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Alt, abgewählt, arbeitslos
24. Oktober 2011 16:12; Akt: 24.10.2011 21:05 Print
«Mein Leben ist nun Privatsache»
von Jessica Pfister - Die Verlierer des Wahlsonntags haben eine harte Nacht hinter sich. Wie Schlüer, Segmüller und Lang mit ihrer Niederlage umgehen und was jetzt aus ihnen wird.
Den Luzerner CVP-Nationalrat Pius Segmüller hat seine Abwahl hart getroffen. «Ich habe heute Nacht gar nicht gut geschlafen, bin immer wieder aufgewacht und habe mir den Kopf zerbrochen», sagt der 59-Jährige gegenüber 20 Minuten Online. Obwohl man als Politiker immer mit allem rechnen müsse, sei er auf eine Abwahl nicht vorbereitet gewesen. «Allerdings hatte ich mit Leo Müller einen starken Konkurrenten aus den eigenen Reihen, der gerade auf dem Land punkten konnte», so der Stadtluzerner, der sich im Parlament mit Vorstössen gegen Raser und für die Armee einen Namen machte.
Seine Sorge gelte nun aber vor allem der Zukunft. Sein 40-Prozent-Pensum als Fachhochschullehrer reiche zum Überleben auf jeden Fall nicht aus. «Ich könnte mir vorstellen, wieder Vollzeit auf meinem gelernten Beruf als Sekundarlehrer zu arbeiten», sagt der Vater von zwei erwachsenen Kindern. Ein Job im Sicherheitsbereich wäre für den ehemaligen Kommandanten der Schweizer Garde ebenfalls denkbar. «Der CVP bleibe ich sicher treu, auf ein politisches Amt habe ich aber keine Ambitionen.»
Jo Lang will Bücher und Essays schreiben
Eine unruhige Nacht hat auch Jo Lang hinter sich. Der Zuger Grün-Alternative verlor nach acht Jahren im Parlament seinen Sitz an die FDP. «Ich bin nach wie vor enttäuscht, aber auch gefasst», so der 57-jährige Historiker und Gründungsmitglied der Gruppe Schweiz ohne Armee (GSoA). Am Sonntag sei er mit seinen Parteikollegen noch lange zusammengesessen und habe die Ergebnisse verarbeitet. «Obwohl wir als Partei in Zug ein sehr gutes Resultat erreicht haben, überwog der Frust.»
Künftig wolle er sich zwar weiter für die Partei engagieren, ein politisches Amt strebe er aber nicht an. Neben seinem 50-Prozent-Pensum an der Berufsschule möchte er am liebsten Bücher und Essays schreiben. «Schreiben ist meine Leidenschaft, für die ich in den vergangenen Jahren zu wenig Zeit hatte», so der prominente Armee-Kritiker. Vor allem Themen wie Religion, Antisemitismus oder Kulturkämpfe würden ihn reizen.
«Habe mich nicht hintersinnt»
Fleissig in die Tasten greifen kann nun auch SVP-Nationalrat Ulrich Schlüer. Der Verleger der rechtskonservativen «Schweizerzeit» wurde zum zweiten Mal innert vier Jahren abgewählt. Allerdings rutschte er 2009 in den Nationalrat nach, als Ueli Maurer in den Bundesrat gewählt wurde. Mit dem abgeschlagenen 16. Platz bleibt ihm der Sitz im Nationalrat dieses Mal auf sicher verwehrt. Dementsprechend kurz angebunden war der 67-Jährige am Telefon. «Nein, ich habe mich nicht hintersinnt», sagt der ehemalige Mittelschullehrer für Geschichte. Was er nun mit seiner Zukunft anfange, gehe niemanden etwas an. «Mein Leben ist nun Privatsache und ich entscheide allein, wie es weitergehen soll.»
Offener äusserte sich sein abgewählter Baselbieter Parteikollege Christian Miesch. «Ich bin hoffentlich Lebenskünstler genug, um diese Niederlage zu verarbeiten», sagt der 63-Jährige Geschäftsführer eines Elektromotorenhandels. Er werde im November eine kreative Pause einlegen und sich in dieser Zeit die nächsten Schritte überlegen. Sicher werde er sich vermehrt wieder seinem Geschäft widmen. Und die Politik? «Wissen Sie, es gibt auch noch anderes im Leben als die Politik.»
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Alle 43 Kommentare











Danke Herr Schlüer!
Für Ihren steten und ausserordentlich grossen Einsatz für politische Korrektheit in unseren Institutionen!
Was ??
Politische Korrektheit lachhaft. Höchstens im Vergleich zu Blocher!
Ex-Lehrer !!!!
Alle drei, Schlür,Segmüller und Lang alles ehemalige Lehrer. Das gibt zu denken.
Ade Herr Lang
zum Glück muss ich ihre Hollywoodweisheiten über Waffen nicht mehr hören.
Hasta la vista
Genau, das habe ich mir auch gedacht. Seine Pump-Action-Phobie war ja legendär.
Jetzt wo er Zeit hat würde ich im
mal einen Skeet Kurs in Embrach spendieren. Da kann er ja mal zeigen wie man Tontauben mit Flobert trifft. PS: Nicht Vergessen Jo, in Embrach ist Bleischrot verboten. da darf man nur noch Weicheisenschrot nutzen.
Ciao jo
Schade ,dass Jo lang nicht mehr gewählt wurde.aber Mitläufer sind begehrter.er wird es überleben