserer legendären Marke auf», sagt Designchef Ian Callum, der von den neuen Freiheiten schwärmt, die ihm ein Auto ohne Verbrenner bietet. Denn der I-Pace sieht mit seiner ungewohnt weit nach vorn gerückten Kabine, mit dem flachen Dach und dem keilförmigen Heck nicht nur frischer, futuristischer und vor allem viel eleganter aus, als beispielsweise der Tesla Model X, sondern er ist mit einem cw-Wert von 0,29 auch noch so windschnittig, dass die Reichweite nicht über Gebühr geschmälert wird.

Weil die 90 kWh grosse Batterie als flaches Paket im Wagenboden verschwindet und die beiden kompakten Elektromotoren in den Achse integriert sind, hat der I-Pace einen topfebenen Wagenboden und weil es im Bug keinen Platz mehr für den Verbrenner braucht, rückt die erste Reihe weiter nach vorn. Obwohl aussen mit 4,68 Metern etwas kürzer als ein F-Pace, bietet der I-Pace mit 2,99 Metern Radstand fast so viel Innenraum wie ein gestreckter Range Rover.

Dazu gibt es – zumindest bei der Studie, die jetzt auch in Genf gezeigt wird – ein wunderbar verspieltes Ambiente, das geschickt den Bogen zwischen traditioneller Handwerkskunst und Digitalisierung schlägt. Und auch der Fahrspass soll beim Stromer nicht auf der Strecke bleiben: Nicht umsonst leisten die beiden Motoren jeweils 200 PS und bringen ohne Verzögerung je 350 Nm auf die Strasse. Von der Elektronik zu einem sehr schnell reagierenden Allradantrieb gekoppelt und dank der Batterie im Boden mit einem 12 Zentimeter tieferen Schwerpunkt gesegnet, beschleunigt der I-Pace damit in etwa vier Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Die Reichweite sollte beim I-Pace kein Problem mehr sein. Denn bei einem Aktionsradius von etwa 500 Kilometern müssen Durchschnittsfahrer nur noch einmal die Woche an die Ladesäule. Mit einem Schnelllader kann man den Akku dort bereits in 90 Minuten zu 80 Prozent aufladen, verspricht Jaguar. «Der emissionsfreie Antrieb wird kommen, und er wird bleiben», sagt Projektleiter Ian Hoban. «Und mit Autos wie dem I-Pace werden wir dafür sorgen, dass sie begehrenswert und erfolgreich wird.»

Alle wichtigen Infos zur Geneva International Motor Show findest du hier.

(tg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Illumination am 06.03.2017 22:09 Report Diesen Beitrag melden

    Auf Erfolgskurs...

    Tolles Aussen- und Innen-Design, voll elektrisch überzeugend (zumindest auf dem Papier..), "scharfe" Konkurrenz für Tesla - und das von Jaguar... Stimmt die Qualität und der Preis, ist der Erfolg garantiert!

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  • Otto Beck am 08.03.2017 08:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    KW statt PS!

    Immer noch wird die Leistung in Pferdestärken angegeben und das bei einem Elektroauto. Eine Masseinheit aus der Dampfmaschinenzeit!

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  • Rösli am 07.03.2017 19:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spielzeug

    Der tönt genau so, wie mein Vibrator, kein Witz.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Otto Beck am 08.03.2017 08:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    KW statt PS!

    Immer noch wird die Leistung in Pferdestärken angegeben und das bei einem Elektroauto. Eine Masseinheit aus der Dampfmaschinenzeit!

    • Andrin am 08.03.2017 08:26 Report Diesen Beitrag melden

      Sie können es ja umrechnen

      Aber die meisten Leute können sich unter PS mehr vorstellen als unter KW, auch wenn ich ihrer Meinung bin.

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  • Rösli am 07.03.2017 19:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spielzeug

    Der tönt genau so, wie mein Vibrator, kein Witz.

  • Martial2 am 07.03.2017 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    E-Jaguar ist kein Jaguar mehr...

    Ich möchte Jaguar fahren und nicht staubsaugen...!

