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Präsidenten zu den Wahlen
24. Oktober 2011 05:57; Akt: 24.10.2011 11:08 Print
«Was neu ist, ist immer sexy»
Wer ist nun Sieger, wer Verlierer? Und was bedeutet der Wahlausgang für die Bundesratswahlen? Wir haben bei Exponenten der Parteien nachgefragt.
In Sitzen ausgedrückt, hat sie am meisten verloren: Ganze acht Sitze muss die SVP laut letzten Hochrechnungen im Vergleich zu 2007 abgegeben. SVP-Präsident Toni Brunner wiegelt aber ab: «Auf diesem Niveau ist man nicht einfach Verlierer», sagt er gegenüber 20 Minuten Online (Video oben, zum Zeitpunkt des Interviews gingen die Hochrechnungen noch von sieben Sitzverlusten aus). Die SVP sei weiterhin die mit Abstand wählerstärkste Partei. In Angst und Schrecken erstarren ob der Gewinne der BDP und der Grünliberalen müsse man nicht, betont Brunner: «Was neu ist, ist immer sexy.» Doch irgendwann müsse man auch anfangen zu politisieren. Und im Übrigen: «5 Prozent sind auch nicht alle Welt.»
Ähnlich sieht das SP-Präsident Christian Levrat: Die BDP und die Grünliberalen hätten den Reiz des Neuen – doch bis jetzt seien es unbeschriebene Blätter. «Die BDP ist der Fanclub von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, die Grünliberalen sind eine Marke.» In den kommenden vier Jahren werde es aber nicht reichen, Marketing zu betreiben. Das neue Parlament sei mit dem Erstarken der beiden Parteien wohl etwas unberechenbarer geworden. Mit dem Abschneiden seiner Partei, die trotz Wählerverlusten laut letzten Hochrechnungen zwei Sitze zulegen kann, ist Levrat zufrieden.
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Weniger zufrieden zeigt sich erwartungsgemäss Fulvio Pelli: «Es gibt Leute, die uns nicht mehr vertrauen», sagt der FDP-Präsident im Interview mit 20 Minuten Online. Er habe in den letzten sechs Jahren sein Bestes versucht, um der Partei ein Profil zu geben. Offenbar ohne Erfolg. «Wir haben ein Problem der Wahrnehmung», so Pelli.
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Während die FDP 5 Sitze verlieren dürfte, kommt die CVP ein bisschen besser weg. Drei Sitze werden die Christdemokraten wohl einbüssen. Wahlkampfleiter Gerhard Pfister betont denn auch, angesichts der Sitzgewinne von der BDP und den Grünliberalen habe seine Partei relativ wenige Sitze verloren. Auch er teilt kräftig in Richtung der Neulinge aus: «Das waren bis jetzt reine Wahlvereine für Eveline Widmer-Schlumpf und Martin Bäumle.» Jetzt müsse sich zeigen, ob man mit ihnen zusammenarbeiten könne.
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Martin Bäumle, Präsident der Grünliberalen, zeigt sich dem bewusst: «Wir müssen noch viel arbeiten, um diesen Wahlerfolg bestätigen zu können.» Dass es einfach reiche, als neue Kraft aufzutreten, um Wahlen zu gewinnen, streitet der Zürcher ab. Man müsse eine Partei auch mit Inhalten füllen. «Die Verbindung von Ökonomie und Ökologie ist bei den Wählern gut angekommen.»
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Auch der zweite Wahlsieger, BDP-Präsident Hans Grunder, will nicht vom Bonus des Neuen profitiert haben. «Wir haben in den letzten drei Jahren gute Politik gemacht.» Man habe Wähler abgeholt, die die Polarisierung satt hätten, und deshalb auch gar nicht an die Urne gegangen seine. In der Zersplitterung der Mitte sieht Grunder kein Problem: Das passe ohnehin zur KMU-Struktur, wie sie die Schweiz auch in der Wirtschaft kenne.
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Der Präsident der Grünen, Ueli Leuenberger war dem Wahlergebnis entsprechend weniger zu launigen Aussagen aufgelegt. «Ich bin überzeugt, dass viele Leute Grünliberal gewählt haben, ohne zu wissen, dass diese erst 2045 das letzte AKW in der Schweiz abstellen wollen», sagt er im Interview mit 20 Minuten Online. Die Grünliberalen hätten ein Programm, das überhaupt nicht klar sei.
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Was passiert am 14. Dezember?
Ebenso unklar sind die Auswirkungen der Parlamentswahlen auf die Bundesratswahlen vom 14. Dezember. BDP-Präsident Grunder gibt sich optimistisch: Die Situation seiner Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf habe sich verbessert. Jetzt brauche es Gespräche, um Allianzen zu finden. Abwählen will Grunder niemanden, die SVP müsse warten.
Deren Präsident Toni Brunner sieht das natürlich ganz anders: Die Wahlen hätten den Anspruch seiner Partei auf einen zweiten Sitz gestärkt. Es sei wichtig, dass in der nächsten Legislatur die stärksten Kräfte in der Landesregierung vertreten seien. Das wisse auch Christian Levrat, nur getraue sich dieser noch nicht, dies öffentlich zu sagen. Der SP-Präsident seinerseits will sich am Wahlabend gegenüber 20 Minuten Online nicht zu einer Aussgae hinreissen lassen. Man werde jetzt innerhalb der Partei und der Fraktion die Wahlergebnisse analysieren und dann die Schlüsse daraus ziehen. Deutlicher wird der Grünliberale Martin Bäumle: «Für Schneider-Amman könnte es eng werden.»
Sämtliche Videos zu den Wahlen finden Sie hier.
(mlu)
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Neue Arithmetik
SVP, SP und Freisinn haben in der vereingten Bundesversammlungeine satte Mehrheit. Sie könnten die Bundesratsitze neu aufteilen: 3-2-2 statt 2-2-2-1
Schlechte Verlierer
Zuerst werde ich ohne mein Wissen "ausgeschweizert", weil nur Schweizer SVP wählen, dann wird mir unterstellt, dass meine Stimme ja eigentlich eine Ex-SVP-Stimme sei, dann heisst es, ich stimme nur so, weil ich ja sowieso nichts kapiere und zuallerletzt habe ich als parteilose Bernerin nur so gewählt, weil neue Besen am besten wischen. Sorry, aber so geht man mit einer mündigen Wählerin nicht um, liebe Parteipräsis. Auch nicht vor und erst recht nicht nach den Wahlen. Da mir noch keine Demenz attestiert wurde, werde ich mich bei den nächsten Wahlen noch an Ihre Nettigkeiten erinnern.
Bla bla bla. Hirn einschalten.
@Lilo Michel: Logisch wählen nur Schweizer SVP. Wer denn sonst?
@Giovanni
Natürlich wählen nur Schweizer die SVP, aber das ist nicht das, was die SVP mit ihrem Slogan meinte. Bitte ebenfalls Hirn einschalten, danke.
PR-Aktion
Und genau das ist es was die SVP will. Das Ihre Slogans zum Gesprächsthema werden. Das erreichen sie indem sie provozieren und mit zweideutigen Aussagen ankommen. Wer drauf reinfällt und diese Methode kritisiert, tut genau das was das Ziel der SVP ist. An Stärke hat sie torzdem verloren, was aber auf den Mittelparteienhype zurück zuschliesen ist.
stimmrechtsalter 16
und wenn bald das Stimmrechtsalter 16 in 4. Jahre bald ankommen wird dann wird es noch spanende sein und können noch mehr vergleiche machen weil wir 1991 das Stimmrechtsalter auf 20. Jahre auf 18. Jahre herabgesetzt haben