Überraschung in St. Gallen

23. Oktober 2011 20:09; Akt: 23.10.2011 21:08 Print

Keller-Sutter souverän gewählt – SVP verliertKeller-Sutter souverän gewählt – SVP verliert

Mit überwältigendem Mehr zieht die St. Galler Justizdirektorin Karin Keller-Sutter (FDP) in den Ständerat ein. Haare lassen musste hingegen die SVP: Sie verliert einen Sitz an die Grünliberalen.

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Mit der Wahl von Pascale Bruderer eroberte die SP im Aargau erstmals nach über 60 Jahren einen Sitz im Ständerat. Die 34-jährige Bruderer erhielt 93'276 Stimmen und übersprang damit als einzige Kandidatin das absolute Mehr von 89'905 Stimmen. Wiedergewählt wurde im zweiten Wahlgang am 27. November 2011 Christine Egerszegi (FDP). Der Appenzell Ausserrhoder Ständerat Hans Altherr (FDP) ist klar wiedergewählt worden. Der 61-jährige Jurist Altherr, der ohne Gegenkandidat war, erhielt 14 672 Stimmen bei einem Absoluten Mehr von 8044 Stimmen. Ivo Bischofberger (CVP) wurde im Frühling bereits von der Landsgemeinde in Appenzell wiedergewählt. Anita Fetz vertritt den Kanton Basel-Stadt für eine weitere Amtsperiode im Ständerat. Die Sozialdemokratin, die der kleinen Kammer seit 2003 angehört, schaffte die Wiederwahl problemlos und liess ihre bürgerlichen Herausforderer weit hinter sich. Bei den Ständeratswahlen im Kanton Baselland hat der Bisherige Claude Janiak (SP) die Wiederwahl auf Anhieb geschafft. Der 53-jährige BDP-Politiker Werner Luginbühl hat die Wiederwahl in den Ständerat problemlos geschafft. Nach seinem eher unerwartet guten Abschneiden im ersten Wahlgang am 23. Oktober, galt der Berner Oberländer als Favorit für den zweiten Wahlgang und wurde mit Glanzresultat (216'685 Stimmen) gewählt. Als jahrelanger Stadtpräsident hat sich Hans Stöckli in Biel den Namen als Stadtvater erarbeitet. Am 20. November schafft er im zweiten Wahlgang im Kanton Bern überraschend den Einzug in den Ständerat vor SVP-Mann Adrian Amstutz. Die bisherigen Ständeräte Alain Berset (SP) und ... ... Urs Schwaller (CVP) wurden wiedergewählt. Linkes Duo bestätigt: Robert Cramer(Grüne) schaffte es in Genf erneut in den Ständerat. Auch Liliane Maury Pasquier wurde im ersten Wahlgang bestätigt. Die Glarner Vertretung im Ständerat bleibt unverändert: Die Bisherigen, This Jenny (SVP) und ... ... Pankraz Freitag (FDP), wurden erwartungsgemäss bestätigt. Finanzdirektor Martin Schmid beendet eine über 75 Jahre dauernde Durststrecke der Bündner FDP im Ständerat. Er gewinnt den Sitz auf Kosten der SVP. Der ehemalige Bündner Baudirektor Stefan Engler von der CVP zieht neu für Graubünden ins Stöckli ein. Die amtierenden jurassischen Ständeräte Claude Hêche (SP) und ... ... Anne Seydoux-Christe (CVP) schafften die Wiederwahl. Lagen im ersten Wahlgang vorne: Der langjährige FDP-Nationalrat Georges Theiler... ...und der Bisherige CVP-Ständerat Konrad Graber. Sie wurden jetzt in stiller Wahl gewählt. Die bisherigen Ständeräte Didier Berberat (SP) und ... ... und Raphaël Comte (FDP) schafften die Wiederwahl in den Ständerat. Das kleine Nidwalden verfügt sowohl im Nationalrat wie im Ständerat nur über je einen Sitz. Das Ständeratsmandat wurde in stillen Wahlen vergeben. Im Amt bestätigt wurde der 63-jährige Paul Niederberger von der CVP. Der Obwaldner Ständerat Hans Hess (FDP) hat die Wiederwahl problemlos geschafft. Karin