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Die Abgewählten
23. Oktober 2011 18:28; Akt: 24.10.2011 08:50 Print
Adieu, Berne!
von Jessica Pfister - Für einige Politiker geht heute die Bundeshauskarriere zu Ende. Zu den prominentesten Verlierern gehören der Grün-Alternative Jo Lang und SVP-Nationalrat Ulrich Schlüer.
Mit der Abwahl des Grün-Alternativen Jo Lang verliert die Linke in Zug ein wichtiges Aushängeschild. Der 57-jährige Historiker, der seit 2003 im Nationalrat sass, machte sich vor allem als Armeekritiker landesweit einen Namen. Sein Mandat geht an Bruno Pezzatti von der FDP.
«Vielleicht hätten wir im Wahlkampf noch stärker betonen müssen, dass unser Sitz gefährdet ist», sagte ein enttäuschter Lang im Interview mit dem Schweizer Fernsehen. Die Niederlage führt er vor allem auf die Listenverbindung von FDP und CVP zurück. «Weil gemunkelt wurde, dass die FDP innerhalb der Listenverbindung die CVP schlagen könnte, hat dies die CVP-Wähler mobilisiert», analysiert Lang. Diese Stimmen seien bei den Grünen verloren gegangen.
Niedergeschlagen zeigte sich auch Ueli Leuenberger, Präsident der Grünen: «Im Kanton Zug hat eine heftige Kampagne gegen Jo Lang zur Abwahl geführt», so Leuenberger gegenüber 20 Minuten. Zur wahrscheinlichen Nicht-Wiederwahl von Nationalrätin Anita Lachenmeier im Kanton Basel-Stadt sagte Leuenberger, dass sie nur aufgrund einer Listenverbindung der CVP mit der BDP den Sprung in den Nationalrat nicht schaffe.
Auch Hochreuteners Sitz gefährdert
Eine prominente Abwahl droht auch der CVP: Gemäss Hochrechnung ist bei den Nationalratswahlen im Kanton Bern die Wiederwahl von Norbert Hochreutener gefährdet. Vor seiner Zeit als Nationalrat war der 65-Jährige als Bundeshausredaktor für das Schweizer Radio DRS und das Schweizer Fernsehen tätig.
Nach vier Jahren Bern muss sich auch der Bündner FDP-Nationalrat Tarzisius Caviezel vom Bundeshaus verabschieden. Dem Unternehmer, der auch Präsident des Hockey Clubs Davos ist, erging es wie vor vier Jahren seinem Vorgänger, dem Bündner Gewerbeverbandsdirektor Jürg Michel (FDP), der ebenfalls nur eine Legislaturperiode in Bern politisieren durfte. Die Erfolgsserie des Freisinns, der die Wahlen vor vier Jahren gewann und letztes Jahr auch die Grossratswahlen, ist damit gerissen.
Auch SVP-Nationalräte unter Verlierern
Zu den Verlierern gehören auch einige SVP-Politiker. Zu den Wackelkandidaten gehört - wie schon 2007 - SVP-Nationalrat Ulrich Schlüer. Bereits gescheitert ist der Obwaldner SVP-Nationalrat Christoph von Rotz und auch Dominique Baettig, Nationalrat aus dem Kanton Jura, schaffte die Wiederwahl nicht. Mit Landwirt Elmar Bigger im Kanton St.Gallen scheiterte ein weiterer Vertreter der Volkspartei. Viele Anhänger wandten sich nach dem Konkurs der Produzenten-Michverwerter-Organisation, deren Präsident Bigger war, von ihm ab.
Im Kanton Freiburg wird die CSP wohl ihren Sitz im Nationalrat verlieren. Marie-Thérèse Weber-Gobet dürfte nicht wiedergewählt werden. Zu den abgewählten Nationalräten wird wohl auch Ricardo Lumengo gehören. Nach dem Bruch mit der SP trat er als Parteiloser im Kanton Bern an.
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Alle 7 Kommentare











Es Lang(t)
Der Abgang von Jo Lang ist eines der (wenigen positiven) Highlights des heutigen Tages.
Gut so 2 ...
Prima ist Lumengo weg!!!
Lumengo adieu
So Herr Lumengo hat nun die Quittung für sein Verhalten bekommen. Er wurde zwar freigesprochen, doch der Wähler vergisst nie.