    • Binco Ballisto am 08.03.2017 08:24 Report Diesen Beitrag melden

      Herr

      Sprach der Fuhrwerker über das erste Automobil..Fortschritt lässt sich nicht aufhalten indem man es madig spricht.

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  • Luchs am 07.03.2017 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    500 Reichweite? hahahahahaha ... witzig

    500 km Reichweite? Vergiss es! Das stimmt bestimmt nicht, und falls doch, dann nur, wenn man in einer flachen, windlosen Fabrikhalle Runden dreht. Diese Angaben sind alle Betrug. Wenn man von Chur nach St. Moritz fährt, ist der Akku leer, bevor man auf dem Pass ankommt. Hoffentlich gibt es bald standardisierte Messmethoden, die nicht nur das Fahren unter Laborbedingungen angeben, sondern auch Bergauffahrt berücksichtigen - dann spielt nämlich auch das Gewicht des Fahrzeugs eine Rolle.

    • Martial2 am 07.03.2017 18:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Luchs

      Bei keiner E-Karre ist die Reichweite 500 km und mehr. Dazu allein schon die Akkus sind schwerer als die ganze Karosse. Nein das sind keine richtige Autos mehr...!

    • Alset61 am 08.03.2017 06:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Luchs

      Die Reichweiten sind genau so richtig/falsch wie die der Verbrenner. Das Gewicht ist nicht so dramatisch weil beim "Bremsen" ja wieder Strom erzeugt und der Akku geladen wird.

    • Otto Beck am 08.03.2017 08:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Martial2

      Wieso sollen das keine richtigen Autos sein, die gegenwärtige Antriebstechnik, verbrennen von Benzin und Öl mit misreablem Leistunsgrad ist aus dem vorletzten Jahrhundert

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  • Illumination am 06.03.2017 22:09 Report Diesen Beitrag melden

    Auf Erfolgskurs...

    Tolles Aussen- und Innen-Design, voll elektrisch überzeugend (zumindest auf dem Papier..), "scharfe" Konkurrenz für Tesla - und das von Jaguar... Stimmt die Qualität und der Preis, ist der Erfolg garantiert!

    • Oli am 06.03.2017 22:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Illumination

      Der Preis wird überteuert sein a la Jaguar und mit 90kWh Batterie wied auch der nicht weiter kommen als 350km reell bei "normaler" Fahrweise. Und wer den gleich sportlich fahren will wie nen Benziner, der wird nochmals weniger weit kommen. Ich fahre selber ein EV und weiss von was ich rede. Wie sportlich ein EV von 0 auf 100 kommt ist sowas von irrelevant...

    • Illumination am 06.03.2017 23:15 Report Diesen Beitrag melden

      @Oli

      Leider steht nichts über das Leergewicht des I-Pace. Gelingt es Jaguar, dieses so um 1700 kg oder darunter zu halten, traue ich ihm zusammen mit dem cw-Wert 0.29 "praxiskonforme" Reichweiten von 450 km+ zu (Tesla Leergewichte 2050 - 2400 kg) - und wie sportlich ein EV von 0 auf 100 kommt, ist in der Praxis tatsächlich irrelevant... ;-)

    • Martial2 am 07.03.2017 19:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Oli

      Der Preis einer Tesla ist dermassen hoch, Jaguar kann preislich diese Karre nicht übertreffen! Wer fährt ein solches Haushaltgerät, dann viel Glück...!

    • Martial2 am 07.03.2017 19:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Illumination

      Akkus zu schwer, zu teuer, nach 40'000 km sind diese Batterien tot, das Ersetzen kostet praktisch wie das ganze Vehikel. Es ist reine Fantasie und Illumination...

    • Illumination am 07.03.2017 21:17 Report Diesen Beitrag melden

      Nachtrag...

      Das Leergewicht beträgt ca. 2100 kg (Batteriepaket ca. 600 kg, Kühlkreislauf und E`Motoren ca. 280 kg) und der Preis um 75`000 Euro - ich bin nicht mehr so optimistisch... :-(

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