Keller-Sutter (FDP) schaffte trotz starker Konkurrenz den Sprung in den Ständerat bereits im ersten Wahlgang. Wer den zweiten Sitz besetzt, muss ein zweiter Wahlgang am 27. November klären. Überraschend schaffte im zweiten Wahlgang am 27. November Paul Rechsteiner (SP) den Sprung ins Stöckli. Der bisherige Schaffhauser SVP-Ständerat Hannes Germann ist am Sonntag klar wieder gewählt worden. Von den übrigen vier Kandidaten erreichte keiner das absolute Mehr. Der parteilose «Vater der Abzockerinitiative» Thomas Minder macht das Rennen um den zweiten Sitz in Schaffhausen. Im zweiten Wahlgang setzt er sich problemlos durch. In Schwyz hat erst ein Ständeratskandidat im ersten Wahlgang das absolute Mehr erreicht: Der bisherige Alex Kuprecht von der SVP. Zum zweiten Wahlgang kommt es am 27. November. Im zweiten Wahlgang am 27. November erobert Peter Föhn den zweiten Sitz für die SVP. Der Solothurner SP-Ständerat Roberto Zanetti hat auf Anhieb die Wiederwahl geschafft. Der zweite Sitz wird erst am 4. Dezember besetzt. CVP-Mann Pirmin Bischof schafft im zweiten Wahlgang den Sprüng ins Stöckli. Er schlägt Kurt Fluri von der FDP klar mit 31'829 zu 23'440 Stimmen. CVP-Mann Filippo Lombardi wurde mit einem Stimmenanteil von 46.91 Prozent sein Mandat für eine vierte Legislatur verteidigen. Lombardi politisiert seit 1999 in der kleinen Kammer. Fabio Abate von der FDP heisst der zweite Tessiner im Ständerat. Abate gehörte seit 1999 dem Nationalrat an, kandidierte 2011 jedoch ausschliesslich für den Ständerat - und setzte sich gegen das ehemlige Politschwergewicht Franco Cavalli (SP) durch. Roland Eberle (SVP) ist im Kanton Thurgau im ersten Wahlgang in den Ständerat gewählt worden. Der ehemalige Regierungsrat und Bundesratskandidat holte 40'688 Stimmen bei einem Absoluten Mehr von 33'358 Stimmen. Brigitte Häberli-Koller von der CVP holt sich im zweiten Wahlgang den Sitz. Bei den Ständeratswahlen im Kanton Uri ist einzig der CVP-Kandidat und Regierungsrat Isidor Baumann im ersten Wahlgang gewählt worden. Zweiter Wahlgang am 27. November. Im zweiten Wahlgang am 27. November schaffte es dann auch der bisherige Markus Stadler (glp). Géraldine Savary (SP) wurde mit 78'263 Stimmen oder 55,62 Prozent Anteil im zweiten Wahlgang gewählt. Luc Recordon (Grünen) kam suf 71'686 Stimmen (50,95%) und schafft ebenfalls die Hürde für den Ständerat. Im Wallis verzichteten SP, SVP und FDP auf einen zweiten Wahlgang. Gewählt sind deshalb die beiden bisherigen CVP-Ständeräte Jean-René Fournier und ... ... sein Parteikollege René Imoberdorf. Die Zuger FDP hat ihren Sitz im Ständerat mit Gesundheitsdirektor Joachim Eder erfolgreich verteidigt. Der bisherige Zuger Ständerat, Peter Bieri (CVP), wurde problemlos bestätigt. Im zweiten Wahlgang, am 27. November 2011, schafften es die beiden bisherigen Verena Diener (glp) ... ... und Felix Gutzwiller (FDP) in den Ständerat. In den Kantonen Bern, Tessin, Waadt und Zürich erreichte kein Kandidat das absolute Mehr. In diesen Kantonen kam es jeweils zu einem zweiten Wahlgang.

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Im Kanton St. Gallen prägen zwei Überraschungen den Wahlsonntag: Das überragende Wahlergebnis von FDP- Ständeratskandidatin Karin Keller-Sutter und der Sitzgewinn der Grünliberalen im Nationalrat. An den Kräfteverhältnissen verändert sich aber wenig.

