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Überraschung in St. Gallen
23. Oktober 2011 20:09; Akt: 23.10.2011 21:08 Print
Keller-Sutter souverän gewählt – SVP verliert
Mit überwältigendem Mehr zieht die St. Galler Justizdirektorin Karin Keller-Sutter (FDP) in den Ständerat ein. Haare lassen musste hingegen die SVP: Sie verliert einen Sitz an die Grünliberalen.
Im Kanton St. Gallen prägen zwei Überraschungen den Wahlsonntag: Das überragende Wahlergebnis von FDP- Ständeratskandidatin Karin Keller-Sutter und der Sitzgewinn der Grünliberalen im Nationalrat. An den Kräfteverhältnissen verändert sich aber wenig.
Die grosse Siegerin bei den Ständeratswahlen in St. Gallen: Karin Keller-Sutter.(Bild: Keystone)
Tritt im zweiten Wahlgang nicht mehr an: Der langjährige CVP-Ständerat Eugen David.(Bild: Keystone)
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Die Abgewählten
Infografik
Eidgenössische Wahlen 2011
Keller-Sutter verteidigte den FDP-Sitz von Erika Forster souverän. Die 47-jährige Justizdirektorin erhielt im ersten Wahlgang
Am zweitmeisten Stimmen erhielt Toni Brunner. Mit
SP-Herausforderer Paul Rechsteiner errang
Brunner tritt nochmals an, David verzichtet
Der zweite Wahlgang findet am 27. November statt. Die Parteien haben bis Dienstagabend Zeit, ihre Wahlvorschläge einzureichen. Keine Bedenkzeit braucht die SVP: «Wir kämpfen bis zum Schluss», sagte Toni Brunner. Brunner anerkennt den Erfolg der FDP, ist aber trotzdem zufrieden mit seinem Resultat. Er habe deutlich besser abgeschnitten als der bisherige Kandidat der CVP.
Yvonne Gilli, die ihren Sitz im Nationalrat verteidigte, verzichtet «zu Ungunsten der SVP» auf die Teilnahme am zweiten Wahlgang. Nicht mehr antreten wird auch der bisherige CVP-Ständerat Eugen David. Die CVP will ihren Sitz im Ständerat halten. Mit wem, wird die Parteileitung am Montag bekannt geben.
Sitzgewinn für die Grünliberalen
Im Nationalrat haben die Grünliberalen mit der Patientenschützerin Margrit Kessler einen Sitz gewonnen. Verliererin ist die SVP, die mit vier Sitzen aber weiterhin die stärkste Delegation nach Bern schickt. Die Stimmbeteiligung betrug 46,8 Prozent.
Die Grünliberalen gewannen ihren Sitz dank einer Listenverbindung mit der BDP. Die SVP, die nach dem Parteiwechsel von Thomas Müller von der CVP zur SVP zuletzt sechs der zwölf St. Galler Sitze innehatte, stellt nur noch vier Nationalräte.
Bei der SVP abgewählt wurde der Landwirt Elmar Bigger. Die andern Bisherigen Toni Brunner, Lukas Reimann, Thomas Müller und Roland Rino Büchel verteidigten ihre Sitze.
CVP neu mit Markus Ritter
Die CVP kommt wie 2007 wieder auf drei Sitze: Gewählt wurden Lucrezia Meier-Schatz, Jakob Büchler (beide bisher) und neu Markus Ritter, Präsident des kantonalen Bauernverbands. Die FDP konnte ihren einzigen Sitz von Walter Müller halten.
Auch die SP und die Grünen verteidigten ihre Mandate: Die drei Bisherigen Paul Rechsteiner (SP), Hildegard Fässler (SP) und Yvonne Gilli (Grünen) wurden wiedergewählt.
Die SVP kam noch auf einen Wähleranteil von 31,5 Prozent (-4,3 Prozent gegenüber 2007). Wähleranteile verloren auch die CVP mit 20,3 Prozent (-1,1), die FDP mit 12,3 Prozent (-1,3) und die EVP mit 1,8 Prozent (-0,2).
Die SP, die vor vier Jahren deutlich Wähler verloren hatte, legte auf 16,9 Prozent ( +2) zu. Die Grünen schnitten mit 6,4 Prozent gleich ab wie 2007. Die Grünliberalen verdoppelten ihren Wähleranteil beinahe auf 6 Prozent. Die erstmals angetretene BDP kam auf 3,8 Prozent.
(sda)
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SP die alternative
Hoffentlich wird nun Paul rechsteiner von den Linken bis liberalen unterstützt.Brunner mag ja als Nationalrat seine Sache machen,aber staenderat Als ewiger Neinsager lieber nicht.