Daten falsch erfasst

26. Oktober 2011 12:11; Akt: 26.10.2011 12:55 Print

Panne bei der SRG verfälschte HochrechungPanne bei der SRG verfälschte Hochrechung

Statt immer präziser wurden die Hochrechnungen am Sonntag immer ungenauer. Der Grund: Im Wahlstudio des Schweizer Fernsehens hat man die Daten des Kantons Baselland falsch eingegeben.

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Weil die SRG im Kanton Baselland falsche Zahlen eingegeben hatte, wurde die zweite und dritte Hochrechnung am Sonntag verfälscht. (Bild: Keystone)

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Noch selten lieferte die erste Hochrechnung an einem Wahlsonntag solch exakte Ergebnisse zu den Parteienstärken wie dieses Jahr. Wie ein Blick auf die am Dienstag veröffentlichten definitiven Wahlergebnisse zeigt, lagen die Abweichungen im niedrigen Promille-Bereich. «Klar ist auch ein wenig Glück dabei, doch wir haben auch sehr genau gearbeitet», sagt Jürg Frischknecht von der wissenschaftlichen Projektgruppe der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG.

Bei der zweiten und dritten Hochrechnung kann man dies allerdings nicht mehr behaupten. Wie die «NZZ» am Mittwoch berichtete, kam es bei der Datenübertragung nämlich zu einer Panne im Wahlstudio. Der Fehler passierte, als im Verlauf des Abends die Hochrechnungsergebnisse laufend durch eintreffende amtliche Resultate ersetzt wurden. «Beim Kanton Baselland haben wir irrtümlicherweise die kantonalen Resultate in alphabetischer statt in amtlicher Reihenfolge eingegeben», sagt Frischknecht gegenüber 20 Minuten Online. Im Gegensatz zu anderen Kantonen habe Baselland die Resultate im Internet alphabetisch geordnet - und die SRG habe diese ohne Anpassung übernommen.

Schon vor vier Jahren ein Problem

Klar sei es jedem Kanton selbst überlassen, wie er seine Ergebnisse publiziere, meint Frischknecht. «Es war eine unnötige Panne von unserer Seite, die uns sehr geärgert hat», so der Projekt-Mitarbeiter. Erstaunlich ist, dass die Projektgruppe eigentlich gewusst hatte, dass Baselland seine Ergebnisse nach Alphabet publiziert. Dies sei schon vor vier Jahren der Fall gewesen. «Damals mussten wir in einer ad-hoc-Übung am Sonntag noch unsere Eingabemasken umstellen.» Bei den Resultaten auf Gemeindeebene hätte man dies für die diesjährigen Wahlen auch berücksichtigt, nicht aber für die kantonalen Ergebnisse.

Eine Überprüfung der Eingaben habe es nicht gegeben. «Wenn unsere Eingabemasken stimmen, brauchen wir nicht sieben Zusatzkontrollen zu machen», sagt Frischknecht. Für die nächsten Wahlen sei man nun aber gewappnet. «Aus Fehlern können wir zum Glück lernen.»

(jep)

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  • DS am 28.10.2011 07:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    TV Übertragung notwendig

    Ich weiss nicht was das Hochrechnen soll. Um 12h schließen sie Wahlbüros, dann wird gezählt. Und wenn fertig gezählt ist weiß man das Resultat. Aber nein, auf allen Sendern im TV sieht man Wahlen! Möchte ja nicht wissen was diese stundenlange Übertragung kostet!

  • Peschä am 26.10.2011 16:02 Report Diesen Beitrag melden

    Panne?

    Erfahrene Statistiker hätten doch gleich merken müssen, dass etwas nicht stimmt und die 3. Hochrechnung gar nicht erst publizieren sollen. Aber dann hätte das SF nicht 2 Tage lang die SVP als "grosse Verlierer" darstellen können, die sie überhaupt nicht sind! "Panne oder Beschiss?" fragt man sich da!

    • Frank R. am 27.10.2011 12:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Böse Medien !

      Ui...ich glaube das nennt man Paranoia, wenn sich Menschen und deren Parteien immer wieder verfolgt und zu "Unrecht" schlecht behandelt fühlen ! Seien Sie doch einfach froh wenn Sie, sich und die SVP nicht als große Verlierer sehen! Aber denken Sie mal darüber nach was es bedeutet seine Ziele nicht erreicht zu haben und auch noch %te und sitze verloren zu haben...!

    • Küse am 01.11.2011 09:59 Report Diesen Beitrag melden

      SVP zu Jammerpartei geworden!

      Seit der Nichtwiederwahl von Christoph Blocher scheint die SVP wie ein kleines Kind zu schmollen und stämpferlen. Überall wittert man da jetzt Angriffe und Betrug. Ich bin froh, dass anscheinend noch sehr viele Schweizer das Gehirn vor dem Wählen einschaltet und merkt, dass es noch wirkliche Probleme zu lösen gibt.

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  • Der Wähler am 26.10.2011 14:58 Report Diesen Beitrag melden

    Wen wunderts..Medien....

    Ich bin schon lange der Meinung, dass die Medien sich bei Abstimmungen prinzipiell raushalten sollten! Keine Meinungen anderer publizieren sondern das W W W des richtigen Journalismus. Wer Wie Was und Punkt. Alles andere ist leeres Phrasendreschen.

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