Keller-Sutter verteidigte den FDP-Sitz von Erika Forster souverän. Die 47-jährige Justizdirektorin erhielt im ersten Wahlgang 101 181 Stimmen bei einem Absoluten Mehr von 78 357 Stimmen. Die anderen Kandidierenden schafften die Wahl in den Ständerat nicht.

Am zweitmeisten Stimmen erhielt Toni Brunner. Mit 56 347 Stimmen lag der Parteipräsident der SVP noch vor dem Bisherigen Eugen David von der CVP, der 47 774 Stimmen auf sich vereinte.

SP-Herausforderer Paul Rechsteiner errang 44 348 Stimmen, Yvonne Gilli (Grüne) erhielt 24 183 Stimmen. Jürg Gehrig (BDP) ist mit 5 311 Stimmen weit abgeschlagen. Auf Vereinzelte entfielen 2 451 Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 51,7 Prozent.

Brunner tritt nochmals an, David verzichtet

Der zweite Wahlgang findet am 27. November statt. Die Parteien haben bis Dienstagabend Zeit, ihre Wahlvorschläge einzureichen. Keine Bedenkzeit braucht die SVP: «Wir kämpfen bis zum Schluss», sagte Toni Brunner. Brunner anerkennt den Erfolg der FDP, ist aber trotzdem zufrieden mit seinem Resultat. Er habe deutlich besser abgeschnitten als der bisherige Kandidat der CVP.

Yvonne Gilli, die ihren Sitz im Nationalrat verteidigte, verzichtet «zu Ungunsten der SVP» auf die Teilnahme am zweiten Wahlgang. Nicht mehr antreten wird auch der bisherige CVP-Ständerat Eugen David. Die CVP will ihren Sitz im Ständerat halten. Mit wem, wird die Parteileitung am Montag bekannt geben.

Sitzgewinn für die Grünliberalen

Im Nationalrat haben die Grünliberalen mit der Patientenschützerin Margrit Kessler einen Sitz gewonnen. Verliererin ist die SVP, die mit vier Sitzen aber weiterhin die stärkste Delegation nach Bern schickt. Die Stimmbeteiligung betrug 46,8 Prozent.

Die Grünliberalen gewannen ihren Sitz dank einer Listenverbindung mit der BDP. Die SVP, die nach dem Parteiwechsel von Thomas Müller von der CVP zur SVP zuletzt sechs der zwölf St. Galler Sitze innehatte, stellt nur noch vier Nationalräte.

Bei der SVP abgewählt wurde der Landwirt Elmar Bigger. Die andern Bisherigen Toni Brunner, Lukas Reimann, Thomas Müller und Roland Rino Büchel verteidigten ihre Sitze.

CVP neu mit Markus Ritter

Die CVP kommt wie 2007 wieder auf drei Sitze: Gewählt wurden Lucrezia Meier-Schatz, Jakob Büchler (beide bisher) und neu Markus Ritter, Präsident des kantonalen Bauernverbands. Die FDP konnte ihren einzigen Sitz von Walter Müller halten.

Auch die SP und die Grünen verteidigten ihre Mandate: Die drei Bisherigen Paul Rechsteiner (SP), Hildegard Fässler (SP) und Yvonne Gilli (Grünen) wurden wiedergewählt.

Die SVP kam noch auf einen Wähleranteil von 31,5 Prozent (-4,3 Prozent gegenüber 2007). Wähleranteile verloren auch die CVP mit 20,3 Prozent (-1,1), die FDP mit 12,3 Prozent (-1,3) und die EVP mit 1,8 Prozent (-0,2).

Die SP, die vor vier Jahren deutlich Wähler verloren hatte, legte auf 16,9 Prozent ( +2) zu. Die Grünen schnitten mit 6,4 Prozent gleich ab wie 2007. Die Grünliberalen verdoppelten ihren Wähleranteil beinahe auf 6 Prozent. Die erstmals angetretene BDP kam auf 3,8 Prozent.

(sda)

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  • Anneliese hofer am 23.10.2011 21:49 Report Diesen Beitrag melden

    SP die alternative

    Hoffentlich wird nun Paul rechsteiner von den Linken bis liberalen unterstützt.Brunner mag ja als Nationalrat seine Sache machen,aber staenderat Als ewiger Neinsager lieber nicht.

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