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Wahlen 2011
24. Oktober 2011 16:12; Akt: 24.10.2011 16:24 Print
Keine Chance für Narren und Piraten
Die Narren hatten nichts zu lachen, die PowerPoint-Gegner wurden weggeklickt und das Alpenparlament kam flach heraus. Exotenparteien und Juxkandidaten konnten bei den Nationalratswahlen kaum punkten.
Die Neuen und die Promis im Parlament.
Die Politikverdrossenheit der Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger scheint noch nicht Überhand genommen zu haben. Auf jeden Fall bleibt der Nationalrat auch künftig in der Hand der mehr oder weniger ernst zu nehmenden Vereinigungen.
Jimy Hofer bleibt Berner Stadtrat.(Bild: Keystone)
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Gewählte Ständeräte
Infografik
Eidgenössische Wahlen 2011Das politische System der Schweiz
Piraten im Kino erfolgreicher
Gegen die «Grossen» angetreten war in Zürich etwa die Schweizer Narrenpartei, «die wenigstens Ehrlichen». Ihr Gründer Hanspeter Kindler, Dichter und Freigeist, war ausgezogen, um im Parlament die Rolle des offiziellen Hofnarrs zu spielen.
Der Nationalrat wird auch weiter ohne seine Spässe auskommen müssen. Immerhin waren 250 Zürcher Stimmbürger der Meinung, dass die Räte durchaus etwas Auflockerung vertragen könnten und haben seiner Liste ihre Stimme gegeben. Etwas weniger erfolgreich hat im Kanton Zürich die Anti PowerPoint Partei abgeschnitten.
An einer unzureichenden Präsentation der Parteiziele kann es kaum gelegen haben, ist doch ihr Name Programm. Auch die Piratenpartei wird in Bern das politische Steuer nicht herumreissen können. In sieben Kantonen angetreten, erkämpfte sie sich mit 1,9 Prozent Wähleranteil in Basel Stadt immerhin einen Achtungserfolg.
Komisches und Kosmisches
Sein propagierter Menschenverstand hat die Berner Stimmbürger nicht restlos überzeugt: Der Rocker Jimy Hofer wird Bern damit als Stadtrat erhalten bleiben. Seine Ansage an die Wähler, auch im Bundeshaus zu sagen und zu tun, was es zu sagen und zu tun gibt, wurde von 1500 Bernern mit einer Stimme für seine Liste belohnt.
Weniger Komisches als Kosmisches versprach das Alpenparlament im Kanton Bern: «Mit dem robusten und stattlichen Eiger, dem erhabenen Mönch und der erfahrungswürdigen Jungfrau haben wir ganz besondere Symbole der kosmischen Dreiheit vorliegen, die in der angebrochenen Hoch-Zeit der Menschheit eine besondere Rolle spielen wird».
Dass solchermassen Exotisches auch etablierten Parteien nicht allzu fern liegen muss, zeigt die Listenverbindung, welche die SVP mit dem Alpenparlament eingegangen ist. Der Erfolg blieb etwa in der Grössenordnung von Jimy Hofers Liste.
(sda)








