Der Berner SVP-Ständerat Adrian Amstutz ist abgewählt. SP-Mann Hans Stöckli und Werner Luginbühl von der BDP schaffen den Einzug in die Kleine Kammer. CVP und FDP triumphieren im Tessin.
Rund ein Drittel der gewählten Parlamentarier betritt mit dem Gang ins nationale Parlament Neuland. Um sie auf ihre Aufgabe vorzubereiten, haben die Parteien unterschiedliche Strategien.
Die FDP leckt nach der verlorenen Wahl die Wunden und richtet sich neu aus. Allerdings ohne viel zu ändern. Derweil läuft die Suche nach einem neuen Parteipräsidenten.
Das Statistische Amt des Kantons Zürich hat die Zürcher Ständeratswahlen analysiert. Auffallend dabei: Verena Diener konnte Stimmen von allen Parteien generieren, ganz im Gegensatz zu Christoph Blocher.
Jessica Pfister - Sie sind gegen Alkoholverbote im Ausgang, wollen Ausländer in der Schule mehr fördern oder Familien finanziell entlasten - so tickt die neue Generation von Jungpolitikern.
SVP-Mann Werner Salzmann akzeptiert den Ein-Stimmen-Rückstand auf Jean-Pierre Graber. Damit steigen die Chancen für den Berner Jura auf einen Nationalratssitz.
Daniel Waldmeier - SVP-Vizepräsident Blocher tritt im Kampf um den Ständerat für den zweiten Wahlgang an - gibt aber keinen Rappen aus. Er will abtreten, wenn ein fähiger Junger kommt.
Statt immer präziser wurden die Hochrechnungen am Sonntag immer ungenauer. Der Grund: Im Wahlstudio des Schweizer Fernsehens hat man die Daten des Kantons Baselland falsch eingegeben.
Die Berner SVP zittert um die Wiederwahl von Ständerat Adrian Amstutz. Wenig beruhigend wirkt da die Absage der BDP, eine Wahlempfehlung für diesen auszusprechen.
Jessica Pfister - Im Ständerat sind nach dem ersten Wahlgang noch 19 Sitze offen - das ist Rekord. Weil den Parteien der Kampf ums Stöckli grosse Aufmerksamkeit bringt, wird dieser Trend noch zunehmen.
Ronny Nicolussi - Paul Rechsteiner möchte im Kampf um den zweiten St. Galler Ständeratssitz Toni Brunner verhindern. Dass er als Linksaussen gegen den SVP-Präsidenten verlieren könnte, glaubt er nicht.
Strategische Allianzen, Verzicht auf Kandidaturen, aber auch neue Köpfe: Wer schlussendlich ins Stöckli entziehen wird, ist in vielen Kantonen alles andere als sicher. Der Wahlkampf ist wieder lanciert.
Zwei Tessiner CVP-Politiker hatten nach dem Wahlsonntag genau gleich viele Stimmen erhalten. Das Losglück hat nun entschieden und schickt Monica Duca Widmer in den Nationalrat.
Die Hochrechnungen zu den Parteistärken aus den Nationalratswahlen gaben ein leicht falsches Bild ab. Die SVP kommt definitiv auf 26,6 Prozent, die SP auf 18,7 Prozent.
Lukas Mäder - Die Rolle von Facebook und Twitter im Wahlkampf 2011 ist überschätzt worden. Selbst jüngere Wähler haben sich kaum über diese Kanäle informiert.